The Outer Worlds 2: Kapitalismus-Kritik wird größer, schlimmer und teurer
The Outer Worlds 2 wird Microsofts nächster 80-Euro-Titel. Das Rollenspiel rechnet wie der Vorgänger scharf mit dem Kapitalismus ab. Auch in der neuen Kolonie Arcadia nimmt Obsidian dessen Auswüchse satirisch auf die Schippe.
Für Obisidian war The Outer Worlds (Test) ein Glanzpunkt: Das eigenständig entwickelte Spiel gab dem Studio Freiraum, seine erzählerischen Stärken auszuspielen. Spielerisch orientierte man sich an Fallout, ließ gegen Ende aber auch das begrenzte Budget durchblicken. Das ist nach der Übernahme durch Microsoft kein Problem mehr, die Fortsetzung soll also auch die ursprüngliche Vision umsetzen. Größer, böser, dystopischer. „Wenn du gedacht hast, dass Halcyon schlimm war, warte, bis du Arcadia besucht hast“, verspricht die Ankündigung.
Mehr Rollenspiel
Erneut versteht sie sich als Satire auf den Kapitalismus, allerdings in einer neuen, dystopischen und größeren Kolonie der Menschheit. In Arcadia kämpfen drei Fraktionen darum, ihre jeweils eigene Zukunftsvision umzusetzen. Das Protektorat will Menschen zu Gehorsam erziehen und ihnen eigenständiges Denken in einem Polizeistaat abnehmen, Auntie's Choice wirbt hingegen für Freiheit, die in der Freiheit zum Kauf von Auntie-Produkten besteht. Der Orden des Aszendenten verehren Muster und Mathematik, mit der sie die Zukunft vorhersagen und die Menschheit perfektionieren wollen. Einfluss und Territorium der Fraktionen werden durch Handlungen und Entscheidungen des Spielers beeinflusst. Der ist dort als Agent der Erde unterwegs, um die Kolonie vor dem drohenden Untergang zu bewahren.
Dem Rollenspiel soll größere Bedeutung zukommen. Perks und Eigenschaften werden nicht mehr gewählt, sie entwickeln sich auf Basis der Spielweise. Wer viel klaut, wird unter Umständen „Kleptomane“ und bekommt dann mehr Geld beim Verkauf von Hehlerware, stiehlt aber auch schon „durch bloßes Hinsehen“. Verbesserungen verspricht Obsidian auch für Kampf und Bewegung. Beides soll sich besser anfühlen.
Ironische Preiserhöhung
Los geht es ab dem 24. Oktober für Besitzer der rund 100 Euro teuren Premium Edition. Sie enthält zwei kommende Story-DLCs und ein digitales Artbook. Käufer der immerhin 80 Euro teuren Standardversion müssen bis zum 29. Oktober warten. Ein Upgrade auf die Premium-Version können sie und Game-Pass-Spieler für rund 30 Euro kaufen. Damit bleibt Microsoft auch mit Outer Worlds dem Trend treu: Spiele großer Publisher werden teurer, was auch etwa für Konami gilt, das für Silent Hill f ebenfalls 80 Euro verlangt. Auch das nimmt Obsidian selbstironisch auf: „An Adventure made for capitalism by capitalism“, heißt es am Ende des Trailers.
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