Google I/O

3D-Videokonferenzsystem: Project Starline wird zu Google Beam und geht in Serie

Nicolas La Rocco
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3D-Videokonferenzsystem: Project Starline wird zu Google Beam und geht in Serie
Bild: Google

Das erstmals von Google im Jahr 2021 vorgestellte 3D-Videokonferenzsystem Project Starline wird zur I/O 2025 zu Google Beam umbenannt und soll in den kommenden Monaten in Serie gehen. Ein KI-Modell für volumetrische Videoinhalte soll dabei einen 2D- in einen 3D-Videostream für das Lichtfeld-Display von Google Beam wandeln.

Nach der initialen Vorstellung vor vier Jahren hatte es für Project Starline zuletzt vor zwei Jahren zur Entwicklerkonferenz ein Update gegeben, mit dem das 3D-Videokonferenzsystem durch ein verkleinertes Design der Massentauglichkeit einen bedeutenden Schritt näher kommen sollte. Schon damals hieß es, dass durch den Einsatz künstlicher Intelligenz ein fotorealistisches Modell des Gesprächspartners erzeugt werde. Ein spezielles Lichtfeld-Display von Google sorge beim Empfänger dafür, dass dieser ein „lebensechtes Bild“ der anderen Person vor sich erhalte.

Erstes Google Beam von HP

Aus dem Entwicklungsprojekt wird zur diesjährigen I/O ein finales Produkt, wenngleich man trotzdem vermutlich nur von einer Kleinserie und hohen Kosten ausgehen kann. Die ersten Google-Beam-Geräte sollen später im Jahr gemeinsam mit HP für ausgewählte Kunden auf den Markt kommen. Dass normale Endverbraucher Google Beam kaufen können, ist damit so gut wie ausgeschlossen. Die ersten Geräte sollen Mitte Juni auf der AV-Messe InfoComm ausgestellt werden. Auch mit Zoom und Channel-Partnern wie Diversified und AVI-SPL arbeitet Google für Beam zusammen.

Zusagen für die Nutzung von Google Beam gibt es zur Entwicklerkonferenz von Deloitte, Salesforce, Citadel, NEC, Hackensack Meridian Health, Duolingo und Recruit.

3D-Videostream des Gesprächspartners

Google Beam soll einen 3D-Videostream der anderen Person aus jedweder Position des Betrachters erzeugen können. Heute erklärte Google, dass dafür ein speziell trainiertes KI-Modell für volumetrische Videoinhalte zum Einsatz komme. Google Beam setzt dafür auf Rechenleistung aus der Google Cloud, die Anwendung scheint demnach derart anspruchsvoll zu ein, dass sie nicht vollständig lokal berechnet werden kann.

Google will Live-Übersetzung anbieten

Auf dem Weg zur Serienreife von Google Beam sei zuletzt auch die Live-Übersetzung in den Fokus der Erprobung gerückt. Diese Funktion führt Google heute zur I/O für Google Meet ein und will sie künftig auch bei Google Beam anbieten. Die Übersetzung soll annähernd in Echtzeit erfolgen, sodass der Eindruck entsteht, als würde man gemeinsam in derselben Sprache mit der eigenen Stimme kommunizieren.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Google unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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