Huawei Watch 5 im Test: Smartwatch mit Echtzeitmessung über die Fingerspitze
Die Huawei Watch 5 erhält mit X-Tap einen neuen Gesundheitssensor für die Fingerspitze, der Echtzeitdaten zum Blutsauerstoff, EKG und Arteriensteifigkeit liefert und einen schnellen Gesundheitscheck ermöglicht. Ein Highlight ist aber auch das AMOLED-Display mit gewölbtem Saphirglas. Der Test liefert alle Details.
Mit der Watch 5 startet heute das neue Smartwatch-Flaggschiff von Huawei, das auf einen neuen Sensor für die Gesundheitsmessung über die Fingerspitze am Gehäuse setzt. Den Blutdruck zu messen, bleibt zwar der Huawei Watch D2 (Test) vorbehalten und der neue X-TAP-Sensor der Watch 5 hat eine andere Aufgabe. Aber die Watch 5 soll dennoch den Ansatz der Smartwatch für das persönliche Gesundheitsmanagement neu angehen und in den Vordergrund rücken. Vollgepackt mit neuer Technik wird sie auch das neue Flaggschiff – abseits der Watch Ultimate fürs Tauchen – bleiben, denn eine Watch 5 Pro wird es dieses Mal nicht geben.
Ein Test zu den ebenfalls heute vorgestellten Huawei Watch Fit 4 Pro und Watch Fit 4 Smartwatches erscheint morgen.
Preise und Varianten der Watch 5
Die Watch 5 ist in zwei Größen und verschiedenen Materialien erhältlich. Neben dem 46-mm-Modell ist erstmals auch ein kleineres 42-mm-Modell der Smartwatch verfügbar. Alle Modelle verfügen über ein Uhrenglas aus Saphirglas, ihr Gehäusematerial unterscheidet sich jedoch.
Die Watch 5 46 mm gibt es in Lila, Braun, Silber und Schwarz. Lila, Braun und Silber verfügen über ein Gehäuse aus einer Titanlegierung, das schwarze Modell setzt auf ein 316L Edelstahlgehäuse. Das schwarze Modell ist deshalb auch mit 61 zu 56 Gramm etwas schwerer. Beim 42-mm-Modell kommt hingegen immer ein Edelstahlgehäuse zum Einsatz, allerdings in verschiedenen Ausführungen. Neben zwei Modellen mit 904L Edelstahl, Beige und Sandgold, bietet Huawei auch in dieser Serie zwei Farbvarianten mit 316L Edelstahl an, Weiß und Grün. Laut Huawei bietet das bei zwei Modellen eingesetzte 904L Edelstahl einen besseren Korrosionsschutz und lässt sich glänzender polieren.
Die Watch 5 startet sowohl mit 42 als auch 46 mm ab 449 Euro (UVP), der Preis unterscheidet sich jedoch je nach Modell, Armband und Gehäusematerial. Nachfolgende Tabelle gibt einen genauen Überblick über die Preisgestaltung.
| Modell | Preis | ||
|---|---|---|---|
| Huawei Watch 5 | 46 mm | Schwarz | 449 Euro |
| Lila | 549 Euro | ||
| Braun | 549 Euro | ||
| Silber | 649 Euro | ||
| 42 mm | Beige | 549 Euro | |
| Sandgold | 649 Euro | ||
| Weiß | 449 Euro | ||
| Grün | 449 Euro | ||
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Das kann der neue X-Tap-Sensor
Am rechten Gehäuserand hat Huawei bei der Watch 5 den X-Tap-Gesundheitssensor platziert. Er ist als Ergänzung zum TruSeen-Sensor an der Unterseite der Watch 5 zu sehen, über den bereits am Handgelenk die Vitaldaten gemessen werden. Der entscheidende Vorteil des neuen X-Tap-Sensors an der Außenseite und der Messung über die Fingerspitze sollen in der Geschwindigkeit und Genauigkeit der Messung liegen. Darüber hinaus wird das Thema Gesundheitsmessung durch den sichtbaren Sensor aber auch stärker in den Fokus des Trägers gerückt. Denn einen Aspekt, den Huawei mit der Watch 5 angehen möchte, liegt darin, dass man aus all den erfassten Einzelwerten als Nutzer ein Gesamtbild erhält, damit die Smartwatch nicht, wie bei vielen üblich, nur als besserer Schrittzähler dient. Ziel ist es, Quantität und Qualität der erfassten Daten zu verbessern.
