Aktie fällt deutlich: Nvidia darf auch H20 nicht mehr in China verkaufen
In einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hat Nvidia bekanntgegeben, auch den an vorherigen US-Sanktionen vorbei entwickelten KI-Beschleuniger H20 nicht mehr nach China und weitere Länder verkaufen zu dürfen. Abschreibungen auf Lagerware und Vertragsstrafen sollen 5,5 Milliarden US-Dollar Kosten verursachen.
Aktie gibt deutlich nach
Die US-Regierung hätte Nvidia erstmals am 9. April davon in Kenntnis gesetzt, dass auch H20 eine Lizenz zur Ausfuhr nach China und weitere ausgewählte Länder benötigt. Am 14. April wurde diese neue Vorgabe vorerst auf unbestimmte Zeit festgelegt. Im Finanzergebnis des am 27. April endenden Quartals wird Nvidia die neuen Vorgaben und deren finanziellen Effekt mit 5,5 Milliarden US-Dollar Kosten einfließen lassen. Der Aktienkurs gab im Nachgang der Bekanntgabe um fast zehn Prozent nach.
On April 9, 2025, the U.S. government, or USG, informed NVIDIA Corporation, or the Company, that the USG requires a license for export to China (including Hong Kong and Macau) and D:5 countries, or to companies headquartered or with an ultimate parent therein, of the Company’s H20 integrated circuits and any other circuits achieving the H20’s memory bandwidth, interconnect bandwidth, or combination thereof. The USG indicated that the license requirement addresses the risk that the covered products may be used in, or diverted to, a supercomputer in China. On April 14, 2025, the USG informed the Company that the license requirement will be in effect for the indefinite future.
DeepSeek soll auf H20 setzen
Dass die neue US-Regierung auch Nvidias H20 sanktionieren wird, war zuletzt bereits vermutet worden. Der Chip soll zwar nicht zum Training der KI DeepSeek verwendet worden sein, die Anfang des Jahres viel Aufsehen erregt hatte. H20 folgte aber auf den zuvor sanktionierten H800, ein Derivat von Hopper H100.