Fallout 4 10th Anniversary: Zum Geburtstag gibt es ein Menü für Bezahl-Mods
Bethesda sorgt mit dem Fallout-4-Anniversary-Update für Ärger. Im Grunde soll die zum 10. Geburtstag des Rollenspiels veröffentlichte Version mehr Mods aus der Creation-Plattform verkaufen – doch das funktioniert schlecht.
Der jüngste Patch spendiert dem Oldie die Unterstützung von (Super-)Ultrawide-Auflösungen, behebt zwei alte Fehler, darunter einen zur Genauigkeit der VATS-Anzeige und führt einen neuen Menüpunkt ein. Im „Creations Menü“ finden sich Mods, die zuvor über den Creations Club, Bethesdas Plattform für Paid Mods, angeboten wurden. Damit werden sie direkt in das Spiel selbst integriert.
Creations Menu: A new in-game Creations menu has been added, making it easier than ever to discover, download and enjoy content from professional developers and passionate enthusiasts alike.
Auszug aus den Patchnotes
Der nächste Schritt für Paid Mods
Dieser nächste Schritt war im Grunde zu erwarten. Paid Mods wurden von Bethesda zuletzt nach und nach in Spielen des Publishers etabliert. Den ersten Schritt machte der Publisher mit Starfield, sie sind aber auch schon in der Special Edition von Skyrim zu finden.
Das Angebot wird kuratiert und ist auch auf Konsolen verfügbar, aber stark umstritten. Zuletzt brachte Bethesdas 7-Euro-Mission die zu erwartende Kritik, aber auch andere Minimal-Angebote sorgen für Verstimmung. Von der Grundsatzdiskussion um den Geist des Moddings einmal abgesehen.
Hohe Preise, schlechte Qualität
Paid Mods so sichtbar in das Spiel zu integrieren, führt deshalb zu einem Absacken der Wertungen auf Steam. Das liegt darüber hinaus an der Preisstruktur: Das Anniversary Update wird kostenlos verteilt. Für Fallout 4 in der Anniversary Edition müssen hingegen 60 Euro bezahlt werden. Diese enthält das Hauptspiel, alle DLCs und das Creations Bundle, das 150 Bezahlmods bündelt. Das Upgrade auf die Anniversary Edition wird für 40 Euro verkauft, der Creations-Bundle-DLC allein für 20.
Bei dem Bundle handelt es sich um den einzigen „neuen“ Inhalt, der aktuell überwiegend negative Bewertungen einheimst. Wirklich neu ist nur ein Teil der Mods: Ein paar Skins, Ausrüstungsgegenstände sowie eine Handvoll Missionen. Die meisten der „mehr als 150 Creation-Club-Inhalte“ sind bekannt und laut Rezensionen auf Steam nicht unbedingt hochwertig. Der größte Teil seien Skins, schreiben Spieler.
I want to thank Bethesda for charging me 20 quid for Fallout 4's 10th Anniversary for some extra pip-boy colours and rewarding me by making my game unable to boot at all.
— Micky D (@DeMickyD) November 11, 2025
Even with the new script extender I had to remove every mod and reinstall everything. EPIC!!!! pic.twitter.com/7dIm8CRuao
Darüber hinaus passt laut einem Bericht von Kotaku auch die Technik nicht. Das Update zerstöre Spielstände, sorge dafür, dass Fallout bereits installierte DLCs nicht erkenne oder nicht starte. Auch das Creations Menü hat Probleme, es zeigt bei einigen Nutzern keine Vorschau der Mods an oder lädt sie erst gar nicht. Zudem können nicht alle gekauften Creation-Inhalte heruntergeladen werden. Alte Mods machen den Berichten in Foren zufolge ebenfalls Schwierigkeiten, teils muss das Spiel neu installiert und Mod für Mod geprüft werden. Damit funktioniert das primäre, neue Feature des ganzen Updates aktuell fehlerhaft.