EKG und SpO2 jederzeit griffbereit
Über den Sensor kann ein EKG erstellt und der Blutsauerstoffgehalt gemessen werden. Der Sensor ist zudem in 10 Stufen druckempfindlich, wodurch er den Nutzer bei der Messung darauf hinweisen kann, dass er stärker oder schwächer drücken soll, um die Signalqualität zu verbessern.
Während der Blutsauerstoffgehalt sonst immer nur im Hintergrund und oft nur in der Nacht über das Handgelenk gemessen wird, kann er nun jederzeit durch das Auflegen des Fingers über den X-Tap-Sensor gemessen werden und das kontinuierlich solange man den Finger auf dem Sensor lässt und nicht nur mit einem einmaligen Wert. Auch medizinisch genutzte Pulsoximeter messen den Blutsauerstoffgehalt über die Fingerspitze, da die Haut an dieser Stelle dünner ist, keine Haare die Messung beeinflussen, die Melaninkonzentration geringer und die Gefäßverteilung dichter ist, was die Messung insgesamt deutlich genauer macht. Über den Sensor kann man die Blutsauerstoffsättigung nun schlicht immer dann messen, wenn man den Wert gerade benötigt.
Health Glance: 10 Werte in 60 Sekunden
Um nicht nur Einzelwerte isoliert darzustellen, rückt Huawei mit der Watch 5 auch das mit der Watch 4 gestartete Health Glance wieder in den Fokus. Hält man den X-Tap-Sensor drei Sekunden lang gedrückt, werden zehn Gesundheitswerte in rund 60 Sekunden erfasst und dem Nutzer anschließend mitgeteilt, ob und wie viele der gemessenen Vitaldaten in Ordnung sind. Die Messung beinhaltet auch das gezielte Atmen und Husten, wobei dieser Schritt übersprungen werden kann, wenn er in der Umgebung gerade nicht passend ist. Über diese, jederzeit einfach mit der Fingerspitze aktivierbare Messung, soll man genau dann, wenn man es braucht, beispielsweise nach dem Sport, bei Stress oder bei Unwohlsein, einen schnellen Gesundheitscheck machen können. Für diese Messung kommt nicht nur der X-Tap-Sensor zum Einsatz, sondern es handelt sich um eine kombinierte Messung aller Sensoren der Uhr.
| Gesundheitsindikator | Huawei Watch 4 | Huawei Watch 4 Pro Space Edition | Huawei Watch 5 |
|---|---|---|---|
| Durchschnittliche Herzfrequenz | Ja | ||
| Herzfrequenzvariabilität | Nein | Ja | |
| Blutsauerstoffsättigung | Ja | ||
| Hauttemperatur | Ja | ||
| Stress | Ja | ||
| Emotional Wellbeing | Nein | Ja (nach Update) | |
| EKG | Ja | ||
| Erkennung der Arteriensteifigkeit | Ja | ||
| Überblick über die Atemwege | Ja | ||
| Schlafatmung | Nein | Ja | |
Zum Start sind neun der zehn Messungen in Deutschland verfügbar, die Anzeige des Emotional Wellbeing folgt in Europa erst später. Alle Daten lassen sich mit den Health-Diensten von Apple und Google synchronisieren.
In China kann die Watch 5 im Rahmen einer Studie auch den Blutdruck messen. Ob oder wann diese Funktion nach Deutschland kommt, ist nicht bekannt.
