Nach Windows-10-Ende: Microsoft-365-Apps sollen bis 2028 Sicherheitsupdates erhalten

Andreas Frischholz
23 Kommentare
Nach Windows-10-Ende: Microsoft-365-Apps sollen bis 2028 Sicherheitsupdates erhalten
Bild: Microsoft

Wenn am 14. Oktober 2025 der Support für Windows 10 endet, stellt sich auch die Frage, wie es mit den Microsoft-365-Apps weitergeht. „Keine Unterstützung“ hieß bislang die Leitlinie. Nun verspricht Microsoft aber Sicherheitsupdates – zumindest in einigen Fällen.

Wie es mit den Microsoft-365-Apps weiter geht, beschreibt Microsoft in einem Support-Dokument, das letzte Woche aktualisiert wurde (via Heise). In diesem heißt es grundsätzlich, dass Microsoft die Sicherheit in der Übergangsphase zu Windows 11 gewährleisten will.

Daher soll es auch unter Windows 10 noch bis zu drei Jahre nach dem Support-Ende Sicherheitsupdates geben. Der Stichtag ist der 10. Oktober 2028, Office-Apps wie Word und Excel werden also weiterlaufen. Allerdings erklärt Microsoft wie gehabt, dass es bei einem nicht unterstützten Betriebssystem zu Performance- und Zuverlässigkeitsproblemen kommen kann.

Einschränkungen, wenn Probleme nur unter Windows 10 bestehen

So bleibt auch der Support unter Windows 10 beschränkt. Wenn etwa Probleme mit den Microsoft-365-Apps auftreten und diese Probleme ausschließlich unter Windows 10 existieren, wird der Microsoft-Support die Kunden auffordern, zu Windows 11 zu wechseln. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Nutzer eine ESU-Lizenz haben.

Mit einer ESU-Lizenz (Extended Security Updates) ist es möglich, auch nach dem Support-Ende von Windows 10 noch Sicherheitsupdates für das Betriebssystem zu erhalten. Das Programm gibt es auch für Privatnutzer, voraussichtlich wird die entsprechende Lizenz 30 US-Dollar für ein Jahr kosten.

Sollten Windows-10-Nutzer nicht in der Lage sein, auf Windows 11 zu wechseln – was etwa aufgrund der höheren Hardware-Anforderungen möglich ist – unterstützt Microsofts Support nur bei der Fehlerbehebung, technische Workarounds helfen dann aber womöglich nur in begrenztem Umfang. Nutzer haben unter Windows 10 zudem nicht die Möglichkeit, Bugs zu melden oder Produkt-Updates anzufordern.

Restriktionen sind normal beim Support-Ende

Diese Restriktionen sind so weit typisch für Microsoft, heißt es im Bericht von Heise. Ähnlich ist der Konzern etwa auch vorgegangen, als der Support für Windows 8.1 ausgelaufen ist. Bei diesem Betriebssystem war das Ende allerdings weniger gravierend, weil es – insbesondere rund fünf Monate vor dem Support-Ende – bei weitem nicht so verbreitet war wie Windows 10.

Laut den Zahlen von Analysediensten wie StatCounter läuft Windows 10 nach wie vor auf mehr Rechnern als Windows 11.

📊 Intel, AMD oder Nvidia? Mach' jetzt noch mit bei unserer großen Jahresumfrage!