Windows 11 24H2: April-Update kann Bluescreen verursachen
Das April-Update für Windows 11 24H2 (KB5055523) kann einen Bluescreen of Death verursachen. Meldungen von Nutzern gab es bereits, nun bestätigt Microsoft den Fehler in einem überarbeiteten Support-Dokument und nennt einen ersten Lösungsweg.
Demnach können grundsätzlich alle Nutzer betroffen sein. Wenn der Fehler auftritt, erhält man einen Bluescreen mit dem Fehlercode 0x18B und dem Hinweis „SECURE_KERNEL_ERROR“.
Das Problem wurde behoben. Ein Update findet sich am Ende der Meldung.
Erste Fehlerberichte bereits im März 2025
Wie Windows Latest berichtet, tauchten erste Hinweise auf, als die März-Updates (KB5053656, KB5053598) veröffentlicht wurden. Damals schien Microsoft die Fehler noch als Einzelfälle zu bewerten, nach dem April-Update häuften sich aber die Beschwerden.
Vorerst entschärft Microsoft den Fehler mit einem Known Issue Rollback (KIR), man beseitigt also den fehlerhaften Code. Bis diese Lösung automatisch umgesetzt wird, kann es aber auf Privatrechnern bis zu 24 Stunden dauern. Windows Latest empfiehlt den Betroffenen ebenfalls, nach dem Bluescreen wieder in den Desktop zurückzukommen, um dann bis zu fünfmal nach Updates zu suchen – damit erhält man den serverseitig verbreiteten Patch schneller. In der Windows-Update-Liste wird dieser indes nicht auftauchen.
Administratoren, die betroffene Geräte verwalten, können den KIR-Patch über eine angepasste Gruppenrichtlinie erhalten. Details dazu finden sich auf der Support-Seite.
Wie oft und unter welchen Umständen der Fehler auftritt, geht aus dem Support-Dokument nicht hervor. Einen dauerhaften Fix will Microsoft in einem der kommenden Windows-Updates nachreichen.
Weiteres Problem im April-Update
Dramatisch sind die Auswirkungen laut Windows Latest jedoch nur in seltenen Fällen. Dann stürzt der PC nach der Installation des Updates alle 30 bis 60 Sekunden ab oder Nutzer sind überhaupt nicht mehr in der Lage, das System zu booten. Verursacht werden sollen diese Probleme ebenfalls vom April-Update. Microsoft hat diese aber noch nicht bestätigt und dem Bericht von Windows Latest zufolge ist auch nicht klar, ob diese mit dem bekannten BSOD-Fehler zusammenhängen.
Neben den Bluescreens kämpft Microsoft im April-Update mit weiteren Problemen, auf manchen Systemen wurde etwa Windows Hello deaktiviert. Nutzer konnten sich dann nicht mehr per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck in Windows anmelden. Als vorübergehende Lösung empfiehlt Microsoft, die Gesichtserkennung neu einzurichten. Ein finaler Fix soll mit dem Mai-Update folgen.
Verwirrung stiftete auch der Inetpub-Ordner, der infolge des Updates im C-Laufwerk angelegt wird. Eine Dokumentation gab es zunächst nicht. Wie Microsoft gegenüber Windows Latest bestätigte, entstand der Ordner aber mit Absicht. Nutzern wird daher empfohlen, den Inetpub-Ordner nicht zu löschen.
Mit dem aktuellen Vorschau-Update KB5055627 behebt Microsoft den Bluescreen-Fehler, der nach der Installation des Windows-Sicherheitsupdates vom April 2025 auftreten konnte. Wie es zu dem Fehler kam, teilt Microsoft nicht mit.
Behoben wurde auch das Windows-Hello-Problem. Nutzer konnten sich dadurch nicht mit Gesichtserkennung oder PIN anmelden, wenn auf dem Gerät bestimmte Sicherheitsfeatures aktiviert sind.