Möchte man nicht alle Messungen durchführen, kann man den Sensor auch nutzen, indem man über die Watch 5 die Apps für die Messung des Blutsauerstoffs, der Arteriensteifigkeit und das EKG aufruft. Dann lassen sich nur diese Messungen und Werte durch das Auflegen des Fingers erfassen. Diese drei Messungen lassen sich in Echtzeit über den Sensor erfassen.
Health Insights: Aus Einzelwerten wird eine Gesundheitsübersicht
Um eine Veränderung der Daten und Tendenzen zu erkennen, bietet Huawei Health Insights (Gesundheitseinblicke) an. Es zeigt Veränderungen in den Bereichen Sportgesundheit, Schlaf, Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems, Stress, Schritte, aktive Kalorien, aktive Stunden und Trainingsdauer an. Alle über die Sensoren erfassten Daten werden in tägliche, wöchentliche, monatliche und jährliche Einblicke und Trends zusammengefasst. Zudem wird eine Kreuzanalyse der symbiotischen Beziehungen zwischen verschiedenen Datenkategorien durchgeführt, um den Nutzern zu helfen, besser zu verstehen, warum diese Veränderungen in ihrem Wohlbefinden aufgetreten sind. Beispielsweise, dass sich der festgestellte, erhöhte Stress auf die Herzfrequenzvariabilität (HRV) auswirken kann, oder eine fallende HRV durch zu wenig Schlaf und zu wenig Training entstanden sein kann.
Die Daten sind sowohl direkt auf der Watch 5 als auch in der Health-App auf dem Smartphone abrufbar.
Die Health Insights sollen dem Nutzer also dabei helfen, die einzelnen Werte und ihre Zusammenhänge besser zu verstehen. Denn selbst wenn man auf seine Gesundheit achtet, ist ein einzeln betrachteter Wert wenig aussagekräftig.
X-Tap-Sensor für Spiele
Da der Sensor druckempfindlich ist, kann er auch zur Steuerung von Spielen auf der Smartwatch genutzt werden. So lässt sich beispielsweise das Springen einer Spielfigur über den Sensor steuern.
Durch den X-Tap-Sensor ist das Gehäuse der Watch 5 auch nicht perfekt rund, sondern an der rechten Seite leicht nach außen gestellt.
Sehr helles Display mit schmalem Rand
Beim Display setzt Huawei auf ein LTPO-2.0-AMOLED mit einer maximalen Helligkeit von 3.000 cd/m² und dynamischer Bildwiederholfrequenz. Die hohe Spitzenhelligkeit sieht man der Watch 5 auch im Alltag an, denn auch bei direkter Sonneneinstrahlung lässt sich das Display problemlos ablesen und bietet weiterhin sehr gute Farben und Kontraste. Die Ränder um das Display haben sich bei der Watch 5 im Vergleich zur Watch 4 Pro abermals verkleinert. Beträgt er bei der Watch 4 Pro noch 3,24 mm, ist er nun nur noch 2,2 mm breit.
Die 1,5 (46 mm) oder 1,38 (42 mm) Zoll großen AMOLED-Displays lösen immer mit 466 × 466 Pixeln auf, was zu einer scharfen Darstellung mit rund 310 und 338 ppi führt.
Auch die Watch 5 eignet sich wieder für das Freitauchen bis 40 Meter Tiefe. Und auch eine Sturzerkennung mit automatischem Notruf wird von der Watch 5 geboten.
Gewölbtes Saphirglas macht einen Unterschied
Eine vermeintlich kleine, unscheinbare Änderung betrifft das Saphirglas über dem Display der Watch 5, denn Huawei setzt nicht mehr auf ein flaches Glas, sondern nutzt ein konvexes Saphirglas. Diese Wölbung des Glases nach außen hat rein ästhetische Gründe, führt aber dazu, dass die Watch 5 sehr viel mehr nach Uhr aussieht als viele andere Smartwatches. Und es fällt im Alltag sogar sofort auf. Tatsächlich war es dieser Aspekt, der in den letzten zwei Wochen des Tests von mehreren externen Personen sofort bemerkt und angesprochen wurde. Sowohl das kleinere als auch das größere Modell bieten dieses sphärische Saphirglas.
