Midi-Tower Z10 DS: Zalman entdeckt die Fronttür für 15,6"-Riesenbildschirm

Max Doll
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Midi-Tower Z10 DS: Zalman entdeckt die Fronttür für 15,6"-Riesenbildschirm
Bild: Zalman

Zalman entdeckt die Fronttür bei Gehäusen neu. Der Hersteller nutzt sie für einen 15,6"-Riesenbildschirm. Der kann allerdings auch abgenommen und separat genutzt werden – das Z10 DS wird dann ein ganz normaler Midi-Tower.

Das besondere an dem Konzept: Das Display mit einem Seitenverhältnis von 16:9 und 1080p-Auflösung ist ein ganz normaler Bildschirm und wird als solcher behandelt. Bildsignale bekommt er über ein Mini-HDMI-auf-HDMI-Kabel, das Zalman hinter die Fronttür des Z10 DS legt, für die Stromversorgung wird ein USB-C-auf-A-Kabel genutzt.

Nach Herstellen der Verbindung wird das auch einzeln gelistete ZM-MF156-Displaymodul wie ein zweiter Monitor behandelt – was dort angezeigt wird, lässt sich deshalb frei und unabhängig von Limitierungen einer Hersteller-Software bestimmen. Dementsprechend zeigt Zalman das Gehäuse unter anderem schräg zum Monitor und mit halb geöffneter Fronttür, was ein echtes Dual-Monitor-Setup herstellt.

Wird das Z10 DS mit normaler Fronttür genutzt, lässt sich das 367 × 220 × 27 mm große Display über einen mitgelieferten Ständer einfach auf dem Schreibtisch platzieren. Welche Bildschirm-Technologie genutzt wird, lässt sich dem Datenblatt allerdings nicht entnehmen.

Dahinter ein normaler Midi-Tower

Dahinter steckt ein recht einfacher Midi-Tower mit großzügigem Platzangebot. Kühler und Grafikkarten können in quasi unbeschränkter Größe genutzt werden, überlange Erweiterungskarten stützt ein Halter. Alternativ lässt sich die GPU um 90 Grad drehen, wofür drei Slots zur Verfügung stehen. Halterung und Riserkabel müssen jedoch separat erworben werden. Festplatten sitzen in zwei 2,5"-Halterungen hinter dem Mainboard, eine weitere Halterung mit einem Einschub nimmt zwei 2,5"/3,5"-HDDs vor dem Netzteil auf.

Zur Kühlung setzt das Z10 DS auf Einbauplätze hinter der Front, am Seitenteil, dem Deckel und dem Netzteil-Tunnel. Drei 120-mm-Lüfter liefert Zalman mit. Im Heck sitzt ein ARGB-Exemplar mit 3-Pin-Anschluss, also ohne PWM-Regelung, der mit bis zu 1.100 U/Min dreht. Hinter der Front sind es zwei unbeleuchtete 120-mm-Lüfter mit 1.200 U/Min Maximaldrehzahl. Auch hier erfolgt die Regelung über die Betriebsspannung. Staubfilter sind am Boden und der Oberseite des Towers zu finden.

Im Handel verfügbar

Im freien Handel kann das Zalman Z10 DS bereits für rund 220 Euro erworben werden. Das normale Z10 liegt gegenwärtig bei knapp 90 Euro, ist allerdings kein direkter Vergleich: Zwar ist das Chassis an sich identisch, es werden aber mehr Lüfter und eine andere Front verbaut.

Zalman Z10 DS
Mainboard-Format: ATX, Micro-ATX
Chassis (L × B × H): 474 × 220 × 488 mm (50,89 Liter)
Seitenfenster, halbe Fronttür
Material: Kunststoff, Stahl, Glas
Nettogewicht: 9,50 kg
I/O-Ports / Sonstiges: 2 × USB 3.0 (USB 3.2 Gen 1), 1 × USB 3.0 (USB 3.2 Gen 1) Type C, HD-Audio, Display
Beleuchtung (RGB)
Einschübe: 2 × 3,5"/2,5" (intern)
2 × 2,5" (intern)
Erweiterungsslots: 7
Lüfter: Front: 3 × 140/120 mm (2 × 120 mm inklusive)
Heck: 1 × 120 mm (1 × 120 mm inklusive)
Deckel: 2 × 140 mm oder 3 × 120 mm (optional)
Seitenteil rechts: 2 × 120 mm (optional)
Innenraum: 2 × 120 mm (optional)
Staubfilter: Deckel, Netzteil, Boden
Kompatibilität: CPU-Kühler: 173 mm
GPU: 395 mm
Netzteil: 200 mm
Preis: ab 200 €
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