Honor Magic 8 Pro im Test: High-End-Smartphone mit harter Schale und schnellem Kern
Honor bietet mit dem Magic 8 Pro eines der ersten Smartphones mit dem neuen Snapdragon 8 Gen 5 Elite an, der eine neue Leistungsklasse eröffnet. Das Smartphone hinterlässt im Test aber auch bei Bildschirm, Sicherheit, Akkulaufzeit und Kamera einen guten Eindruck. Zudem lockt Honor Interessenten mit einer Reihe von Dreingaben.
Das Magic 8 Pro wird seit dem 15. Januar in Deutschland angeboten. Zur Auswahl stehen die Farben Schwarz, Sunrise Gold und Sky Cyan, wobei letztere exklusiv über Honor direkt vertrieben wird – gewisse Marketplace-Händler bieten das Smartphone dennoch auch in Sky Cyan an. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 1.299,90 Euro, während andere Händler bereits bei ab 948 Euro angekommen sind.
Honor lockt mit Dreingaben
Honor selbst lockt noch bis Ende Februar mit 200 Euro Sofortrabatt und bis 2. März mit ausgewählten Dreingaben zum Launch. Dazu gehören das Honor Pad X9a (UVP: 249,90 Euro), das Honor Chouce Kumi AI Note (UVP: 149,90 Euro), eine Schutzhülle mit Magnethalterung (UVP: 49,90 Euro) und ein Austausch ohne Reparatur innerhalb der ersten 12 Monate nach dem Kauf.
Interessenten müssen vor dem Kauf demnach abwägen, ob sie rund 1.000 Euro im Einzelhandel ohne die Extras oder 1.100 Euro bei Honor direkt inklusive der Extras ausgeben möchten.
Technische Daten des Honor Magic 8 Pro
| Honor Magic 8 Pro | |
|---|---|
| Software: (bei Erscheinen) |
Android 16.0 |
| Display: | 6,71 Zoll, 1.256 × 2.808 458 ppi, 120 Hz OLED, HDR, Honor NanoCrystal Shield |
| Bedienung: | Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner |
| SoC: | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 2 × Oryon 3, 4,61 GHz 6 × Oryon 3, 3,63 GHz 3 nm, 64-Bit |
| GPU: | Adreno 840 1.200 MHz |
| RAM: | 12.288 MB LPDDR5X |
| Speicher: | 512 GB |
| 1. Kamera: | 50,0 MP, 2160p 23 mm, f/1,60, AF, OIS, LED |
| 2. Kamera: | 50,0 MP, 12 mm, f/2,00, AF |
| 3. Kamera: | 200,0 MP, 85 mm, f/2,60, AF, OIS |
| 4. Kamera: | Nein |
| 5. Kamera: | Nein |
| 1. Frontkamera: | 50,0 MP, 2160p Display-Blitz, f/2,00 |
| 2. Frontkamera: | Nein |
| GSM: | GPRS + EDGE |
| UMTS: | HSPA+ ↓42,2 ↑5,76 Mbit/s |
| LTE: | Advanced Pro |
| 5G: | NSA/SA |
| WLAN: | 802.11 a/b/g/n/ac/ax/be Wi-Fi Direct |
| Bluetooth: | 6.0 |
| Ortung: | A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS, NavIC |
| Weitere Standards: | USB-C 3.2, NFC, Infrarot |
| SIM-Karte: | Nano-SIM, Dual-SIM |
| Akku: | 6.270 mAh, 100,0 W fest verbaut, kabelloses Laden |
| Größe (B×H×T): | 75,0 × 161,2 × 8,40 mm |
| Schutzart: | IP69K |
| Gewicht: | 219 g |
| Preis: | ab 948 € |
Das Magic 8 Pro fällt etwas kleiner aus
Honor vertraut beim Magic 8 Pro auf eine gängige Bauweise, die zwei Glasscheiben auf der Vorder- und Rückseite über einen Aluminiumrahmen zusammenführt. Der Hersteller hat sich für leichte Rundungen zum Rand hin entschieden, sodass das Smartphone einen subjektiv etwas weniger großen Eindruck in der Hand hinterlässt. Die Abmessungen von 75,0 × 161,2 × 8,40 mm fallen in der Tat etwas kleiner als bei anderen Flaggschiffen aus, da Honor mit 6,71 Zoll einen nicht ganz so großen Bildschirm wie mit 6,9 Zoll oftmals üblich verbaut. Das Gewicht liegt mit 219 g im erwarteten Rahmen.