Gestensteuerung zur Interaktion
Die Watch 5 bietet neben der Krone, dem X-Tap-Sensor und der unteren Taste für das schnelle Aufrufen von Trainingsmodi und Gesundheitsmessungen auch eine Gestensteuerung über den Daumen und Zeigefinger der Hand, an deren Handgelenk sie getragen wird. Sie unterscheidet zwei Gesten: Das doppelte Tippen und das doppelte Wischen. Doppeltes Tippen also das schnelle Zusammenkneifen von Daumen und Zeigefinger, kann genutzt werden, um eine Aktion auf der Watch 5 zu bestätigen. Doppeltes Wischen, also das Wischen des Daumens entlang des Zeigefingers zur Fingerspitze, dienst hingegen zur Navigation in Menüs und dem Auswählen der richtigen Schaltfläche. So lassen sich beispielsweise einhändig Anrufe auf der Watch 5 annehmen oder abweisen. Derzeit werden die Apps Telefon, Wecker, Musik und Fernauslöser der Kamera von den Gesten unterstützt. Im Alltag funktioniert die Gestensteuerung gut, wenn man die Aktionen klar ausführt. Beim doppelten Tippen darf also nicht zu zaghaft getippt werden, damit die Bestätigung auch umgesetzt wird. Relevant ist die Gestensteuerung im Alltag beim Annehmen von Telefonaten und beim schnellen Deaktivieren von Weckern, sofern man dies über die Smartwatch nutzt.
Neue Aufnahme für Armbänder
Ebenfalls geändert hat sich die Aufnahme für die Armbänder. Zwar lassen sich weiter 22 mm breite Armbänder (18 mm beim 42-mm-Modell) mit Stift einsetzen, wer jedoch bereits beispielsweise eine Huawei Watch GT 5 (Test) besitzt und das Armband weiter nutzen möchte, wird enttäuscht. Um die Smartwatch dünner machen zu können, musste die Aufnahme minimal verändert werden, so dass alte Armbänder nicht mehr passen.
eSIM, WLAN, Bluetooth und NFC
Die Watch 5 bietet wieder die Option, eine eSIM auf sie zu übertragen, um sie autark vom Smartphone nutzen zu können. Ihr kann dabei eine eigene Nummer oder eine Multi-SIM vom Smartphone zugewiesen werden. Dann können mit ihr auch ohne verbundenes Smartphone jederzeit alle Funktionen genutzt und telefoniert werden. Dafür bietet die Watch 5 sowohl ein Mikrofon als auch einen Lautsprecher.
Zuhause kann die Smartwatch auch direkt ins WLAN eingebunden werden, wobei Wi-Fi 6 mit 2,4 und 5 GHz unterstützt wird. Für die direkte Verbindung zum Smartphone wird auf Bluetooth 5.2 zurückgegriffen.
NFC lässt sich über die Quicko-Wallet-App unter Android auch zum mobilen Bezahlen über die Watch 5 einsetzen. Zum Testzeitpunkt war diese Funktion in der Beta allerdings noch nicht gegeben, sie soll zum Verkaufsstart jedoch über ein Update folgen. Quicko lässt sich seit dem Frühjahr bereits mit Modellen wie der GT 5 Pro verknüpfen und als Zahlungsdienstleister einsetzen. Zu beachten ist dabei, dass es sich um eine Prepaid-Lösung handelt, bei der man die Quicko Wallet mit ausreichend Geld aufladen muss, um über die bezahlen zu können.
Mehrere Tage Akkulaufzeit
Huawei gibt die Akkulaufzeit im Standardmodus für das 46-mm-Modell mit bis zu 4,5 Tagen an, wenn kein Always-On-Display genutzt wird. Ist dies aktiv, sollen 3 Tage erreicht werden. Beim kleineren 42-mm-Modell sind es wegen des kleineren Akkus 3 Tage ohne und 2 Tage mit Always-On-Display. Im Energiesparmodus, der sich jederzeit schnell aktivieren und deaktivieren lässt, sollen bis zu 11 Tage (7 Tage bei 42 mm) erreicht werden. Im Energiesparmodus wird aber nicht nur der X-Tap-Sensor deaktiviert, sondern auch Wi-Fi, Bluetooth und eSIM-Anrufe sowie die Gestensteuerung und Petal Maps.
