Recherche-Assistent: Deep Research für alle ChatGPT-Nutzer verfügbar
OpenAI vergrößert den Kreis der Nutzer, die das Recherche-Tool Deep Research nutzen können, indem man eine Lightweight-Version einführt. Mit den kostenpflichtigen Abonnements ChatGPT Plus, Pro und Team lässt sich Deep Research häufiger nutzen, während die freie Version von ChatGPT erstmals einen Zugang erhält.
Während die normale Version von Deep Research mit dem Spitzenmodell o3 läuft, basiert die Light-Version auf o4-mini. Laut OpenAI liegt dieses Modell nicht weit zurück. Veröffentlicht werden zu diesem Zweck Ergebnisse des BrowseComp-Benchmarks, der erfassen soll, wie zuverlässig KI-Agenten Informationen beim Web-Browsing erfassen. Den von OpenAI veröffentlichten Ergebnissen zufolge kommt Deep Research Lightweight auf 45,6 Prozent, während die reguläre Version 51,5 Prozent erreicht.
The lightweight version of deep research is powered by a version of OpenAI o4-mini and is nearly as intelligent as the deep research people already know and love, while being significantly cheaper to serve.
— OpenAI (@OpenAI) April 24, 2025
Responses will typically be shorter while maintaining the depth and… pic.twitter.com/H2UD5GThVj
Die Antworten der Light-Version sollen etwas kürzer ausfallen, Tiefe und Qualität sollen aber vergleichbar sein.
Fünf Anfragen bei Deep Research Lightweight mit dem kostenlosen ChatGPT
Wer bislang Deep Research nutzen wollte, musste zahlen. Nun erhalten auch erstmals die Nutzer der kostenlosen ChatGPT-Version einen Zugang. Die Grenze liegt bei fünf Anfragen pro Monat mit Deep Research Lightweight. Verteilt wird die neue Funktion im Verlauf der nächsten Tage. Aktivieren lässt sich der Recherche-Assistent in der freien ChatGPT-Version, wenn man vor die Anfrage „Deep research“ einfügt. Dann wechselt der Chatbot den Modus.
Nutzer von ChatGPT Plus und Team können wie gehabt zehn Anfragen mit dem regulären Deep Research stellen, erhalten aber zusätzliche 15 Anfragen für Deep Research Lightweight. Wer ein ChatGPT-Pro-Abo hat für 220 Euro monatlich hat, kann pro Monat 125 reguläre Deep-Research-Anfragen und zusätzlich 125 Lightweight-Anfragen stellen. Wenn das Kontingent der regulären Deep-Research-Anfragen ausgeschöpft ist, wechselt der Chatbot automatisch in die Light-Version.
Deep Research im Test: Gemischte Resultate
ComputerBase hat bereits im März analysiert, wie zuverlässig Deep Research arbeitet. Die Resultate bei dem Test im März waren gemischt. Generell ist der Recherche-Assistent in der Lage, umfangreiche Berichte zu erstellen, die ein Thema aus verschiedenen Perspektiven darstellen. Der Teufel steckt aber oftmals im Detail.
Bei einer Anfrage zu den GeForce-RTX-50-Modellen nutzte Deep Research bei der Analyse des Preisleistungsverhältnisses etwa den UVP und nicht die eigentlichen Marktpreise, was bei der aktuellen Marktlage zu keinem sinnvollen Ergebnis führt. Zudem gibt es immer wieder Detailfehler, Aktualität ist ein weiteres Problem.
Am Ende des Tests standen drei Berichte, die je nach Thema in der Qualität schwankten. Einen brauchbaren Überblick erhielt man immer, angesichts zahlreicher (Detail-)Fehler kann man sich auf die Ergebnisse aber nicht verlassen. Empfehlenswert ist das Tool daher derzeit vor allem für Personen, die sich in einer bestimmten Materie ohnehin gut auskennen.
ChatGPT im CB-Funk-Podcast
OpenAI und ChatGPT sind auch Thema der aktuellen 115. Episode des ComputerBase-Podcasts CB-Funk.
CB-Funk lässt sich nicht nur über den eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem direkt in den Podcast-Apps eurer Wahl abonnieren und hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und Deezer.