Mount & Blade II: Bannerlord: DLC „War Sails“ für Mittelalter-RPG widmet sich dem Seekrieg
Nach längerer Wartezeit ist heute für Mount & Blade II: Bannerlord die Erweiterung „War Sails“ erschienen, deren Hauptaugenmerk auf der Seekriegsführung liegt. Erstmals in der Mount-and-Blade-Serie ist es damit möglich, eine eigene Flotte aus Kriegsschiffen in Echtzeit in die Schlacht zu führen.
Neues Spiel wird zur Pflicht
Die Änderungen, die War Sails mit sich bringt, sind so umfassend, dass bereits vorab bekannt wurde, dass die neue Erweiterung nicht mit vorhandenen Speicherständen kompatibel ist. Der Beginn eines neuen Spiels ist daher unabdingbar. Das liegt vor allem daran, dass die Spielwelt deutlich umgebaut werden musste, um der neuen maritimen Kriegsführung Rechnung tragen zu können. So wurden unter anderem die vorhandenen Flüsse, die bisher keine weiteren Funktionen hatten, verbreitert, damit sie in War Sails mit Schiffen befahrbar sind. Neu ist auch eine bewohnbare Insel und die allgemeine Aufwertung der Küstengebiete, sowie die Befahrbarkeit der Meere. Hinzu kommen neben der Schiffsproduktion auch neue Handelswaren für mehr Abwechslung im Spiel. Obendrein gibt es neue Fähigkeiten für den Hauptcharakter beziehungsweise dessen Mitstreiter, die die Seefahrt betreffen.
Die Nordländer
Es gibt außerdem eine neue Fraktion, der man sich auch anschließen kann, im Deutschen „die Nordländer“ genannt. Eine an die Wikinger erinnernde Fraktion, die passenderweise die Meere und Flüsse der Spielwelt unsicher macht. Dem Namen entsprechend ist die Fraktion im Norden der erweiterten und umgebauten Spielwelt angesiedelt, zwischen „zerklüfteten Gipfeln, weiten Wälder und eisigen Fjorden.“ Das Reich der Nordländer trägt den Namen Nordvyg.
O Kapitän! Mein Kapitän!
Das größte neue Feature von War Sails die Einführung von Seeschlachten. Es ist möglich, eine eigene Flotte aufzubauen, mit der die eigenen Truppen verschifft werden können. Bei den Schiffen gibt es eine Auswahl an 18 verschiedenen Modellen, die historischen Vorbildern nachempfunden sind, von kleineren und wendigen Langbooten bis hin zu schwerbewaffneten Kriegsschiffen, die mit Ballisten und Katapulten ausgestattet sein können. Auch Rammen, Segel oder Laderäume können individuell angepasst werden, je nachdem wofür das Schiff gedacht ist.
Die Seeschlachten lassen dabei ihrerseits einigen spielerischen Freiraum. Neben der erwähnten Fernkampfbewaffnung kann man gegnerische Schiffe zum Beispiel auch rammen. Sofern das feindliche Schiff nicht sofort auseinander bricht, lässt der Aufprall die Besatzung taumeln und gegebenenfalls über Bord gehen. Etwaige Ruder lassen sich damit ebenfalls zerstören, wodurch der Gegner weniger Spielraum zum Manövrieren hat. Darüber hinaus können feindliche Segel zum Beispiel mit Feuerpfeilen unbrauchbar geschossen werden und zu guter Letzt steht der klassische Kampf Mann gegen Mann auf der Tagesordnung, wenn das feindliche Schiff geentert wird. Auf den Wind muss ein fähiger Kapitän dabei genauso achten wie auf das Wasser.
Die Entwickler versprechen realistische Wettereffekte, die der Seekriegsführung mehr Tiefe verleihen und einer Flotte auf See auch großen Schaden zufügen können, ganz ohne kriegerische Auseinandersetzung.
Spielstart verschoben
War Sails ist seit heute Vormittag für PC, Xbox Series X|S und PlayStation 5 verfügbar, sollte ursprünglich aber schon am 17. Juni 2025 erscheinen und wurde dann auf „Early Fall“, also den frühen Herbst verschoben. Da der meteorologische Herbst allerdings diese Woche schon endet, kann von einem Release im „frühen Herbst“ eher keine Rede mehr sein. Für Bannerlord-Fans sind Verschiebungen rund um das Spiel hingegen ein alter Hut. Das Hauptspiel war mal für März 2020 angekündigt, kam dann aber erst am 25. Oktober 2022 aus dem Early Access. Mehr als drei Jahre später folgt nun War Sails.
Günstiger zum Start
War Sails kostet regulär 24,99 Euro auf Steam kosten, der DLC ist bis zum 10. Dezember aber um 10 Prozent reduziert und kostet somit aktuell 22,49 Euro. Das Hauptspiel ist derzeit ebenfalls reduziert und kostet 24,99 Euro.