WWDC 25

Liquid Glass: Apple wechselt zu neuer Designsprache und Namensschema

Nicolas La Rocco
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Liquid Glass: Apple wechselt zu neuer Designsprache und Namensschema
Bild: Apple

Die Betriebssysteme von Apple erhalten zur WWDC 2025 die erste neue Designsprache seit iOS 7 vor zwölf Jahren. Unter dem Namen Liquid Glass orientiert sich Apple an den mit visionOS eingeführten Designelementen, die flüssiges Glas nachstellen. Mit der neuen Designsprache gehen neue Namen nach aktueller Jahreszahl einher.

Erste neue Designsprache seit iOS 7

Die neue Designsprache Liquid Glass betrifft mit iOS, watchOS, tvOS, macOS, visionOS und iPadOS alle Betriebssysteme von Apple. Damit löst Apple die mit iOS 7 vor zwölf Jahren eingeführte, sich vor allem durch flache Designelemente auszeichnende Designsprache ab, mit der dem vorherigen Skeuomorphismus ein Ende gesetzt wurde.

Liquid Glass setzt auf virtuelle Glaselemente

Liquid Glass setzt auf einen mehrschichtigen Aufbau mit virtuellen Glaselementen, die durchlässig für dahinter liegende Informationen und Farben sind. Die verschiedenen UI-Elemente fallen häufiger als bislang rund respektive pillenförmig aus und sollen damit den Designlinien der aktuellen Hardware von Apple folgen. Standen mit der Einführung von iOS 7 und dem letzten Design-Update noch rechteckige Bildschirme im Fokus, sind es seit längerer Zeit und vor allem seit der Einführung des iPhone X im Jahr 2017 Bildschirme mit abgerundeten Ecken, denen Liquid Glass nun mit einer neuen, passenden Formsprache folgen soll.

Specular Highlights wie echtes Glas

Das „flüssige Glas“ soll sich optisch wie echtes Glas verhalten, Elemente wie eine Lupe aus dickerem Glas hervorheben, Licht am Rand brechen und Specular Highlights wie Computergrafik in modernen Spielen wiedergeben. Erneut setzt Apple dabei auch auf einen Parallax-Effekt, der der Benutzeroberfläche räumliche Tiefe und einen dynamischen Look verleiht, also würden sich mehrere Designelemente auf verschiedenen Ebenen befinden und man dahinter gucken könne, wenn das Gerät geneigt wird.

Die neue Designsprache soll laut Apple möglichst häufig die eigentlichen Inhalte in den Vordergrund stellen und Bedienungsbereiche verkleinern, wenn diese nicht benötigt werden, etwa beim Scrollen. Liquid Glass kommt auch für Knöpfe, Schalter, Slider, Tabs, Text, die Mediensteuerung und alle anderen Bedienungselemente zum Einsatz.

Liquid Glass lässt sich mannigfaltig anpassen

Auch unter Liquid Glass können Anwender das Betriebssystem weitreichend nach eigenen Wünschen optisch anpassen, das flüssige Glas bleibt auch beim Einsatz des Dark Mode erhalten. Für Entwickler stehen neuen Tools wie der Icon Composer für neu gestaltete App-Symbole und das neue Xcode 26 zur Auswahl.

Neues Namensschema mit iOS 26 und mehr

Xcode 26 zeigt, dass sich bei Apple auch die Namen verändert haben. Künftig setzt der Hersteller jeweils auf die Jahreszahl im Namen, die bis zum nächsten Release erreicht wird.

Liquid Glass
Liquid Glass (Bild: Apple)

Demnach heißen die bevorstehenden Veröffentlichungen iOS 26, watchOS 26, tvOS 26, macOS 26, visionOS 26 und iPadOS 26. Mit deren Einführung ist nach dem Start der Betaphase zur WWDC zum Spätsommer und Herbst mit neuer Hardware zu rechnen.

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