Apple Intelligence: Die neue Siri verzögert sich auf „nächstes Jahr“

Dennis Krause
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Apple Intelligence: Die neue Siri verzögert sich auf „nächstes Jahr“
Bild: Dennis Krause

Wie Apple heute mitgeteilt hat und mehrere Medien bestätigen, dauert die Entwicklung der neuen Siri „länger als gedacht“ und verzögert sich auf das Jahr 2026. Der Start rückt damit von nächstem Monat auf „nächstes Jahr“ ab. Eine Verzögerung zeichnete sich bereits seit Längerem ab.

Offizielle Verschiebung

Die Stellungnahme stammt von Jacqueline Roy, die seit 2010 für Apple arbeitet. Siri soll demnach nicht mehr in den nächsten Wochen, sondern „im nächsten Jahr“ neue Funktionen erhalten. Damit rückt die Veröffentlichung der KI-Funktionen für die Sprachassistentin von iOS 18.4 im April in die weite Ferne von iOS 19. Woran die Entwicklung genau hapert, spezifiziert Apple nicht.

Siri helps our users find what they need and get things done quickly, and in just the past six months, we've made Siri more conversational, introduced new features like type to Siri and product knowledge, and added an integration with ChatGPT. We've also been working on a more personalized Siri, giving it more awareness of your personal context, as well as the ability to take action for you within and across your apps. It's going to take us longer than we thought to deliver on these features and we anticipate rolling them out in the coming year.

Jacqueline Roy, Senior Director Communications at Apple

Funktionen lange versprochen

Der Konzern hatte die neue Siri auf einem Event im Juni des letzten Jahres vorgestellt und für dieses Jahr in Aussicht gestellt. Nun, neun Monate später hat Apple zwar eine Handvoll Funktionen ausliefern können, jedoch nicht die drei neuen Flagschiff-Funktionen. Siri sollte in Kürze in der Lage sein, das Smartphone zu steuern, die Daten des Nutzers abrufen und den Bildschirm für Anfragen einbeziehen zu können. Diese Fähigkeiten waren auch Bestandteil der Werbekampagne des iPhone 16 (Pro), auch das neue MacBook Air und iPad Air wird mit der neuen Siri beworben. Die neue Siri wurde ebenfalls gegenüber ComputerBase erst kürzlich zum Start von Apple Intelligence in Deutschland noch einmal erwähnt.

Verschiebung kündigte sich an

Die Verzögerung kommt jedoch nicht unerwartet, das neue Veröffentlichungszeitfenster überrascht aber dennoch. Erst vor wenigen Tagen wurde mit der ersten Beta von iOS 18.4 klar, dass Apple die neue Siri wohl nicht im April ausliefern wird, wie bisher vermutet wurde. Grund ist, dass die Funktionen noch unzuverlässig funktionieren und sich deshalb verzögern sollen. Marc Gurman von Bloomberg stellte in Aussicht, dass Apple mit iOS 18.5 im Mai die versprochenen drei Pfeiler der neuen Siri nachliefern würde.

Doch, wenn man der Aussage von Roy folgt, wird auch daraus nichts werden. Dass der Konzern intern vor einem Haufen Probleme mit seiner KI-Entwicklung steht, ist nun auch ganz offiziell kein Geheimnis mehr. Der Konzern versucht jedoch bereits gegenzusteuern: Mit Kim Vorrath wurde kürzlich am Chef-Personal für Apple Intelligence gerüttelt. Die intern als Problemlöserin bekannte Managerin soll den KI-Chef John Giannandrea unterstützen.

Siri-GPT wohl auch betroffen

Erst kürzlich hatte Gurman berichtet, dass sich auch die vollwertige KI-Siri mit ChatGPT-Funktionen intern verzögern soll. War laut Gerüchten vor wenigen Monaten noch eine Veröffentlichung für iOS 19 im Frühjahr 2026 angedacht gewesen, soll die noch unangekündigte KI-Siri jetzt „bestenfalls“ erst mit iOS 20 im Jahr 2027 an den Start gehen, wie Mitarbeiter gegenüber Bloomberg mitgeteilt haben. Für Apple könnte das zu einem großen Problem werden: In der Zwischenzeit wird etwa Amazon schon ab den nächsten Tagen eine KI-Alexa ausrollen.

Before Apple can go full-throttle on development of that Siri, which is supposed to finally work more like ChatGPT and the new Alexa, Apple will need to get the underlying system fixed. And that won’t be easy. That’s why people within Apple’s AI division now believe that a true modernized, conversational version of Siri won’t reach consumers until iOS 20 at best in 2027.

Bloomberg
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