Stichtag 31. Januar 2025: GameStop macht in Deutschland dicht, Ausverkauf gestartet
Der US-Konzern GameStop, der in seinen Ladengeschäften Videospiele, Konsolen, Zubehör und Merchandise verkauft, schließt zum 31. Januar 2025 alle Filialen in Deutschland. Das berichtet Games Wirtschaft unter Berufung auf mit der Entscheidung vertraute Personen. Eine offizielle Stellungnahme gibt es noch nicht.
Die laut Angaben aus dem Sommer 2024 circa 500 betroffenen Mitarbeiter sollen am Donnerstag deutschlandweit informiert worden sein. Auch Lieferanten seien bereits in Kenntnis gesetzt worden.
Ein Abschied auf Raten
Das Aus der GameStop-Filialen in Deutschland war ein Aus auf Raten. Bereits im Jahr 2023 hatte sich der Konzern von über der Hälfte der damals noch 200 Filialen getrennt.
Auch international nimmt die Anzahl ab: Waren es im Jahr 2019 noch 5.700 Geschäfte in 14 Ländern, waren es Anfang 2024 noch knapp 4.200 in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Italien, Frankreich und Deutschland.
In Europa auf dem Rückzug
Aktuell betreibt GameStop hierzulande noch 69 Filialen und im Bikini Berlin einen temporären Pop-Up-Store. Die deutsche Firmenzentrale im Baden-Württembergischen Tannheim fungiert auch als Europazentrale.
Nachdem der Konzern im Jahr 2023 seine Filialen in Österreich geschlossen und die Filialen in der Schweiz und in Italien in den Jahren 2022 respektive letzte Woche an Cidiverte (Gamelife) aus Italien verkauft hatte, bleibt nach aktuellem Stand ab Februar 2025 nur noch Frankreich als europäischer Standort erhalten.
GameStop beziehungsweise der GameStop-Account hat das Aus für alle deutschen Filialen zu Ende Januar 2025 auf Frage eines Nutzers auf Instagram inzwischen mit einem knappen „Ja“ bestätigt.
GameStop hat mit dem Räumungsverkauf begonnen: Unter dem Slogan „Alles muss raus!“ gibt es ab sofort 10 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment im Online-Shop – vorausgesetzt, das Produkt ist auf Lager. Ausgenommen sind Bücher und Pfand.
Über Rückmeldungen aus der Community, wie es in Ladengeschäften aktuell aussieht, würde sich die Redaktion freuen.