Testphase von Google: AI Mode ersetzt den „Auf gut Glück“-Modus

Andreas Frischholz
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Testphase von Google: AI Mode ersetzt den „Auf gut Glück“-Modus
Bild: Google

Google erweitert die Suchmaschine um immer mehr generative KI-Funktionen. Während der AI Overview bereits in der Standardsuche eine erste Antwort auf Suchanfragen generiert, soll es noch einen zusätzlichen AI Mode geben. In Testphasen ersetzt dieser den „Auf-gut-Glück!“-Modus.

Beim AI Mode handelt es sich um eine erweiterte Version des AI Overviews, mit dem sich Google den KI-Suchmaschinen wie Perplexity und ChatGPT Search annähert. Das technische Grundgerüst ist eine angepasste Version von Gemini 2.0, die Googles Suchsystem als Wissensdatenbank nutzt. Mit diesem Ansatz ist das System eher in der Lage, komplexere Fragen zu beantworten, die etwa Reasoning-Fähigkeiten benötigen. Als Beispiele nennt Google in einem Blog-Beitrag von Anfang Mai etwa kleinteilige Fragen, die zuvor mehrere Suchanfragen benötigt hätten, oder Vergleiche von Konzepten.

Google testet, wie sich AI Mode in Google-Suche integrierten lässt

Noch befindet sich der AI Mode in einer experimentellen Testphase in den Google Labs, es ist also ein vergleichsweise früher Entwicklungsstand. Ausgewählte Nutzer, die Google One AI Premium abonniert haben, haben zuletzt aber einen Zugang in der Suche erhalten.

Teile der Tests sind offenkundig auch, wie sich der AI Mode in die Google-Suche integrieren lässt. Der Ersatz für die „Auf gut Glück!“-Schaltfläche ist nur eine Option, die Nutzer auf X oder Threads geteilt haben. Bei einigen erschien der AI Mode auch direkt in der Eingabeleiste.

Die Schaltfläche „Auf gut Glück!“ (englisch: „I’m feeling lucky“) befindet sich auf der Startseite neben dem Google-Suche-Button. Wird dort ein offensichtlicher Suchbegriff eingegeben, wird der Anwender direkt zu der entsprechenden Webseite weitergeleitet. Bei „ComputerBase“ geht es also ohne Umwege über die Ergebnisliste direkt zur ComputerBase-Startseite.

Dass dieser Modus – der seit Googles Anfangstagen existiert – nun tatsächlich ersetzt wird, lässt sich trotz der Testphase nicht sagen. Man teste oft verschiedene Wege, um Nutzern neue Funktionen zugänglich zu machen, sagt Google-Sprecherin Ashley Thompson zu The Verge. Das wäre nur eines von vielen Experimenten.

Ein Experiment, das ins Bild passt

Es wäre aber eine Vorgehensweise, die ins Bild passt. Mit der KI-Suche versucht Google generell, dass Nutzer mehr Zeit mit der Suchmaschine verbringen. Eine direkte Weiterleitung durch einen KI-Modus zu ersetzen, der Nutzern eine vollständige Antwort liefert, wäre also folgerichtig.

Googles Vorgehen ist aber umstritten. Erste Untersuchungen zeigen, dass der Traffic zu den Quellen merklich zurückgeht.

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