RX 9070 XT von PowerColor im Test: Red Devil und Hellhound gegen Asus, Sapphire und Co
Mit der PowerColor Red Devil und der Hellhound in Schwarz und Weiß hat sich ComputerBase drei weitere Custom-Designs der Radeon RX 9070 XT angesehen und stellt deren Ergebnisse den bis dato getesteten fünf anderen Modellen ASRock Taichi, Asus TUF, Sapphire Nitro+ und Pure sowie XFX Mercury gegenüber. Welche ist die beste?
Radeon RX 9070 XT: 3 weitere Custom-Designs im Test
Fünf Custom-Designs der Radeon RX 9070 XT hatte sich ComputerBase bereits schon zum Start im März angesehen, sie stammten von ASRock, Asus, Sapphire und XFX, nicht aber von PowerColor.
Bis dato war der Hersteller im RDNA-4-Testmarathon nur im Radeon-RX-9070-Custom-Design-Roundup vertreten – mit Hellhound und Reaper. Jetzt kommen drei weitere Custom-Designs der Radeon RX 9070 XT dazu und dieses Mal stammen alle drei von PowerColor.
Dem XT-Testparcours gestellt haben sich nun auch das absolute Topmodell PowerColor Radeon RX 9070 XT Red Devil sowie das Modell darunter im Portfolio: Die PowerColor Radeon RX 9070 XT Hellhound in Schwarz und Weiß (Spectral White). Die beiden Hellhound-Varianten unterscheiden sich dabei wirklich nur in der Farbwahl, die technische Basis ist die gleiche.
- ASRock Radeon RX 9070 XT Taichi OC
- Asus Radeon RX 9070 XT TUF Gaming OC
- PowerColor Radeon RX 9070 XT Red Devil (Neu!)
- PowerColor Radeon RX 9070 XT Hellhound (Neu!)
- PowerColor Radeon RX 9070 XT Hellhound Spectral White (Neu!)
- Sapphire Radeon RX 9070 XT Pure
- Sapphire Radeon RX 9070 XT Nitro+
- XFX Radeon RX 9070 XT Mercury OC Magnetic Air RGB
Abmessungen und Design
Die Red Devil ist das Topmodell von PowerColor und sie zeigt es auch: Mit 3,0 Slot Dicke und 34 cm Länge überragt sie die Hellhound und bietet auch die viel auffälligere RGB-Beleuchtung:
Der Teufel leuchtet bei der Red Devil unter der Backplate hervor, wo bei der Hellhound nur das Auge des Werwolfs im kalten Blau erstrahlt. Eine beleuchtete Rückseite haben beide, bei der Hellhound fällt sie mit einer einfachen Leiste aber abermals deutlich weniger imposant aus. Bei der Red Devil strahlt es hingegen feurig aus dem Höllenschlund.
Stromversorgung
Bei der Stromversorgung setzt PowerColor auch beim Topmodell auf klassische 8-Pin-Anschlüsse, allerdings gleich drei an der Zahl. 12V-2×6 gibt es im Gegensatz zu den Aushängeschildern von ASRock und Sapphire damit nicht. Auf der Hellhound sind es zweimal 8 Pin.
BIOS-Optionen
PowerColor bietet sowohl auf der Red Devil als auch auf der Hellhound zwei BIOS-Optionen an: OC und Silent. Auf beiden Grafikkarten greift das BIOS nicht nur in die Lüftersteuerung, sondern auch in die Taktraten und die TDP ein.
| Modell | BIOS | GPU-Boost | TDP (offiziell) | TDP (gemessen) |
|---|---|---|---|---|
| ASRock Taichi OC | OC | 3.100 MHz | 340 W (-30 %/+10 %) | 360 W |
| Silent | 2.970 MHz | 304 W (-30 %/+10 %) | 320 W | |
| Asus TUF Gaming | Performance | 3.060 MHz | 332 W (-30 %/+10 %) | 332 W |
| Quiet | ||||
| PowerColor Hellhound | OC | 3.010 MHz | 317 W (-30 %/+10 %) | 310 W |
| Silent | 2.970 MHz | 303 W (-30 %/+10 %) | 298 W | |
| PowerColor Red Devil | OC | 3.060 MHz | 330 W (-30 %/+10 %) | 329 W |
| Silent | 3.010 MHz | 316 W (-30 %/+10 %) | 316 W | |
| Sapphire Nitro+ | Default | 3.060 MHz | 330 W (-30 %/+10 %) | 344 W |
| Sapphire Pure | Default | 3.010 MHz | 317 W (-30 %/+10 %) | 320 W |
| XFX Mercury OC | left | 3.100 MHz | 340 W (-30 %/+10 %) | 354 W |
| right | ||||
| AMD Referenz | – | 2.970 MHz | 304 W | 304 W |
Technische Eckdaten im Vergleich
