Mega95: Hyperkin hält an Handheld-Veröffentlichung fest
Vor zwei Jahren hatte Hyperkin auf der CES den Mega95 angekündigt und damit großes Interesse geweckt. Lange Zeit war es ruhig um das Handheld geworden, weshalb viele Retro-Fans an einer Veröffentlichung der Konsole zweifelten. Nun hat sich Hyperkin erneut zu Wort gemeldet und bestätigt, dass weiterhin am Mega95 gearbeitet wird.
Klassisches Handheld als Vorbild
Der Mega95 soll eine moderne Neuauflage des im Oktober 1995 ausschließlich in den USA veröffentlichten Handhelds Sega Nomad darstellen, das seinerzeit vor allem als tragbarer Mega Drive vermarktet wurde. Mit diesem konnten neben Genesis-Spielen auch alle Mega-Drive-Titel gespielt werden, die keinen Regionalschutz besaßen. Zudem ließ sich das Handheld mithilfe der Mega-Drive-2-AV-Kabel an einen Fernseher anschließen und als Heimkonsole nutzen. Dafür bot der Nomad unter anderem einen zweiten Controller-Anschluss.
Reiner Hardware-Nachbau
Mit dem Mega95 möchte Hyperkin genau dieses damalige Stimmung einfangen. Statt auf FPGA oder Emulation zu setzen, soll die Konsole für ein authentisches Retro-Gefühl auf Hardware-Ebene nachgebildet werden – inklusive aller Anschlüsse und der Möglichkeit, originale Module des Vorbilds nativ zu verwenden.
Quick Mega95 development update for everyone waiting (and asking 👀):
— Hyperkin (@Hyperkin) January 14, 2026
✅ Hardware is locked in and finished.
⚠️ The holdup is software, specifically how the current build is translating game graphics. We’re seeing visual artifacts and occasional tearing, and we’re not okay… pic.twitter.com/PBE0lbk54y
Software als Problem
In einem Beitrag auf X hat der Spezialist für Retro-Gaming nun über den aktuellen Entwicklungsstand und die Gründe für die Verzögerung informiert. Zwar sei die Hardware-Basis bereits seit einiger Zeit abgeschlossen und festgelegt, die Software habe den Entwicklern jedoch lange Kopfzerbrechen bereitet. Laut dem Post kam es bei der Grafik immer wieder zu visuellen Artefakten und gelegentlichem Tearing. Diese Leistung sei für Hyperkin „inakzeptabel“ gewesen, weshalb die Fehler erst vollständig behoben werden mussten, bevor über eine Veröffentlichung nachgedacht werden konnte. Diese Arbeiten hätten die letzten Monate in Anspruch genommen, inzwischen sieht man sich aber auf einem guten Weg. Hyperkin will die gewonnenen Erkenntnisse in eine neue Test-Software einfließen lassen, die in Kürze fertiggestellt werden soll. „Sobald wir zufrieden sind und die Grafik sauber und stabil ist, werden wir mit der Massenproduktion fortfahren“, so die Entwickler weiter, ohne einen konkreten Termin zu nennen.
Weiterhin nur wenige Informationen verfügbar
Viel ist über das Handheld bislang allerdings weiterhin nicht bekannt. So soll es auf Hyperkins MegaRetroN HD basieren, einer Retro-Konsole, mit der ebenfalls Module von Segas Mega Drive und Genesis genutzt werden können. Das Handheld verfügt über ein 5 Zoll großes Display, der integrierte Akku soll eine Spielzeit von rund 10 Stunden ermöglichen. Mit der passenden Dockingstation soll sich der Mega95 – wie schon der Nomad – an ein TV-Gerät oder einen Monitor anschließen lassen und so auch als stationäre Konsole fungieren.