Bei GeForce und Radeon: Berichte über durchgeschmorte 12VHPWR-Stecker nehmen wieder zu

Michael Günsch
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Bei GeForce und Radeon: Berichte über durchgeschmorte 12VHPWR-Stecker nehmen wieder zu
Bild: Seasonic

Der für Probleme berüchtigte 12VHPWR-Stromanschluss an modernen Grafikkarten sorgt erneut für viel Kritik. Frische Meldungen betreffen nicht nur GeForce, sondern auch Radeon. Das Problembild ist altbekannt: angeschmorte Pins soweit das Auge reicht.

Viermal GeForce, einmal Radeon

In nur zwei Tagen tauchten auf Reddit gleich vier neue Meldungen über durchgeschmorte 12HPWR-Anschlüsse auf High-End-Grafikkarten der Serie Nvidia GeForce RTX 5090 auf, berichtet VideoCardz. Doch auch im roten Lager gibt es solche Vorfälle, denn eine Sapphire Radeon RX 9070 XT Nitro+ hat es jüngst ebenfalls erwischt. Nach einer ASRock Radeon RX 9070 XT Taichi im Sommer ist dies erst der zweite Fall, der bei einer Radeon-Grafikkarte öffentlich bekannt wird. Allerdings ist der Stromanschluss bei Radeon auch viel seltener anzutreffen und der Absatz von GeForce generell höher.

Der durchgeschmorte 12VHPWR-Stecker der Sapphire Radeon RX 9070 XT Nitro+
Der durchgeschmorte 12VHPWR-Stecker der Sapphire Radeon RX 9070 XT Nitro+ (Bild: e92justin (Reddit))
Verkohlte Pins bei einer GeForce RTX 5090 von MSI
Verkohlte Pins bei einer GeForce RTX 5090 von MSI (Bild: Square-Foundation-87 (Reddit))

Doch egal ob die GPU von Nvidia oder AMD stammt und egal von welchem Board-Partner die Grafikkarte hergestellt wurde, der gemeinsame Nenner ist und bleibt der 12VHPWR-Stromanschluss. Dieser hatte schon vor Jahren auf der GeForce RTX 4090 für Wirbel gesorgt. Während Nvidia zunächst die Schuld bei Anwendern sah, folgte eine angepasste Version „12V-2×6“, mit der es aber weiterhin Probleme gibt.

Vor diesem Hintergrund bleibt nur zu wünschen, dass sämtliche Problemquellen bei der nächsten Generation Grafikkarten ausgemerzt werden. Das Vertrauen in diese Form der Stromversorgung ist in jedem Fall beschädigt. Das Thema GPU-Stromversorgung bleibt so oder so spannend, denn der Mainboard-Hersteller Asus hat zum Beispiel eine ganz eigene Lösung entwickelt, mit der auf Stromkabel ganz verzichtet werden kann.

Ein richtiger Umgang ist wichtig

Während sich Anwender früher nie große Gedanken um den Anschluss der Grafikkarte machen mussten, ist beim 12VHPWR respektive der neuen Variante 12V-2×6 Vorsicht geboten. Um das Risiko eines Durchbrennens zu minimieren sollte zwingend darauf geachtet werden, dass der Stecker fest und bis zum Anschlag in der Buchse sitzt – die Nase zur Arretierung sollte in jedem Fall einrasten. Ferner sollten enge Biegeradien am Kabel in der Nähe des Anschlusses möglichst vermieden werden. Netzteile, die bereits nach ATX-3.1-Norm gefertigt sind, besitzen die verbesserte Version des Steckverbinders.

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