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Im Test vor 15 Jahren: Die GeForce GTX 465 hinter der Radeon HD 5850

Robert McHardy
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Im Test vor 15 Jahren: Die GeForce GTX 465 hinter der Radeon HD 5850

Mit der GeForce GTX 465 (Test) versuchte Nvidia, den Mittelklassemarkt mit Hilfe einer stark abgespeckten GF100-GPU zu erobern. Wie so oft, scheiterte die GeForce GTX 465 dabei ultimativ am zu hohen Preis und der deutlich preiswerteren Konkurrenz – selbst aus dem eigenen Haus.

Eine kleine GeForce GTX 480

Die GeForce GTX 465 setzte wie die GeForce GTX 470 und 480 auf die GF100-GPU mit etwa 3 Milliarden Transistoren. Dabei setzte Nvidia auf eine gegenüber dem Vollausbau deutlich abgespeckte Variante mit lediglich 352 aktiven Shader-Einheiten, wodurch sich bei einer Taktrate von 607 MHz Chip- respektive 1.215 MHz Shader-Takt eine theoretische Rechenleistung von 855 GFOPS ergab.

Von den sechs Speicher-Controllern blieben nur vier übrig, wodurch die Zahl der ROPs auf 32 abfiel und dementsprechend auch der Speicher auf 1.024 MByte GDDR5 schrumpfte. Dieser wurde mit einer Taktrate von 1.607 MHz an einem 256 Bit Speicher-Interface betrieben. Daraus ergab sich eine Speicherbandbreite von knapp über 102 GByte/s, während die GeForce GTX 470 aus 134 GByte/s kam. Die maximale Leistungsaufnahme gab der Hersteller mit 200 Watt an.

Radeon HD 5830 Radeon HD 5850 GeForce GTX 465 GeForce GTX 470
Chip RV870/Cypress GF100
Transistoren ca. 2,15 Mrd. ca. 3 Mrd.
Fertigung 40 nm
Chiptakt 800 MHz 725 MHz 607 MHz
Shadertakt 800 MHz 725 MHz 1.215 MHz
Shader-Einheiten (MADD) 224 (5D) 288 (5D) 352 (1D) 448 (1D)
FLOPS (MADD/ADD) 1.792 GFLOPS 2.090 GFLOPS 855 GFLOPS 1.089 GFLOPS
ROPs 16 32 40
Pixelfüllrate 12.800 MPix/s 23.200 MPix/s 13.354 MPix/s 16.996 MPix/s
TMUs 56 72 44 56
TAUs 56 72 44 56
Texelfüllrate 44.800 MTex/s 52.200 MTex/s 26.708 MTex/s 33.992 MTex/s
Shader-Model SM 5
effektive Windows
Stromsparfunktion
Speichermenge 1.024 MByte GDDR5 1.280 MByte GDDR5
Speichertakt 2.000 MHz 2.000 MHz 1.607 MHz 1.676 MHz
Speicher-Interface 256 Bit 256 Bit 256 Bit 320 Bit
Speicherbandbreite 128.000 MB/s 128.000 MB/s 102.848 MB/s 134.080 MB/s

Mit einer Preisempfehlung von knapp 300 Euro lag die GeForce GTX 465 nur 15 Euro unter dem Straßenpreis der GeForce GTX 470, 100 Euro über der Radeon HD 5830 und 20 Euro über der Radeon HD 5850. Damit musste sich die GeForce GTX 465 gegenüber einigen sehr guten Grafikkarten behaupten, um ihren Preispunkt zu rechtfertigen.

Bei dem Modell im Test handelte es sich um eine GeForce GTX 465 im Referenzdesign von Zotac. Dieses setzte auf das gleiche PCB wie die GeForce GTX 470, womit sich beide Grafikkarten in Sachen Länge, Layer, Bauteile und Stromversorgung glichen. Um die 200 Watt maximale Leistungsaufnahme bereit zu stellen, standen zwei 6-Pin-PCIe-Anschlüsse zusammen mit dem PCIe-Steckplatz zur Verfügung. Der Kühler setzte auf ein damals typisches Dual-Slot-Design mit einem 65-mm-Radiallüfter, der Luft aus dem Gehäuse ansaugte und durch den Kühler rückseitig abführte.