Im Test hielt die Huawei Watch 5 (46 mm) fast 3,5 Tage durch, wobei das Always-On-Display und alle Gesundheitsfunktionen aktiviert waren und mehrmals täglich der X-Tap-Sensor genutzt wurde.
Geladen wird die Smartwatch mit einem kabellosen Ladepad (Modell CW05) über die Rückseite, das über USB A mit einem Netzteil verbunden werden muss. Die Orientierung des kabellosen Ladepads ohne Pins ist irrelevant, was die Handhabung im Alltag erleichtert. Im Vergleich zu früheren Ladepads (CW03) hat Huawei die Leistung und das Design verbessert. Das Gehäuse ist nun aus Aluminium und rund 1 mm kleiner. Aufgrund der veränderten Ladetechnik konnte die Watch 5 im Test nicht mit dem Ladepad der Watch 5 GT Pro geladen werden.
Aktivitäten und Fitness
Natürlich bietet die Watch 5 auch alle bereits von anderen Modellen bekannten Sportmodi, mit denen sich die körperliche Aktivität während des Trainings aufzeichnen und in Echtzeit auf dem Zifferblatt verfolgen lässt. Mehr als 100 verschiedene Sportarten werden unterstützt, die sowohl viele Outdoor- als auch Indoor-Aktivitäten beinhalten. Online- und Offline-Maps auf der Watch 5 können das Training unterstützen.
Aktiviert man die Watch 5 beispielsweise beim Wandern, lassen sich anschießend nicht nur umfangreiche Daten zur zurückgelegten Strecke, der Herzfrequenz, dem Tempo und den Höhenmetern einsehen, sondern eine Kartenansicht zeigt auch den zurückgelegten Weg und eine dynamische Verfolgung zeigt den Weg und etwaige Pausen in einer Satellitenaufnahme mit eingeblendetem Höhenprofil.
Dank Dual-Band-GPS fiel die Ortung über die Watch 5 im Test sehr genau aus. Selbst kleine Abweichungen auf dem Weg werden protokolliert.
Erneut Mangelware ist die Unterstützung von Drittanbieter-Apps direkt auf der Watch 5. Ist man von Wear OS auf Android-Smartwatches oder watchOS auf der Apple Watch eine breite Unterstützung gewohnt, so ist dies bei HarmonyOS aufgrund der US-Sanktionen nicht gegeben. Die meisten in der AppGallery verfügbaren Apps benötigt man nicht, lediglich ein paar Apps zur Navigation oder die Drittanbieter-App, die doch noch eine Verknüpfung mit Spotify ermöglicht, sind relevant. Die Watch 5 lässt sich zwar mit Strava und Komoot zum Synchronisieren der Daten verknüpfen, die Apps selbst sind aber nicht als solche auf der Uhr verfügbar. Dies ändert aber nichts daran, dass die Benachrichtigungen der jeweiligen Apps vom Smartphone ungehindert auf der Uhr angezeigt werden.
