OpenAI-CEO: Darüber hat Sam Altman an der TU Berlin gesprochen

Update Frank Hüber
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OpenAI-CEO: Darüber hat Sam Altman an der TU Berlin gesprochen
Bild: TU Berlin

OpenAI-CEO Sam Altman ist derzeit in Deutschland, verkündet die Eröffnung der ersten Büros des Unternehmens in München und ist heute an der TU Berlin zu einer Podiumsdiskussion. Interessierte können diese in einem Livestream der TU Berlin verfolgen.

Sam Altman an der TU Berlin

In der heutigen Podiumsdiskussion, die von 12:30 bis 13:30 Uhr geplant ist und von der Technische Universität Berlin, OpenAI und dem Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD) durchgeführt wird, werden die Auswirkungen von KI auf Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft beleuchtet. Die Podiumsdiskussion beschäftigt sich mit den folgenden Fragestellungen: Worauf müssen sich Studenten, Wissenschaftler und Politiker im Zeitalter der KI einstellen? Welche Chancen bietet diese transformative Technologie? Welche Risiken müssen ebenfalls bedacht werden? Welche Voraussetzungen müssen wir schaffen, damit KI der Gesellschaft zugutekommt?

Neben Sam Altman, Mitgründer und CEO von OpenAI, sitzen Prof. Dr. Fatma Deniz, Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit an der TU Berlin, Prof. Dr. Volker Markl, Co-Direktor von BIFOLD und Leiter des Fachgebietes Datenbanken und Informationssysteme an der TU Berlin, und Nicole Büttner, Mitgründerin und CEO von Merantix Momentum auf dem Podium.

An der Podiumsdiskussion können auch Studenten der TU Berlin teilnehmen, die rund 1.000 Plätze waren sofort vergeben und die Warteliste umfasst Informationen von ComputerBase zufolge derzeit etliche tausend Einträge.

Erstes OpenAI-Büro in München

Gleichzeitig gab OpenAI gestern bekannt, dass man in München sein erstes Deutschland-Büro eröffnen werde. Wann genau und wo genau, ist zwar noch nicht bekannt, das Unternehmen plane aber schon bald erste Stellen zu besetzen. Neben der lokalen Vermarktung der Produkte in Deutschland sollen auch Stellen für die Regierungsbeziehungen und Kommunikation besetzt werden. Man wolle mit dem ersten Büro in Deutschland mehr Menschen, Unternehmen und Institutionen unterstützen, von der transformativen Technologie von OpenAI zu profitieren, so Sam Altman.

In anderen europäischen Städten wie Brüssel, London, Dublin und Paris verfügt OpenAI bereits über Büros.

Den Deutschlandbesuch von Sam Altman nutzte das Unternehmen auch, um etwas zur Nutzung von ChatGPT in Deutschland zu verraten. Demnach habe sich die Zahl der Nutzer von ChatGPT in Deutschland im letzten Jahr verdreifacht – genaue Zahlen bleibt OpenAI aber auch hier schuldig.

Update

Altman würde europäisches Stargate begrüßen

Wer die Podiumsdiskussion mit OpenAI-CEO Sam Altman nicht live verfolgen konnte, kann diese inzwischen auch als Aufnahme im obigen Player wiedergeben. In der Runde sprach Altman nicht nur darüber, dass er ein europäisches Stargate begrüßen würde, sondern stellte auch enorme Leistungssprünge, die AI und ChatGPT in den nächsten zwei Jahren vollziehen werden, in Aussicht. Er selbst glaube nicht, intelligenter als GPT-5 zu sein, antwortete er auf die Frage, wer aus dem Publikum dies glaube – es reckten sich nur wenige Hände in die Höhe.

Energie- und Klimaprobleme mit AI lösen

Auf die Thematik des hohen Energieverbrauchs Künstlicher Intelligenz angesprochen, zeigte er sich überzeugt davon, dass AI auch das globale Problem ausreichender sauberer Energie lösen können werde, mittels Kernfusion. Das sei das Versprechen von AI. Die Welt stehe vor erheblichen Problemen, wenn man keine neuen wissenschaftlichen Lösungen für die Klimaprobleme entwickle, worin die Menschheit in der Vergangenheit ohne AI alleine jedoch versagt habe. Deshalb solle man es mit AI versuchen. Hierfür erntete Altman viel Applaus.

Und schon jetzt sei die Effizienz für die Beantwortung einer einzelnen Anfrage durch Nutzer sehr hoch. Man solle zudem weniger den absoluten Energieverbrauch sehen, sondern ihn in Relation zum Nutzen der Technologie heute und in Zukunft betrachten.

Podiumsdiskussion mit OpenAI-CEO Sam Altman an der TU Berlin
Podiumsdiskussion mit OpenAI-CEO Sam Altman an der TU Berlin (Bild: TU Berlin)

Deutschland, Europa und der AI Act

Sam Altmans Aussage, dass man sich an den European AI Act und geltende Gesetze halten werde, sorgte zwar für Gelächter im Publikum, er stellte jedoch auch klar, dass Einschränkungen nicht ausgeschlossen seien, wenn rechtlich erforderlich. Ein starkes Europa halte er jedoch für wichtig. Prof. Dr. Volker Markl und Nicole Büttner wiesen in diesem Zusammenhang auf die große Bedeutung der Zugänglichkeit der Technologie auch in Europa hin. Deutschland sei für OpenAI nicht nur der größte europäische Markt, sondern auch weltweit in der Top 5, so Altman.

Kritische Fragen zum Thema AI blieben in der Diskussionsrunde so gut wie unberücksichtigt und nur sehr oberflächlich. Aber auch von einer zuvor angekündigte Protestaktion von Studenten war schlussendlich nichts zu sehen.

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