Oblivion Remastered: The Elder Scrolls IV erstrahlt nach 19 Jahren in neuem Glanz

Michael Günsch
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Fast 20 Jahre ist es her, als Bethesda mit Oblivion den vierten Teil der Rollenspielserie The Elder Scrolls veröffentlicht hat. Jetzt erstrahlt der Klassiker in neuem Glanz: Ab sofort ist Oblivion Remastered mit moderner Grafik aus der Unreal Engine 5 erhältlich.

Grafische Runderneuerung

Die Bilder verraten mehr als tausend Worte. Zwischen dem fast 20 Jahre alten Original und dem Remake in der Unreal Engine 5 liegen erwartungsgemäß Welten. Die Provinz Cyrodiil erscheint nun deutlich detaillierter, besitzt mehr Vegetation, eine bessere Licht- und Schattendarstellung sowie neu erstellte und hübscher anzusehende Kreaturen und Gegenstände.

The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered (Bild: Bethesda)

Wirkte das Original mit seinen knallgrünen Wäldern und gleißend weißen Ruinen teils übersättigt, tritt das Remake farblich dezenter, damit aber auch realistischer auf. Außerdem verleihen neue Objekte wie Fische oder Insekten der Spielwelt mehr Leben.

Neue Features

Das User-Interface wurde überarbeitet. Zudem wurden Dialoge neu vertont und die Lippensynchronisierung verbessert. Neue Animationen und Soundeffekte sollen die Kämpfe attraktiver machen. Neu ist zudem die Sprint-Funktion. Als „Quality of Life-Verbesserungen“ werden folgende Punkte aufgeführt.

  • Verbesserung des HUD, des Menüs und der Karte
  • Überarbeitete Benutzeroberfläche für Systeme wie Überzeugungskraft, Wegführung und mehr
  • Änderungen am Levelsystem, an der Tragekapazität, an nicht kampfrelevanten Perks und anderen Mechaniken
  • Verbesserte Skalierung der Feinde
  • Verbesserte Barrierefreiheitsfunktionen
  • Zusätzliche Autosaves
  • Überarbeitete First-Person- und Third-Person-Kamera
  • Vieles mehr!
Bethesda

Keine deutsche Tonspur mehr

Im Zuge der Neuvertonung gibt es aber einen großen Rückschritt für den regionalen Auftritt. Liegen beim Original noch eigene Tonspuren für Deutsch und Französisch vor, gibt es jetzt nur noch die englische Version. Benutzeroberfläche und Untertitel sind aber weiterhin auf Deutsch und in anderen Sprachen verfügbar.

Unterstützte Sprachen in The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered
Unterstützte Sprachen in The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered

Wann erscheint das Oblivion-Remake?

Mit der heutigen Vorstellung kommt das Spiel auch direkt auf den Markt. Ab sofort ist das Oblivion-Remake für die Plattformen PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich. Der Preis liegt bei 54,99 Euro (PC) und die Deluxe Edition kostet 10 Euro mehr. Außerdem ist das Spiel ab sofort Teil vom Spiele-Abo Xbox Game Pass.

Das Remake erhält auch die Erweiterungen Knights of the Nine und The Shivering Isles sowie die nachfolgend aufgelisteten kleineren DLCs. Der Umfang entspricht damit der Game-of-the-Year-Edition von 2009.

  • Fighter’s Stronghold
  • Spell Tomes
  • Vile Lair
  • Mehrune’s Razor
  • The Thieves Den
  • Wizard’s Tower
  • The Orrery
  • Horse Pack Armor

Über The Elder Scrolls IV: Oblivion

The Elder Scrolls IV: Oblivion ist der vierte Teil der Rollenspielserie The Elder Scrolls von Bethesda, die mit The Elder Scrolls: Arena im Jahr 1994 ihren Anfang nahm. Oblivion erschien im März 2006 und erhielt mit The Elder Scrolls V: Skyrim im November 2011 einen Nachfolger auf den 2014 der Multiplayer-Ableger The Elder Scrolls Online folgte.

Die Geschichte von The Elder Scrolls IV behandelt die Provinz Cyrodiil, in der der Kaiser Uriel Septim VII. seinen Herrschersitz hat. Bevor der Kaiser von Meuchelmördern getötet wird, wird der Spieler von diesem beauftragt, den letzten Thronerben zu finden, der dank seines Drachenbluts und eines Amuletts in der Lage sei, die Tore zum Reich des Vergessenes (Oblivion) wieder zu schließen, welche überall in Cyrodiil aufgetaucht sind.

Seinerzeit sorgte Oblivion nicht nur grafisch für neue Maßstäbe, sondern bot auch in puncto KI bereits so einiges. So folgten die NPCs zum Beispiel einem eigenen Tagesrhythmus und begaben sich etwa zu bestimmten Zeiten zum essen oder entzündeten in der Nacht die Fackeln. Das damals als „innovativ“ beworbene Kampfsystem wurde aber oft als hakelig empfunden.

Doch tat dies dem Erfolg keinen Abbruch und TES IV: Oblivion mauserte sich zum Spiel des Jahres 2006 und hält einen Metascore von 94/100 Punkten auf der Bewertungsplattform Metacritic, der in der Serie nur noch vom Nachfolger Skyrim überboten wird.

Leaks verrieten viel vorab

Das Remake hätte eine große Überraschung werden können, wäre da nicht eine mutmaßliche Panne beim Studio Virtuos passiert. Auf der offiziellen Website waren nämlich schon vor einer Woche Screenshots aus dem neu aufbereiteten Oblivion zu sehen. Die Website wurde zwar kurz darauf komplett abgeschaltet, doch machten die Bilder längst die Runde im Netz.

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