| Merkmal | ASRock Taichi OC | Asus TUF Gaming | Sapphire Nitro+ | Sapphire Pure | XFX Mercury | PowerColor Red Devil | PowerColor Hellhound | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Karte | PCB-Design | ASRock | Asus | Sapphire | Sapphire | XFX | PowerColor | PowerColor |
| Länge, Breite | 33,0 cm, 14,0 cm | 33,0 cm, 14,2 cm | 33,0 cm, 14,3 cm | 32,2 cm, 13,4 cm | 35,0, 14,3 cm | 34,2 cm, 13,2 cm | 33,0 cm, 12,8 cm | |
| Stromversorgung | 1 × 16-Pin (12V-2×6) | 3 × 8 Pin | 1 × 16-Pin (12V-2×6) | 2 × 8 Pin | 3 × 8 Pin | 3 × 8 Pin | 2 × 8 Pin | |
| Kühler | Design | ASRock Taichi 3,0 Slot |
Asus TUF, 3,2 Slot |
Sapphire Nitro+, 3,2 Slot |
Sapphire Pure 3,0 Slot |
XFX Mercury, 3,5 Slot | PowerColor Red Devil, 3,0 Slot | Power Color Hellhound, 2,5 Slot |
| Kühlkörper | Wärmeleitpaste Kupferbodenplatte Heatpipes Alu-Radiator |
Honeywell PTM7950 Kupferbodenplatte Heatpipes Alu-Radiator |
Honeywell PTM7950 Kupferbodenplatte Heatpipes Alu-Radiator |
Honeywell PTM7950 Kupferbodenplatte Heatpipes Alu-Radiator |
Honeywell PTM7950 Kupferbodenplatte Heatpipes Alu-Radiator |
Honeywell PTM7950 Kupferbodenplatte Heatpipes Alu-Radiator |
Honeywell PTM7950 Kupferbodenplatte Heatpipes Alu-Radiator |
|
| RGB | Seite, zentraler Lüfter |
Seite | Seite | Seite | Seite | Backplate (Teufel) Seite |
Backplate (Auge) Ende |
|
| Gewicht | 1.466 g | 1.450 g | 1.893 g | 1.227 g | 1.706 g | 1.534 g | 1.180 g | |
| Lüfter | 3 × 95 mm (axial) | 3 × 100 mm (axial) | 3 × 100 mm (axial) | 2 × 100 mm (axial) 1 × 90 mm (axial) |
3 × 95 mm (axial) | 3 × 100 mm (axial) | 3 × 100 mm (axial) | |
| Lüfter abgeschaltet (2D) | Ja | |||||||
| GPU-Boost (BIOS 1/2) | 3.100/2.970 MHz | 3.060/3.060 MHz | 3.060 MHz | 3.010 MHz | 3.100/3.100 MHz | 3.060/3.010 MHz | 3.010/2.970 MHz | |
| Speicher | 20 Gbps | |||||||
| Speichergröße | 16 GB GDDR6 | |||||||
| TDP (BIOS 1/2) | Standard-TDP | 340/303 Watt | 330/330 Watt | 330 W | 317 W | 340 W | 330/316 W | 317/303 W |
| Anschlüsse | 3 × DisplayPort 2.1b UHBR13.5 1 × HDMI 2.1b |
2 × DisplayPort 2.1b UHBR13.5 2 × HDMI 2.1b |
3 × DisplayPort 2.1b UHBR13.5 1 × HDMI 2.1b |
|||||
| UVP | ? Euro | 899 Euro | 869 Euro | 799 Euro | 829 Euro | ? | ? | |
Testsystem und Testmethodik
Abweichend vom bekannten GPU-Testsystem 2025 wurde für den Test der Custom-Designs ein neues System aufgesetzt. So kann in diesen hitzigen Wochen verhindert werden, dass sich Launch-Reviews einer neuen Klasse und die Tests der Custom-Designs in die Quere kommen.
Custom-Design-Tests in einem anderen Gehäuse
Auch im Custom-Design-Testsystem sitzt ein AMD Ryzen 7 9800X3D (Test) mit DDR5-6000, das Gehäuse ist aber ein gänzlich anderes: Statt des Fractal Design Torrent kommt das Fractal Design Meshify 2 zum Einsatz – ausgestattet mit sechs Lüftern (zwei vorne (einblasend), drei im Deckel, einer hinten (alle ausblasend)). Alle Gehäuselüfter werden mit konstant 800 U/min betrieben, was kaum wahrnehmbar ist. Die Steuerung erfolgt über einen Corsair Commander Pro respektive Corsair iCUE (Download).
Der Lüfter auf dem CPU-Kühler, ein Noctua NH-U12S Redux rotiert mit 1.000 Umdrehungen pro Minute.
Alle Tests und Benchmarks werden in diesem Setup gefahren, nur die Messung der Lautstärke erfolgt im Anschluss mit deaktivierten Lüftern isoliert für die Grafikkarte (30 cm Abstand von der Seite bei offener Seitentür mit zuvor ermittelter Drehzahl unter Last).
Es werden im Test jeweils beide verfügbaren BIOS-Versionen getestet. Dafür wird die Grafikkarte (wie im Standard Testparcours) für 30 Minuten in Metro Exodus Enhanced Edition in UHD bei maximalen Details und geschlossener Gehäusewand betrieben. Nach 5 Minuten wird ein Benchmark ausgeführt. Im Anschluss werden das Benchmark-Ergebnis und die Messwerte für Temperaturen, Drehzahlen, Taktraten und Verbräuche protokolliert.