Technischen Daten der Watch 5 im Vergleich
| Huawei Watch 5 | Huawei Watch GT 5 Pro | Samsung Galaxy Watch 7 | |
|---|---|---|---|
| Material | 46 mm: Titan, Edelstahl 42 mm: Edelstahl |
46 mm: Titan 42 mm: Keramik |
Aluminium |
| Schutzart | 5 ATM, Freitauchen | 5 ATM, IP69K | IPX8, MIL-STD-810H |
| Farben | 46 mm: Schwarz, Silber, Lila, Braun 42 mm: Weiß, Grün, Sandgold, Beige |
Schwarz, Titan, Weiß | Green (40 & 44 mm), Cream (40 mm), Silver (44 mm) |
| Größe | 42 mm, 46 mm | 40 mm, 44 mm | |
| Abmessungen | 46 mm: 46 × 46 × 11,3 mm 42 mm: 42 × 42 × 10,5 mm |
42 mm: 42,49 × 42,49 × 9,6 mm 46 mm: 46,3 × 46,3 × 10,9 mm |
40 mm: 40,4 × 40,4 × 9,7 mm 44 mm: 44,4 × 44,4 × 9,7 mm |
| Gewicht | 46 mm: 56 g (61 g, Schwarz) 42 mm: 50 g (48 g, Weiß) |
42 mm: 43 g 46 mm: 53 g |
40 mm: 28,8 g 44 mm: 33,8 g |
| Display | 46 mm: 1,5", AMOLED, 466 × 466 42 mm: 1,38" AMOLED, 466 × 466 |
41/42 mm: 1,32", OLED, 466 × 466 46 mm: 1,43", OLED, 466 × 466 |
40 mm: 1,3", OLED, 432 × 432 44 mm: 1,5", OLED, 480 × 480 |
| Prozessor | k. A. | Samsung Exynos W1000 | |
| RAM | k. A. | 2 GB LPDDR4 | |
| Speicher | k. A. | 32 GB (21,1 GB frei) | |
| Konnektivität | Wi-Fi 6 (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 5.2, NFC, Dual-Band-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo und QZSS | Bluetooth 5.2, NFC, Dual-Band-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo und QZSS | Wi-Fi 4, Bluetooth 5.3, Dual-GPS (L1+L5), GLONASS, BeiDou, Galileo |
| Mobilfunk | LTE | Nein | LTE (optional) |
| Akku | 46 mm: 867 mAh 42 mm: 540 mAh |
41/42 mm: 323 mAh 46 mm: 524 mAh |
40 mm: 300 mAh 44 mm: 425 mAh |
| Laden | Wireless Charging | ||
| Betriebssystem | HarmonyOS 5.1 | HarmonyOS 5.0 | Google Wear OS 5.0 mit One UI Watch 6.0 |
| Sensorik | X-Tap-Sensor, TruSeen, optische Herzfrequenz, Temperatur, SpO2, Beschleunigungssensor, Barometer, Gyrosensor, Magnetometer, Lichtsensor, EKG, Tiefensensor | TruSeen 6.0, optische Herzfrequenz, Temperatur, SpO2, Beschleunigungssensor, Barometer, Gyrosensor, Magnetometer, Lichtsensor | BioActive-Sensor: Blutdruck-Messung, optische Herzfrequenz, elektrisches Herzsignal, bioelektrische Impedanzanalyse, Temperatur, Beschleunigungssensor, Barometer, Gyrosensor, Magnetometer, Lichtsensor |
| Kompatibilität | ab Android 9.0 und iOS 13.0 | ab Android 8.0 und iOS 13.0 | ab Android 11 |
| Preis | 46 mm: ab 449 Euro 42 mm: ab 449 Euro |
42 mm: ab 309 Euro 46 mm: ab 219 Euro |
40 mm: ab 169 Euro (BT) 40 mm: ab 199 Euro (LTE) 44 mm: ab 169 Euro (BT) 44 mm: ab 190 Euro (LTE) |
Bei der Technik im Inneren hält sich Huawei wie immer bedeckt und verrät weder SoC noch Speicherausstattung. Bekannt ist nur, dass der Prozessor der Watch 5 leistungsfähiger ist als etwa bei der Watch GT 5, da dies für Offline-Karten und Navigation auf der Uhr erforderlich ist. Im Alltag lässt es sich jederzeit problemlos und flüssig durch die Menüs und Apps navigieren und man hat zu keiner Zeit den Eindruck, dass die Watch 5 über zu wenig Leistung verfügt.
