Android 16 erschienen: Google veröffentlicht neue Android-Version für Pixel-Modelle
Nach einer mehr als sechsmonatigen Testphase hat Google Android 16 veröffentlicht und stellt die neue OS-Version für Pixel‑Smartphones und ‑Tablets bereit. Damit bestätigt sich der bereits Anfang März kommunizierte und mit der bisherigen Tradition brechende frühe Release‑Termin.
Nur einen Tag, nachdem Apple auf dem WWDC iOS 26 und iPadOS 26 vorgestellt hatte, hat Google Android 16 veröffentlicht, was den frühesten Release einer Android-Version in den letzten Jahren darstellt. Das zum Download bereitgestellte Update kombiniert die neue Betriebssystemversion mit dem Pixel Drop für Juni 2025 und ist ab sofort für folgende Modelle verfügbar:
- Google Pixel 6, Pixel 6a und Pixel 6 Pro
- Google Pixel 7, Pixel 7a und Pixel 7 Pro
- Google Pixel 8, Pixel 8a und Pixel 8 Pro
- Google Pixel 9, Pixel 9a, Pixel 9 Pro, Pixel 9 Pro XL und Pixel 9 Pro Fold
- Google Pixel Fold
- Pixel Tablet
Zahlreiche Neuerungen enthalten
Zu den Neuerungen zählen unter anderem Live‑Updates in Echtzeit, die sowohl in der Benachrichtigungsleiste wie auch auf dem Sperrbildschirm dargestellt werden und die zunächst nur ausgewählte Fahr‑ und Lieferdienste unterstützen, später aber auch auf weitere Bereiche ausgeweitet werden sollen. Auch hat Google etwas mehr Ordnung in die Benachrichtigungen geschaffen, die sich nun auf Wunsch auch automatisch gruppieren lassen können und damit übersichtlicher erscheinen.
Das neue Widget „Pixel VIPs“ der Kontakte‑App ist exklusiv für Pixel‑Geräte verfügbar und ermöglicht engere Verbindung zu bestimmten Personen inklusive Echtzeit‑Standort, Geburtstagserinnerungen oder Anzeige des letzten Anrufs oder der letzten Nachricht – auch über WhatsApp. Gewählte VIP‑Kontakte können zudem selbst bei aktivierter „Bitte nicht stören“-Funktion den Besitzer des Mobilgerätes erreichen.
Ebenso bringt Android 16 endlich eine Unterstützung für adaptive Bildwiederholraten und HDR‑Screenshots auf Systemebene mit sich.
Mehr Sicherheit
Im Rahmen der Android Show vor der Entwicklerkonferenz I/O präsentierte Google neue Sicherheitsfunktionen für Android‑Geräte. Dazu zählt die bereits im März 2025 eingeführte, KI‑gestützte Betrugserkennung in der Nachrichten‑App, die SMS, MMS und RCS‑Nachrichten unbekannter Absender analysiert, jetzt aber um weitere Szenarien zur Erkennung von Betrugsversuche bei Kryptowährung, Finanzen, Maut oder Geschenkkarten erweitert wurde, wobei alle Analysen lokal auf dem Gerät erfolgen. Zudem wurde das seit 2024 verfügbare Netzwerk „Find My Device“ zu „Find Hub“ erweitert, mit dem sich nun auch markierte Objekte und Geräte auffinden lassen sollen.
Die 2017 eingeführte Sicherheitsfunktion „Advanced Protection“ wurde in Android 16 um eine weitere Sicherheitseinstellung auf Geräteebene ergänzt, die laut Google den bisher stärksten Schutz für Android‑Geräte bieten soll. Im Laufe des Jahres sollen USB‑Schutz und Echtzeit‑Benachrichtigungen bei erkannten Betrugsversuchen hinzukommen.
Bildbearbeitung und Sticker-Erstellung
Der Foto‑ und Bildeditor erhielt ebenfalls neue Funktionen: Bereiche lassen sich nun durch Antippen, Einkreisen oder einfach mit einem Pinsel markieren, woraufhin die KI Objekte erkennt, um weitere Funktionen zu ermöglichen oder auf Wunsch auch vorzuschlagen. Mit „Reimagine“ lassen sich Szenen um neue Elemente erweitern und „Auto‑Frame“ soll für einen optimalen Ausschnitt sorgen. Die Kamera‑App zeigt zudem nun zusätzliche Hinweise auf dem Bildschirm.
Dank generativer KI ist es dem Pixel Studio nun möglich, direkt in Gboard Sticker zu erstellen – auf Wunsch auch auf der Basis eigener Fotos.
Verbesserte Barrierefreiheit
Zur Erleichterung des Zugangs zu Android können Nutzer mit Höreinschränkungen bei Bluetooth‑LE‑Hörgeräten nun auch das Telefonmikrofon nutzen, was besonders in lauter Umgebung hilfreich sein soll. Android 16 führt zudem eine native Hörgeräte‑Steuerung ein, die eine einheitlichere Bedienung ermöglichen soll, darüber hinaus lässt sich ab sofort die Lautstärke der Umgebungsgeräusche anpassen sowie zwischen verschiedenen Voreinstellungen wechseln. „Expressive Captions“ versteht nun auch Nuancen und Emotionen und passt dafür Untertitel mit Großbuchstaben an. Die genannten Funktionen sind allerdings erst ab einem Pixel 9 verfügbar.
Bekannte Pixel-Funktionen auf noch mehr Pixel-Geräten
Google hat mit Android 16 und dem Pixel-Drop bereits verfügbare Funktionen auf weitere Pixel-Modelle ausgeweitet oder komplett neue hinzugefügt. Die Rekorder‑App kann nun KI‑generierte Zusammenfassungen auf Deutsch und Französisch erstellen, darüber hinaus wurde der Modus „Glasklare Stimme“, der Hintergrundgeräusche aus Aufnahmen filtert, auf das Pixel 8 ausgeweitet.
Material 3 Expressive wie geplant erst im Laufe des Jahres
Wie zuvor von Google angekündigt, ist die auf der „Android Show“ vorgestellte neue Design‑Sprache Material 3 Expressive kein Bestandteil des jetzt verteilten Android 16. Sie soll als Nachfolger des mit Android 12 eingeführte Material You weiterhin zu einem späteren Zeitpunkt im Jahresverlauf als separates Update verteilt werden.