Deepcool CL6600: Neues Gehäuse lagert CPU-Hitze ins Oberteil aus

Max Doll
68 Kommentare
Deepcool CL6600: Neues Gehäuse lagert CPU-Hitze ins Oberteil aus
Bild: Deepcool

Prozessor oder Grafikkarte optimal kühlen? Deepcool möchte im CL6600 beides und lagert dazu die Hitze der CPU aus. Sie wird in einer eigenen Kammer abgegeben, die der Hersteller vom übrigen Gehäuse trennt und als „Oberteil“ auf den Kern-Tower setzt. Der dafür nötige Kühler wird gleich mitgeliefert.

Die ungewöhnliche Interpretation eines Zwei-Kammer-Layouts nimmt den klassischen Midi-Tower als Grundlage und setzt ihm einen weiteren Kasten oben auf. Das, Holz an der Front und ein integrierter Headset-Halter produzieren einen ungewöhnlichen Look. Der soll auch zu sehen sein: Gedacht ist, das Gehäuse auf den Schreibtisch zu stellen, die Anschlüsse befinden sich dementsprechend an der Unterseite.

Oberteil kühlt

Das Oberteil hat zudem eine Funktion. Dort wird die Abwärme des Prozessors abgegeben, Deepcool nennt das „HyperSplit“. Obwohl das CL6600 auch große Luftkühler bis zu einer Höhe von 175 Millimetern aufnehmen kann, funktioniert dieses spezielle Konzept mit einem Heatpipe-Kühler nicht, es benötigt eine Wasserkühlung.

Ein passendes Modell mit 360-mm-Radiator und auf das Gehäuse abgestimmter Schlauchlänge wird daher vorinstalliert. Nachrüsten lassen sich drei weitere Lüfter auf dem Radiator für eine Push-Pull-Belüftung. Die Pumpe kann zwischen 2.500 und 3.400 U/min betrieben werden, die Lüfterdrehzahl liegt zwischen 500 und 2.500 U/Min.

Das Netzteil soll ebenso vom übrigen Innenleben entkoppelt werden. Damit das funktioniert, sitzt es direkt hinter der Front und entlässt warme Abluft seitlich aus dem Gehäuse. So bleibt die Grafikkarte als einzige Wärmequelle im Innenraum übrig. Unterstützt werden logischerweise auch extrem lange und große Modelle.

Frische Luft besorgen zwei 120-mm-Lüftern vom Typ FL12R SE mit invertierten Blättern an der Unterseite, die an einer ausziehbaren Halterung vor dem Netzteil sitzen. Sie können zwischen 500 und 2.150 U/Min betrieben werden. Weitere Lüfter können an Front, Heck und Oberseite nachgerüstet werden, teilweise ausschließlich im 140-mm-Format.

Preis und Verfügbarkeit

Das CL6600 soll ab sofort im Handel verfügbar sein, als Preisempfehlung nennt Deepcool rund 200 Euro für die schwarze und knapp 210 Euro für die weiße Version. Ein wenig relativiert sich der Preis, da ein Kühler beim Marktvergleich eingerechnet werden muss.

Deepcool CL6600
Mainboard-Format: ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
Back-Connect
Chassis (L × B × H): 458 × 235 × 534 mm (57,47 Liter)
Seitenfenster
Material: Kunststoff, Stahl, Glas
Nettogewicht: 11,80 kg
I/O-Ports / Sonstiges: 1 × USB 3.1 (USB 3.2 Gen 2) Type C, 2 × USB 3.0 (USB 3.2 Gen 1), HD-Audio
Beleuchtung (RGB)
Einschübe: 1 × 3,5"/2,5" (intern)
2 × 3,5" (intern)
1 × 2,5" (intern)
Erweiterungsslots: 7
Lüfter: Front: 2 × 140 mm
Heck: 1 × 140/120 mm (optional)
Deckel: 2 × 140 mm oder 3 × 120 mm (optional)
Boden: 2 × 120 mm (2 × 120 mm inklusive)
Staubfilter: Deckel, Front, Netzteil, Boden
Kompatibilität: CPU-Kühler: 175 mm
GPU: 388 mm – 413 mm
Netzteil: 160 mm
Preis: 200 €
📊 Intel, AMD oder Nvidia? Mach' jetzt noch mit bei unserer großen Jahresumfrage!