Linux-News der Woche: Manjaro-Handheld, BcacheFS-Drama vorbei?
Lange in Entwicklung, befindet sich der OrangePi Neo-01 mit Manjaro nun auf der Zielgeraden. Neben zwei CPU-Konfigurationen und mehreren Speicheroptionen, sind auch die Preise für die Basismodelle in US-Dollar bekannt. Linus Torvalds hat genug vom Drama mit BcacheFS und mit Kernel 6.17 könnte Schluss sein.
Das voraussichtliche Ende von BcacheFS im Kernel
Bereits seit letztem Jahr besteht das Drama um den BcacheFS-Entwickler Kent Overstreet, Verantwortlichen und Linus Torvalds. Das Dateisystem wurde mit Kernel 6.7 aufgenommen und die Art der Codebeiträge seitens Overstreet, stand seit dem im Konflikt mit gängigen Verhaltensformen in der Kernel-Entwicklung. Wie nun LinuxNews.de mit Verweis auf die Kernel-Mailingliste (Link) berichtet, könnte sich die Odyssee nun dem Ende zu neigen.
I have pulled this, but also as per that discussion, I think we'll be
parting ways in the 6.17 merge window.
Linus selbst hat die jüngsten Patches für BcacheFS zwar angenommen, doch mit 6.17 soll Schluss sein.
You made it very clear that I can't even question any bug-fixes and I
should just pull anything and everything.
Release-Preis des OrangePi Neo-01 mit Manjaro bekannt
Bereits lange angekündigt und in Entwicklung, befindet sich der Manjaro-basierte OrangePi-Handheld. Das Neo-01 kommt in zwei Hardware-Varianten: Mit AMD 7840u APU oder 8840u. Die Speicherkonfiguration variiert, wobei das 7840u-Modell mit 16-GB oder 32-GB ausgestattet sein kann, während der 8840u-Handheld immer mit 32-GB ausgeliefert wird. Beim Langzeitspeicher gibt es für jede Arbeitsspeicher-Konfiguration die Wahl zwischen 512 GB und 1 TB. Die Preise für die jeweiligen Basismodelle liegen bei 450 Dollar für einen AMD 7840u mit 16 GB RAM und 512 GB SSD. Mit 32 GB RAM, gleichem Speicher und 8840u liegt der Preis bei 550 Dollar. Mehr Infos und Bilder finden sich im Blogeintrag von Manjaro. Mehr Einblicke zum Orange Pi Neo gibt es im Video vom Steam Dad auf YouTube und auf der Projektseite:
Prozess-Monitor und Profilmanagement für LACT
Die Linux GPU Control Application oder kurz LACT, erhält mit dem Update v0.8.0 neue Features. Das Tool liefert Metriken, aber auch Einstellungen für Grafikkarten von AMD, Nvidia und Intel auf dem freien Betriebssystem. Neu an Bord mit der neuen Version ist der Prozess-Manager, welcher eine Auflistung aller Prozesse bietet, welche die Grafikkarte beanspruchen. Dabei wird sowohl die Auslastung der GPU als auch der RAM-Verbrauch protokolliert. Auch lassen sich im erweiterten Profil-Management bei Erkennung von Prozessen bestimmte Profile auslösen.
Weitere Verbesserungen sind unter anderem erweiterte Nvidia-Metriken. Die vollständigen Patch-Notes finden sich auf GitHub.
Zahlreiche Neuerungen für den anstehenden Mesa 25.2 Release
Für das noch in Entwicklung befindliche Mesa 25.2 gab es diese Woche viele Neuerungen, insbesondere für den freien AMD-Vulkan-Treiber. So ist nach 6 Monaten ein Patch für RDNA 3 und neuere Grafikarten akzeptiert worden, welche das Raytracing verbessern (GitLab-Link).. Auch neu ist die Möglichkeit über Vulkan AV1 zu encoden. Die Fähigkeit Videos hardwarebeschleunigt über Vulkan wiederzugeben, war bereits mehrere Wochen vorher eingeflossen. Näheres findet sich ebenfalls bei GitLab. Als dritten Punkt, gibt es insbesondere für zukünftige KI-Aufgaben die Umsetzung von 8-Bit Gleitkomma-Berechnung über die Shader-Einheiten. Mehr dazu im Merge Request auf GitLab.