Messenger: Microsoft hat Skype abgeschaltet und empfiehlt Teams
Microsoft hat den Messenger-Dienst Skype zum heutigen 5. Mai 2025 wie angekündigt abgeschaltet. Damit endet nach 21 Jahren die Geschichte einer der prägenden Kommunikationsanwendungen des frühen Internets. Nutzer sollen auf Microsoft Teams wechseln, das bereits in den vergangenen Jahren zum Fokus des Unternehmens wurde.
Skype ist Geschichte
Ein Hinweis im Quellcode der Skype-App hatte bereits Ende Februar die Abschaltung angedeutet. Microsoft bestätigte daraufhin offiziell, dass Skype am 5. Mai 2025 deaktiviert wird. Bis zuletzt konnten Bestandsnutzer den Dienst wie gewohnt verwenden. Aber schon seit Ende Februar und auch heute empfiehlt Microsoft Skype-Nutzern den Umstieg auf die kostenlose Version von Microsoft Teams. Der Dienst soll künftig die zentrale Plattform für Messaging, Sprach- und Videoanrufe bilden – sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Kontext.
Eine automatische Datenübernahme findet laut Microsoft statt, wenn sich Nutzer mit ihrem Skype-Konto bei Teams anmelden. Kontakte und Chatverläufe sollen dann innerhalb weniger Minuten synchronisiert werden. Alternativ steht ein Export-Tool zur lokalen Sicherung bereit. Möglich ist das bis Januar 2026, danach werden die Skype-Daten permanent gelöscht.
Die Vermarktung kostenpflichtiger Skype-Angebote wie Guthaben und Abonnements hat Microsoft schon vor einigen Wochen ausgesetzt. Die Telefonfunktion mit eigener Nummer, über die auch klassische Mobilfunk- und Festnetznummern erreichbar waren, wird in Teams nicht weitergeführt. Auch die in Microsoft-365-Abos enthaltenen 60 Freiminuten pro Monat für Skype-Telefonate entfallen – allerdings erst ab März 2026. Skype for Business bleibt von der Umstellung allerdings vorerst unberührt.
21 Jahre Skype
Skype wurde im Jahr 2003 in Skandinavien gegründet und ermöglichte als einer der ersten Dienste kostenlose Sprach- und später auch Videoanrufe über das Internet. Nach einer 3,1 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme durch eBay und einer Zwischenstation bei der Investmentgesellschaft Silver Lake erwarb Microsoft den Dienst 2011 für rund 8,5 Milliarden US-Dollar. Unter Windows 10 wurde Skype zunächst tief integriert, verlor jedoch nach dem Start von Microsoft Teams im Jahr 2017 zunehmend an Relevanz. Im selben Jahr änderte Microsoft die Architektur von Skype, das bis dahin auf einem Peer-to-Peer-Netzwerk basierte, grundlegend und nutze fortan die eigene Azure-Plattform und eine zentralisierte Architektur.
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Ja, noch bis zuletzt.
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Ja, früher einmal; das ist viele Jahre her.
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Nein, nie.
Aber das und auch die Integration von Copilot und der Verzicht auf Werbung konnten an der schwindenden Relevanz des Dienstes im letzten Jahr nichts mehr ändern. Während der Dienst in seinen besten Zeiten mehrere hundert Millionen monatlich aktive Nutzer zählte, wurden zuletzt noch rund 36 Millionen aktive Nutzer gezählt – die letzte offizielle Zahl aus dem Jahr 2023. Neben Teams, das ironischerweise auf Basis von Skype entwickelt wurde, haben inzwischen Apps wie Slack, Zoom oder auch Discord die Position des Messengers übernommen, sodass nach dem Ende von ICQ im Jahr 2024 jetzt ein weiteres Urgestein eingestellt wurde.
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