Resident Evil Requiem: Top auf dem Steam Deck und mit Radeon RX im Desktop

Update Marek Lindlein
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Resident Evil Requiem: Top auf dem Steam Deck und mit Radeon RX im Desktop
Bild: Larry Ewing, Simon Budig, Garrett LeSage und Borderlands von 2k

So gut Resident Evil Requiem technisch unter Windows auch ist, technische Probleme begleiten das Windows-Spiel auf dem Linux-Desktop: Nur mit AMD Radeon und damit auch im Steam Deck läuft es rund, Nvidia und Intel schwächeln noch.

Update

Resident Evil Requiem beherrscht „out of the box“ kein Raytracing unter Linux. Und auch die bekannten Startoptionen, die oft dabei helfen, Funktionen von Windows-Spielen unter Linux zu aktivieren, sind wirkungslos. Doch es gibt eine Lösung, wie die Community schon kurz nach der Veröffentlichung Kund getan hat. Durch das Setzen der folgenden Startoption schaltet sich die vorher verborgene Raytracing-Option auch unter Linux frei.

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ComputerBase hat alle drei Grafikkarten erneut getestet. Insgesamt ändert sich am Fazit nichts. Das Spiel läuft auch mit Raytracing gut mit Radeon RX unter Linux, allerdings steht auch in diesem Fall lediglich normales Raytracing und kein Pathtracing zur Verfügung. Die Performance ist weiterhin gut und die Frameraten sind in Full HD dreistellig – auch dank FSR 4.

Nvidia hingegen bietet nach der manuellen Anpassung wie unter Windows auch die Pathtracing-Funktion, es bleibt auf dem Testsystem jedoch bei den zuvor dokumentierten Bildfehlern, weshalb das Spiel weiterhin unspielbar bleibt.

Allerdings muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es in der Community Spieler gibt, die mit Nvidia unter Linux Resident Evil Requiem ohne Bildfehler spielen können. Es scheint letztendlich eine Kombination verschiedener Software(-versionen) zu sein und/oder der GeForce-Generation zu sein, die über die Spielbarkeit entscheidet. Intel hingegen bleibt mit Raytracing unspielbar: Anstatt nur knapp über 10 FPS ohne RT zu liefern, friert Requiem mit RT einfach ein.

Auf dem Steam Deck gut spielbar

Die gute Nachricht zuerst: Resident Evil Requiem läuft auf dem Steam Deck – und das ganz ohne offizielle Steam-Deck-Kompatibilität.

In den ersten 60 bis 90 Minuten Spielzeit liegt die Framerate in der Regel über 45 FPS mit minimalen Einstellungen. Lediglich das Upscaling musste von Hand von FSR 1 auf FSR 3 geschaltet werden. Alles weitere hat der Titel korrekt der Leistung der Konsole entsprechend eingestellt.

Trotz der niedrigen Settings, der geringen Auflösung und des Upscalings sieht das Spiel auf dem kleinen Display des Steam Deck sehr gut aus. Es spielt sich flüssig, nur ab und an spürt man einen kleinen Ruckler, der aber den Spielspaß nicht trübt. Was die Gründe für die fehlende Freigabe seitens Steam sind, erschließt sich an der Stelle nicht.

Große Probleme auf dem Linux-Desktop

Für den Ersteindruck von Resident Evil Requiem auf dem Linux-Desktop kommt ein CachyOS-System mit aktuellem Patch-Stand zum Einsatz. Angetrieben wird das System von einem Ryzen 7 7700X, 32 GB DDR5-6000 und aktuellen Grafikkarten aller drei großen Hersteller. Software-Basis bilden der Linux Kernel 6.19, Mesa 26.0.1 und Nvidia 590.48.01. Als Proton dient die angepasste CachyOS-Version.

AMD Radeon RX 9070

Grundsätzlich läuft Resident Evil Requiem gut mit der Radeon. Die Performance stimmt und ist nah dran an Windows. Doch ein wesentliches Feature fehlt: Raytracing. Das Spiel blendet die Option gar nicht erst im Menü ein. Dafür lässt sich FSR 4 problemlos erzwingen. Nötig bleibt dafür weiterhin ein angepasstes Proton.

Nvidia GeForce RTX 5070

Die GeForce-Karte bereitet unter Linux hingegen mehr Sorgen. Nicht nur, dass auch hier Raytracing nicht zur Verfügung steht; es gibt auch zahlreiche Bildfehler, welche ein Spielen unmöglich machen. Auch muss der Titel in puncto Performance deutlich Feder lassen im Vergleich zu Windows.

GIF Bildfehler auf einer RTX 5070 mit dem 590-Treiber.

Intel Arc B580

Bei Intel hingegen sieht die Sache anders aus und dennoch schlechter. Zum einen steht Raytracing, wie auch auf den anderen Grafikkarten, nicht zur Verfügung. Im Gegensatz zu Nvidia läuft Resident Evil auf der Battlemage-Karte ohne Grafikfehler. Doch was das Ganze unspielbar macht, ist die Performance. Selbst mit minimalen Einstellungen und dem Einsatz von Upscaling kommt man kaum in den unteren zweistelligen FPS-Bereich.

Fazit

Resident Evil Requiem mag ein gutes Spiel sein, doch Linux-Spieler müssen sich noch gedulden – je nachdem auf welcher Plattform man unterwegs ist.

Das Steam Deck bietet aktuell wohl die beste Erfahrung um den Titel in Relation zu Hardware unter Linux zu spielen. Auch mit einer AMD-Grafikkarte kann man weitestgehend unbesorgt spielen – wenn man auf Raytracing verzichten kann. Für Nvidia- und Intel-Nutzer heißt es hingegen noch warten: Während Nvidia die Probleme wohl mit einem Treiberupdate wird lösen können, wird es vermutlich mit Intel Arc noch länger dauern.

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