Nvidia Broadcast 2.0: „Premium-Tonqualität“ ab GeForce RTX 4080 oder RTX 5080
Neben Smooth Motion, Frame Generation für jedes Spiel per Treiber exklusiv für RTX 5000, hat Nvidia zum Start von „Gaming-Blackwell“ auch eine neue Version der Broadcast-Suite veröffentlicht. Nvidia Broadcast 2.0 bietet KI-Audiobearbeitung „in Studioqualität“, auch schnelle RTX 4000 erhalten die neue Funktion.
Broadcast 2.0: Mehr Effekte kosten mehr Leistung
Mit der Studio-Sprachaufnahme und dem virtuellen Führungslicht gibt es zwei neue Funktionen für besonders leistungsstarke Grafikkarten: Mindestens eine RTX 5080 oder eine RTX 4080 werden für die neuen Effekte benötigt. Nvidia warnt selbst bei diesen Karten vor einer Nutzung während ein Spiel läuft. Die Leistungseinbußen für Anwendungen und Spiele werden daher groß sein.
Die Studio-Sprachaufnahme soll „Premium-Tonqualität“ liefern und die Mikrofoneingabe in eine Studiostimme umwandeln. Mit dem virtuellen Licht hingegen soll das Bild der Videokamera nachträglich über eine KI beleuchtet werden, sodass das Gesicht immer gleichmäßig ausgeleuchtet erscheint. Beide Funktionen befinden sich noch in der Beta.
Nvidia hat zudem die bisherigen Effekte verbessert: Der künstliche Augenkontakt wurde um zufällige Augenbewegungen ergänzt, der virtuelle Hintergrund soll nun feiner Hintergrund und Person trennen können und das Entfernen von Hintergrundgeräuschen soll die Tonqualität nun weniger beeinträchtigen.
Neue UI in Broadcast 2.0
Mit Version 2.0 überarbeitet der Konzern die Benutzeroberfläche seiner Anwendung für Audio- und Videoeffekte in Echtzeit, zudem optisch grundlegend: Ein neues vertikales Menü soll die Übersichtlichkeit verbessern und eine Live-Vorschau von verschiedenen AI-Effekten ermöglicht einen besseren Vergleich.
Dazu können nun noch mehr AI-Effekte parallel genutzt werden, ein neuer GPU-Auslastungs-Meter soll dann auch helfen, die Leistungseinbußen besser zu verstehen, denn auch die alten Effekte kosten zwangsweise FPS, da sie die Grafikkarte belasten. Broadcast muss als separate Anwendung von Nvidia heruntergeladen werden, auch bestehende Nutzer müssen darüber die bisherige Version 1.4.0.39 austauschen.
Neue Effekte funktionieren möglicherweise doch auf allen RTX-Karten
Wie Forenmitglied FR3DI aufgefallen ist, lässt sich die „Premium-Tonqualität“ auch mit einer RTX 4060 Ti mit 16 GB (Test) nutzen. Die Redaktion hat daher nachgeschaut und konnte den Effekt auch auf einer RTX 4070 Ti Super (Test) aktivieren.
Die Funktionen lassen sich damit mutmaßlich auch mit deutlich schwächeren Karten als in der Ankündigung verlautet nutzen. Ob wirklich alle RTX-Karten wie auch bei den Effekten zuvor unterstützt werden, ist unklar, denn Nvidia spricht in der Ankündigung von dem „benötigen“ einer aktuellen 80er-GPU.
The new effects require a GeForce RTX 4080 or 5080 GPU or higher, and are designed for chatting streams and podcasts — these are not recommended for gaming.
Nvidia im Blogpost zu den neuen Funktionen
Interessanterweise spricht Nvidia im Änderungsverlauf dann nur noch von einer „Empfehlung“ der RTX 5080. Die RTX 4080 wird hier gar nicht mehr erwähnt. Möglich erscheint daher, dass die neuen Funktionen tatsächlich auf allen RTX-GPUs lauffähig sind, aber auf den schwächeren Chips schlicht mehr Strom verbrauchen durch eine stärkere Auslastung der Grafikkarte.
Offen bleibt, ob es sich um einen Kommunikationsfehler seitens Nvidias handelt oder Broadcast 2.0.0 die Funktion fälschlicherweise auch auf schwächeren Karten aktiviert.
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4,4 SterneNvidia Broadcast soll die Audio- und Videoqualität eigener Aufnahmen mit Nvidia-RTX-Karten verbessern.
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