Call of Duty: Black Ops 6: Activision bewirbt Mikrotransaktionen in Waffenauswahl
Activision und Microsoft platzieren mit Season 4 Werbung für die Mikrotransaktionen in Call of Duty: Black Ops 6 im Menü für die Waffenauswahl des Mehrspieler-Modus. Auch 2025 bleibt im Shooter also alles beim Alten: Der Publisher testet aus, wie viel sich Käufern zumuten lässt – denn der Ingame-Shop verspricht große Gewinne.
Mit der neuen Season, notieren Nutzer auf Reddit, findet sich nun über der Liste konfigurierter Primärwaffen ein Feld, das auf die Existenz teurer Skins im Ingame-Shop bewirbt. Reaktionen fallen zumindest auf Reddit in Worten deutlich aus. Besonders kritisiert wird, dass bereits zuvor eine Verknüpfung des Konfigurationsmenüs und Skin-Shop vorhanden war.
Die nun sehr deutliche Werbung für Skins missfällt aber nicht nur deshalb, sondern vor allem auch aus zwei weiteren Gründen. Erstens werden der Zustand des Spiels und weiter vorhandene oder mit Season 4 hinzugekommene Bugs angebracht, um zu argumentieren, der Fokus der Entwickler läge auf falschen Prioritäten: Bevor man mehr Geld verlangen könne, solle man erst einmal die Qualität des Spiels verbessern.
Zweitens fällt der Begriff „nervig“ in den Kommentar häufig in Bezug auf die zur Schaustellung des Kaufangebots, man bekomme es nun „in den Rachen gestopft“ – in einem Spiel, das zum Vollpreis verkauft wird. Bald werde man den Ladebildschirm durch den Shop ersetzen, kommentiert ein Nutzer zynisch.
Tatsächlich ist nicht nur die alte „Flugbahn“ des Titels in diesem Kontext als Erklärung anzubringen. Der lukrative Shop mit hochpreisigen Skins war schon immer verlockend für Activision, der Publisher testet seit Jahren teure und teuerste Skins im Shop oder versucht, sich möglichst dicht an die Pay-to-Win-Grenze zu robben, um Kaufanreize zu maximieren.
Mit der Übernahme von Activision durch Microsoft scheint allerdings noch einmal ein anderer Finanzbedarf zu herrschen. Darüber hinaus ist Black Ops 6 nun Teil des Game Pass und damit nur noch bedingt ein Vollpreistitel. Zusatzkäufe sind durch den Game Pass allerdings nicht abgedeckt. Prinzipiell kann man den Shooter damit – zumindest als Publisher – auch als halben Free-to-Play-Titel sehen, entsprechend starke und stark beworbene Monetarisierung wäre da nur die logische Konsequenz. Eine Notwendigkeit bestünde durchaus: Der Zukauf von Activision hat Microsofts Spielesparte zwar neue Umsatzrekorde beschwert, aber noch keine Gewinne abgeworfen.
Über Twitter erklärte Activision, die neue Anzeige sei ein „Feature Test“ für das Nutzerinterface des Loadout-Menüs gewesen, der „aus Versehen“ im Season-4-Update veröffentlicht wurde. Er sei wieder entfernt worden, schrieb das Unternehmen. Am Kern ändert das nicht: Activision testet, wie Mikrotransaktionen prominenter zu bewerben sind. Aktuell ist damit aber wieder alles beim alten – erst einmal.
📢 Call of Duty #BlackOps6 | Call of Duty #Warzone
— Call of Duty Updates (@CODUpdates) June 2, 2025
A UI feature test that surfaced select store content in the Loadout menus was published in the Season 04 update in error. This feature has now been removed from the live game.