Hohe Schutzklasse nach IP69K
Interessant ist die beim Magic 8 Pro vorliegende Schutzklasse. Honor hat sich für IP69K entschieden, eine besonders hohe Schutzart, die dafür steht, dass ein Gerät vollständig staubdicht (6) und zusätzlich gegen Hochdruck-/Hochtemperatur-Wasserstrahlen (bis ca. 80 °C) aus verschiedenen Winkeln geschützt ist (9K). Im Vergleich dazu steht die niedrigere Schutzklasse IP68 ebenfalls für vollständigen Staubschutz (6), erlaubt aber „nur“ dauerhaftes Untertauchen in Wasser unter vom Hersteller definierten Bedingungen (8), ohne Garantie gegen Hochdruckreinigung wie bei IP69K. IP69 (ohne K) entspricht ebenfalls dem Schutz gegen starke Wasserstrahlen (9), jedoch ohne die speziell definierten Hochdruck-/Heißwasser-Testbedingungen der K-Variante.
OLED-Bildschirm schafft über 4.800 cd/m²
Auf den genanten 6,71 Zoll bringt Honor 1.256 × 2.808 Pixel unter, also eine Zwischenstufe von 1080p zu 1440p. Das ist dennoch weitaus genug für ein scharfes Schriftbild. Honor bewirbt das Smartphone mit extrem hohen Helligkeit von bis zu 6.000 cd/m² (HDR Peak) und 4.000 cd/m² bei einem 20-Prozent-Fenster.
Im Test ließen sich diese Angaben im Rahmen der Messmöglichkeiten bestätigen. 4.284 cd/m² waren in einem 20-Prozent-Fenster möglich, sogar 4.825 cd/m² bei nur 10 Prozent. Die von Honor genannten bis zu 6.000 cd/m² beziehen sich auf sehr kleine Bildbereiche, die vom Messgerät der Redaktion nicht abgedeckt werden können. Die Angabe erscheint in Anbetracht der weiteren Messwerte aber nicht unrealistisch. Weiß im Vollbildmodus kann der OLED-Bildschirm mit bis zu 1.666 cd/m² ausgeben.
Das Standardprofil ist zu bunt
Ab Werk ist der Bildschirm auf das „Lebhaft“-Profil eingestellt, das laut Beschreibung in den Android-Einstellungen ein „verbessertes Display für lebendige Farben“ verspricht. Aus Sicht der Redaktion fällt die Sättigung in diesem Profil aber übertrieben aus, außerdem verstellt Honor die Farbtemperatur für Weiß in den sehr kühlen Bereich von 7.000 Kelvin. Besser schneiden das „Normal“-Profil oder gleich das kalibrierte „Professionell“-Profil ab.
Echtes 3D Face Unlock dank ToF-Sensor
Das OLED-Display versteckt jedoch mehr, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Zum einen setzt Honor auf einen Ultraschall-Fingerabdrucksensor, der besonders schnell reagiert und auch bei Feuchtigkeit auf dem Bildschirm noch funktioniert. Zum anderen ist die kleine „Dynamic Island“ nicht einfach nur eine optische Kopie aktueller Apple-Smartphones. In ihr steckt neben der Selfie-Kamera tatsächlich ein echtes Face-Unlock-System mit einem 3D-Time-of-Flight-Sensor.
