Nach 15 Jahren Ablehnung: Instagram soll endlich an einer iPad-App arbeiten

Michael Schäfer
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Nach 15 Jahren Ablehnung: Instagram soll endlich an einer iPad-App arbeiten
Bild: hichemtouati94 | gemeinfrei

Bisher war die iPad-App von Instagram lediglich eine hochskalierte Variante der iPhone-Version. Eine hohe Priorität zur Änderung des Zustandes hatte das soziale Netzwerk dabei über viele Jahre hinweg nicht erkennen lassen. Das könnte sich nun allerdings ändern.

Kein Interesse

In den 15 Jahren seit der Gründung im Jahr 2010 hatte sich Instagram wiederholt gegen die Entwicklung einer App ausgesprochen, die das größere Display des iPads für eine komfortablere Bedienung nutzt. Noch im Februar 2022 antwortete Instagram-Chef Adam Mosseri auf einen Beitrag von Marques Brownlee, in dem dieser fragte, weshalb Meta nach wie vor keine Instagram-App für das iPad anbiete, dass diese Frage regelmäßig gestellt werde: „Es ist einfach noch nicht groß genug, um eine Priorität zu sein. Wir hoffen, dass wir irgendwann dazu kommen, aber im Moment sind wir sehr mit anderen Dingen beschäftigt“, erklärte Mosserie seinerzeit.

Auch ein Jahr später wurde die Frage erneut aufgeworfen, worauf Mosseri unter anderem mit einem „Daran arbeiten wir im Moment nicht“ reagierte. Seiner Ansicht nach wäre die Entwicklung einer iPad-App sicherlich eine sinnvolle Maßnahme, „die man irgendwann einmal machen sollte“. Die Zahl der Mitarbeiter, die sich mit einer solchen Aufgabe befassen könnten, sei jedoch so gering, dass der Fokus auf der allgemeinen Weiterentwicklung des Dienstes liege. Das „irgendwann“ scheint allerdings jetzt eingetreten zu sein.

2025 soll das Jahr für eine iPad-App werden

Jetzt berichtet The Information unter Berufung auf eine anonyme Quelle, dass Instagram seine Haltung überdacht habe und nach 15 Jahren nun doch an einer nativen Unterstützung auf dem iPad arbeite. Als mögliche Gründe nennt der Bericht Instagrams Bestreben, die eigene Position unter den sozialen Netzwerken zu festigen, den unsicheren rechtlichen Status von TikTok im Zusammenhang mit dem „divest-or-ban“-Gesetz („Verkaufen oder verbieten“) der Biden-Regierung sowie die Zölle unter Trump.

Darüber hinaus habe der Dienst dem Bericht zufolge kürzlich eine frühe Vorschau auf eine neue Edits-App zur Videobearbeitung gezeigt, die in Konkurrenz zu CapCut treten würde – einem weiteren Angebot von ByteDance und das ebenfalls von einem TikTok-Verbot betroffen sein könnte. Laut dem Bericht solle sich Mosseri außerdem verstärkt um eine Verbesserung der Suchfunktion innerhalb von Instagram bemühen.

Einführung von Teen-Konten abgeschlossen

Erst gestern hatte der Mutterkonzern Meta die schrittweise Einführung der mit speziellen Sicherheitseinstellungen versehenen Teen-Konten für Instagram in Deutschland für abgeschlossen erklärt und im selben Zug weitere Einstellungen für Jugendliche unter 16 Jahren angekündigt.

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