Telekom und DeutschlandGPT: Sicheres KI-Modell für deutsche Schulen gestartet

Michael Schäfer
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Telekom und DeutschlandGPT: Sicheres KI-Modell für deutsche Schulen gestartet
Bild: Tho-Ge Tho-Ge | gemeinfrei

Das Thema Künstliche Intelligenz macht auch vor deutschen Schulen nicht halt. Während Bildungseinrichtungen zunehmend auch hierzulande auf OpenAI und ChatGPT setzen, starten die Deutsche Telekom und DeutschlandGPT ein eigenes KI-System, das insbesondere auf begleitetes Lernen ausgerichtet ist.

Für den Einsatz an Schulen optimiertes Llama-Modell

Zu diesem Zweck wurde das Sprachmodell „BildungsLLM“ entwickelt, das auf dem Open-Source-Modell Llama 3.3 70b basiert und speziell für schulische Anwendungen konzipiert wurde. Laut Pressemitteilung wurde das Modell für die deutsche Sprache optimiert, wofür DeutschlandGPT sowohl auf eigene wie auch synthetische Daten zurückgegriffen haben soll.

Die KI solle dabei nicht nur Lehrkräfte entlasten, sondern auch Schüler bei schulischen Themen unterstützen und gleichzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz fördern. „Nur so können wir den Nachwuchs auf die technologischen Möglichkeiten der Zukunft vorbereiten und sie befähigen, das Technologiezeitalter aktiv und nachhaltig mitzugestalten“, erklärt Ferri Abolhassan, CEO T-Systems und Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG. Leonhard Benkert, CEO von DeutschlandGPT, sieht in der „BildungsLLM die perfekte Basis für KI-Plattformen von öffentlichen und privaten Trägern“.

KI liefert keine direkten Antworten

Die Deutsche Telekom übernimmt dabei den Betrieb des Sprachmodells auf ihren Cloud-Diensten, während DeutschlandGPT sich für die Entwicklung verantwortlich zeichnet. Das BildungsLLM wird über den OTC Marketplace als skalierbare Lösung sowohl öffentlichen Bildungseinrichtungen als auch privaten Anbietern von Lernsoftware zur Verfügung gestellt.

Nach Angaben der Beteiligten sei das Modell passgenau auf die deutsche Bildungslandschaft zugeschnitten. Das „didaktische Sprachmodell“ soll unter anderem Schüler dabei unterstützen, eigene Lösungsansätze zu erarbeiten, anstatt lediglich fertige Antworten zu liefern, was langfristig den Lernerfolg steigern soll.

Hohe Rechtssicherheit

Großen Wert wurde zudem auf eine rechtssichere Nutzung gelegt. Im Gegensatz zu anderen Systemen erfolgt die Verarbeitung sämtlicher Daten ausschließlich in Rechenzentren der Open Telekom Cloud in Deutschland und unter strenger Einhaltung der DSGVO-Vorgaben. Zudem würden Interaktionen mit dem BildungsLLM nicht gespeichert, um die Anonymität der Schüler zu gewährleisten. Ergänzend sollen sogenannte „Guard“-Funktionen sicherstellen, dass sämtliche Eingaben und Ausgaben den ethischen Richtlinien, Sicherheitsvorgaben und inhaltlichen Beschränkungen entsprechen.

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