Damit wird ähnlich wie bei Apples Face ID ein Tiefenmodell für die Gesichtserkennung genutzt. Ein Infrarot-Projektor sendet entweder kurze Lichtimpulse oder ein Punktmuster auf das Gesicht. Eine Infrarot-Kamera misst im Anschluss, wie lange das Licht braucht, um vom Gesicht des Nutzers zurückzukommen. Diese Methode ist schwerer mit Fotos oder Masken zu täuschen als der 2D-Scan mittels Selfie-Kamera.
Snapdragon 8 Elite Gen 5 im Benchmark
Honor verbaut den Snapdragon 8 Elite Gen 5 im Magic 8 Pro, den Qualcomm für Android-Flaggschiffe des Jahrgangs 2026 vorgesehen hat. Der in 3 nm bei TSMC (N3P) gefertigte Chip setzt sich aus zwei großen und sechs kleineren CPU-Kernen des Typs Oryon 3 zusammen, ein Custom-Design mit der aktuell höchsten Single-Core-Leistung im Android-Segment. Die Kerne kommen in größerer Anzahl auch im Snapdragon X2 (Elite) zum Einsatz.
Damit landet Qualcomm bei der Single-Core-Leistung 18 Prozent vor dem Arm C1-Ultra des Dimensity 9500, 16 Prozent vor dem Vorgänger, 9 Prozent vor dem Apple A18 Pro und 5 Prozent hinter dem Apple A19 Pro. Der Chip liefert auch die höchste Multi-Core-Leistung, jedoch mit hauchdünnem Vorsprung, da der Vorgänger und der Apple A19 Pro praktisch das gleiche Niveau erreichen.
- Geekbench 6.3 – Single-Core Total
- Geekbench 6.3 – Single-Core Integer
- Geekbench 6.3 – Single-Core Floating Point
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Total
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Integer
- Geekbench 6.3 – Multi-Core Floating Point
- Geekbench 6.3 – GPU (Metal/Vulkan)
- JetStream 2.1
- PCMark Work 3.0
- PCMark Storage 2.0
Adreno 840 vs. Mali G1-Ultra MC12
Qualcomms Adreno-Grafikeinheiten sind seit vielen Jahren für ihre hohe Leistung und Effizienz bekannt. Aktuell liefern Arm und MediaTek mit der Mali G1-Ultra MC12 im Dimensity 9500 aber eine teils höhere Leistung. Im 3DMark muss sich Qualcomm mit Ausnahme des „Wild Life“ deshalb stets mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Im Basemark GPUScore: In Vitro bleibt die Krone hingegen im Snapdragon-Lager.
- 3DMark Unlimited – Solar Bay (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Steel Nomad Light (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Wild Life Extreme (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Wild Life (Metal/Vulkan)
- 3DMark Unlimited – Sling Shot Extreme (Metal/OpenGL ES 3.1)
- 3DMark Unlimited – Sling Shot (OpenGL ES 3.0)
- Basemark GPUScore: In Vitro – 1080p, 60% RT
Honor vor Oppo unter Dauerlast
Anders sieht es bei längerfristig benötigter Leistung auf hohem Niveau aus. Unter Dauerlast erzielt der Snapdragon 8 Elite Gen 5 eine rund 20 Prozent (Solar Bay), 12 Prozent (Steel Nomad Light) und 40 Prozent (Wild Life) höhere Leistung als der Dimensity 9500 – zumindest in dieser Einzelbetrachtung von Honor gegen Oppo.
Besser als beide Kandidaten (Arm und Qualcomm) schneidet allerdings der auch mittels Vapor Chamber gekühlte A19 Pro im iPhone 17 Pro Max ab. Und selbst der ältere Snapdragon 8 Elite zeigt im X-Modus des Asus ROG Phone 9 (Test) stabilere Ergebnisse.