Mistral AI vs. GPT Builder: Le Chat erhält neue und leistungsfähigere Agenten

Michael Schäfer
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Mistral AI vs. GPT Builder: Le Chat erhält neue und leistungsfähigere Agenten
Bild: Mistral

Mistral AI baut die Möglichkeiten seines Chatbots aus und erweitert diesen um neue Agenten-Funktionen, welche die bisher eher begrenzte Agenten-Builder-Schnittstelle ersetzen sollen und es ermöglichen, autonome Agenten mit einem intuitiveren sowie robusteren Setup zu erstellen und individuell anzupassen.

Ziel der Entwickler ist es dabei, zum GPT Builder von OpenAI aufzuschließen, wobei sich die Lösung des französischen Unternehmens in vielen Bereichen durch abweichende Design-Entscheidungen und Systemintegrationen insbesondere hinsichtlich Geschwindigkeit und Zugänglichkeit von bestehenden Systemen unterscheiden soll.

Neue Agenten mit verschiedenen Verhaltensweisen

Über die neue Registerkarte „Agenten“ können Nutzer nun entweder einen neuen Helfer anlegen oder bestehende durchsuchen, jeder Agent lässt sich zudem über grundlegende Felder wie Name, Beschreibung und Verhaltensanweisungen konfigurieren. Dazu zählen auch negative Aufforderungen, die helfen sollen, unerwünschte Verhaltensausgaben zu vermeiden, ebenso wie vordefinierte oder benutzerdefinierte Toneinstellungen. Zusätzlich kann nun genau festgelegt werden, wie ein Agent auf bestimmte Nutzereingaben zu reagieren hat.

Darüber hinaus wurde der Zugriff auf Werkzeuge und Dienste überarbeitet. Agenten können nun gezielt Berechtigungen für die Web-Suche, Bilderzeugung oder Code-Ausführung erhalten. Auch die Integration mit Gmail sowie dem Google-Kalender ist möglich. Dies sind jedoch nicht die einzigen Neuerungen, die das erweiterte Agentensystem bereithält: Neben Bibliotheken unterstützt Mistral nun auch modulare Logikkomponenten, die direkt in Agenten eingebunden werden können.

Schneller als die Konkurrenz

Mit den neuen Funktionen strebt Mistral in erster Linie eine bessere Leistung und vor allem geringere Latenzzeiten an, durch die sich das Unternehmen von der Konkurrenz abheben will – was laut eigenen Angaben bereits in Teilen gelungen ist: Im Vergleich zu ChatGPT von OpenAI und Gemini von Google sollen die Mistral-Agenten schneller reagieren. Ob dieser Vorteil für Anwender jedoch entscheidend ist, bleibt abzuwarten.

Die neuen Funktionen werden derzeit schrittweise ausgerollt und sollen in den kommenden Tagen allen Nutzern zur Verfügung stehen. Trotz des umfangreichen Funktionsumfangs wird das neue Agenten-Werkzeug voraussichtlich kostenlos zugänglich sein.

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