Google Stitch: KI-Tool zur Erstellung von UI-Designs vorgestellt
Google hat am ersten Tag seiner Entwicklerkonferenz I/O 2025 bereits zahlreiche Neuerungen rund um seine aktuelle KI-Strategie mit Gemini vorgestellt. Etwas untergegangen ist dabei ein neuer Assistent, der aus Texteingaben Benutzeroberflächen samt dem benötigten Code erstellen können soll.
„AI for your UI“
Das neue KI-Modul soll es ermöglichen, durch derzeit nur englischsprachige Texteingaben vollständige und auch komplexe Bedienoberflächen zu erstellen, was insbesondere auch Anwendern ohne umfassende Vorkenntnisse zu einem ansprechenden UI-Design verhelfen soll. Darüber hinaus verspricht Google, dass auch bestehende Designs oder vorhandener Code durch das neue Werkzeug optimiert werden können. Zum Einsatz kommt dabei die multimodale Fähigkeit von Gemini 2.5 Pro, mit der ein flüssigerer und integrierter Workflow zwischen Design und Entwicklung realisiert werden soll.
Meet Stitch by @GoogleLabs, the easiest and fastest product to generate great designs and UIs. 🧵https://t.co/xYj6Gyi5NS pic.twitter.com/zdmtl3okH5
— Stitch by Google (@stitchbygoogle) May 20, 2025
Prompt oben rein, Design unten raus
Nutzer haben bei Stitch die Möglichkeit, zunächst ein allgemeines Design erstellen zu lassen, indem sie Aussehen, Formen, Farben und weitere Details wie beispielsweise den gewünschten Stil oder funktionale Anforderungen beschreiben. Bereits vorhandene Skizzen oder Entwürfe können in digitaler Form an das System weitergegeben werden, wobei diese erkannt und in die Gestaltung einbezogen werden. Laut Google sollen auch häufige Änderungen oder das Testen unterschiedlicher Ideen, wie sie beim Gestalten üblich sind, kein Hindernis darstellen – im Gegenteil: Stitch sei laut dem Unternehmen darauf ausgelegt, zum Experimentieren und Herumspielen einzuladen.
Code weiterleiten oder exportieren
Ist der Anwender mit einem Design zufrieden, eröffnen sich für diesen weitere Optionen: So kann der Entwurf direkt an die bei Design- und Entwicklungsteams beliebte kollaborative Software zum Erstellen von Prototypen im Bereich von UX- und UI-Designs Figma weitergeleitet und dort weiterbearbeitet werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den zugehörigen Code zu exportieren. Stitch soll dabei funktionalen, gut strukturierten und sauberen statischen HTML-Code generieren, der voll funktionsfähig sei und daher unmittelbar als Benutzeroberfläche einsatzbereit ist.
Öffentliche Testphase
Stitch befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase, kann jedoch bereits öffentlich getestet werden. Zwar wird bislang nur Englisch als Eingabesprache unterstützt, dafür ist das Tool bereits in 212 Ländern für Personen ab 18 Jahren zugänglich. Laut Google unterliegt die Nutzung aktuell noch gewissen Einschränkungen: Nutzer erhalten monatlich ein Kontingent von 350 Generierungen im Flash-Modus sowie 50 im experimentellen Modus. Sind diese aufgebraucht, sind weitere Erstellungen erst im nächsten Monat möglich. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass auch Stitch künftig Teil des Abo-Angebots von Gemini wird, wodurch die derzeitigen Limitierungen entweder wegfallen oder zumindest großzügiger gestaltet werden.
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