Fazit
Mit dem neuen Sensor, der zwar per se keine neuen Gesundheitsdaten liefert, diese aber in Echtzeit schneller und jederzeit sofort abrufbar macht, rückt die Watch 5 die Gesundheitsanalayse tatsächlich stärker in den Fokus. 10 Werte über Health Glance in kurzer Zeit durch eine gebündelte Messung abzurufen und so quasi jederzeit einen kleinen Gesundheitscheck machen zu können, ist ein Novum. Zum tatsächlichen Nutzen trägt auch die Auswertung Health Insights bei, durch die man nicht mehr nur einen Wert isoliert betrachtet, sondern die Zusammenhänge und das Wechselspiel verschiedener Faktoren sieht und lernt. Das kann sehr viel Wert sein und ist tatsächlich etwas, was etliche andere Smartwatches vermissen lassen. Huawei ist in diesem Bereich auch der Apple Watch 10 (Test) deutlich überlegen, die weniger Daten nur einzeln erfasst. Die Watch 5 beweist zudem einmal mehr, dass Huawei auch bei der Genauigkeit der Messwerte überzeugt.
Den X-Tap-Sensor zusätzlich zum TruSense-Sensor an der Unterseite regelmäßig einzusetzen, um einen schnellen Überblick zu erhalten oder in Stress- oder Ausnahmesituationen seine Werte wie die Blutsauerstoffsättigung sofort abzurufen, ist durchaus sinnvoll. Da er aber eben nicht an der Unterseite sitzt, muss der Nutzer dies eben auch tun und seine Nutzung verinnerlichen. Tut man das nicht, verkommt er zu einem ungenutzten Extra an der Uhr.
Doch auch abseits der Gesundheitsanalyse hat die Watch 5 einiges zu bieten. Die Verarbeitung ist wie von Huawei gewohnt erneut hervorragend. Das AMOLED-Display ist extrem hell, kontrastreich und farbenfroh. Und das kleine Detail, nämlich dass das Saphirglas gewölbt ist, macht dabei fast den größten Effekt aus, dass die Watch 5 viel mehr hochwertige Uhr ist als andere Smartwatches.
Mit eSIM, WLAN und NFC bietet die Watch 5 auch sonst technisch das, was man von einer High-End-Smartwatch erwarten darf und schafft es trotz all dieser Funktionen, mehr als nur einen Tag Akkulaufzeit zu bieten. Fast 4 Tage sind, wenn man 1 Tag gewohnt ist, schon deutlich angenehmer. Und wie immer lobenswert ist, dass die Watch 5 sowohl mit Android als auch iOS funktioniert und Huawei auch keine zusätzlichen Einschränkungen schafft, die nicht von Apples Restriktionen vorgegeben sind.
Bei der Unterstützung von Drittanbieter-Apps muss man im Vergleich zu Wear OS und WatchOS deutliche Abstriche machen, keine Frage. Allerdings investiert Huawei viel, um viel Funktionalität direkt selbst auf die Smartwatch zu bringen. Ob dieser Punkt ausschlaggebend ist, hängt insbesondere davon ab, ob man bereits durch eine andere Smartwatch so an eine App gebunden ist, dass man sie auch künftig auf keinen Fall auf der Smartwatch missen möchte.
Wer eine runde Smartwatch vollgepackt mit (Gesundheits-)Funktionen und hervorragender Technik sucht, sollte die Huawei Watch 5 definitiv auf der Liste haben.
- Hervorragendes AMOLED-Display
- X-Tap-Sensor für Echtzeitmessung (EKG, SpO2, Arteriensteifigkeit)
- Zusammenhänge in den Gesundheitseinblicken
- eSIM
- Wi-Fi 6
- Präzises Dual-Band-GPS
- Gute Akkulaufzeit
- SpO2-Messung
- EKG, Herzfrequenz, arterielle Steifigkeit
- Temperatursensor
- Schlafanalyse
- Genaue Gesundheitswerte
- Hervorragende Verarbeitungsqualität
- Armband auswechselbar (22 mm)
- Telefonie und Musik über die Smartwatch
- Flüssiges HarmonyOS 5.1
- Gute App
- Kaum Drittanbieter-Apps
- Kein NFC-Payment mit iPhone
ComputerBase hat die Watch 5 leihweise unter NDA von Huawei zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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