Schneller als eine Radeon HD 5830

Die Radeon HD 5830 hängte die GeForce GTX 465 in den Benchmarks ohne große Probleme ab. Je nach Auflösung und Einstellungen hatte sie im Durchschnitt einen Vorsprung von bis zu 21 Prozent. Gegenüber der Radeon HD 5850 war die GeForce GTX 465 jedoch zwischen 8 bis 19 Prozent langsamer. Und die kaum teurere GeForce GTX 470 aus dem eigenen Haus war zwischen 20 und 43 Prozent schneller.

Rating
Rating – 1680x1050
    • ATi Radeon HD 5970
      172,8
    • Nvidia GeForce GTX 480
      147,9
    • ATi Radeon HD 5870
      128,0
    • ATi Radeon HD 5870 2GB
      126,8
    • Nvidia GeForce GTX 295
      121,9
    • Nvidia GeForce GTX 470
      121,6
    • ATi Radeon HD 5850
      109,8
    • Nvidia GeForce GTX 465
      100,0
    • ATi Radeon HD 5830
      91,0
    • Nvidia GeForce GTX 285
      86,5
    • Nvidia GeForce GTX 275
      81,7
    • ATi Radeon HD 4890
      78,2
    • ATi Radeon HD 5770
      73,1
    • Nvidia GeForce GTX 260
      70,7
    • ATi Radeon HD 4870
      70,5
    • ATi Radeon HD 5750
      62,0
    • Nvidia GeForce GTS 250
      61,2
    • ATi Radeon HD 4770
      55,0
    • Nvidia GeForce 9800 GT
      48,9
    • ATi Radeon HD 5670
      44,4
    • Nvidia GeForce GT 240
      38,2
Einheit: Prozent, Arithmetisches Mittel

In den B-Noten konnte die GeForce GTX 465 wie die größeren Geschwister der Fermi-Generation nicht glänzen. Die GPU-Temperatur der „Thermi“ war sehr hoch und dementsprechend laut war die Grafikkarte unter Last. Die Leistungsaufnahme war höher als bei der deutlich schnelleren Radeon HD 5870 von AMD. Wen hohe Leistungsaufnahme, Lautstärke und Temperatur nicht störten, der konnte mittels Übertaktung weitere 20 Prozent Leistung auf Kosten dieser Qualitäten erreichen.

Diagramme
Temperatur
  • Idle – Windows:
    • ATi Radeon HD 5870
      33
    • ATi Radeon HD 5850
      35
    • Nvidia GeForce GT 240
      36
    • ATi Radeon HD 5830
      37
    • Nvidia GeForce GTS 250
      37
    • ATi Radeon HD 5750
      39
    • ATi Radeon HD 5770
      39
    • ATi Radeon HD 5670
      41
    • MSI GeForce GTX 465
      41
    • Nvidia GeForce GTX 285
      42
    • Zotac GeForce GTX 465
      42
    • Nvidia GeForce GTX 260
      43
    • Nvidia GeForce GTX 480
      43
    • Nvidia GeForce GTX 470
      44
    • Nvidia GeForce GTX 275
      45
    • ATi Radeon HD 5970
      46
    • Nvidia GeForce GTX 295
      50
    • ATi Radeon HD 4770
      52
    • ATi Radeon HD 4890
      53
    • Nvidia GeForce 9800 GT
      58
    • ATi Radeon HD 4870
      68
  • Last - GPU:
    • Nvidia GeForce GT 240
      63
    • ATi Radeon HD 5750
      67
    • ATi Radeon HD 5770
      68
    • Nvidia GeForce GTS 250
      68
    • ATi Radeon HD 4770
      69
    • ATi Radeon HD 4890
      70
    • ATi Radeon HD 5850
      71
    • Nvidia GeForce GTX 260
      74
    • ATi Radeon HD 5870
      76
    • ATi Radeon HD 5670
      78
    • ATi Radeon HD 5830
      78
    • ATi Radeon HD 4870
      79
    • ATi Radeon HD 5970
      81
    • Nvidia GeForce GTX 285
      81
    • Nvidia GeForce GTX 295
      82
    • MSI GeForce GTX 465
      86
    • Zotac GeForce GTX 465
      88
    • Nvidia GeForce GTX 275
      89
    • Nvidia GeForce GTX 470
      91
    • Nvidia GeForce 9800 GT
      92
    • Nvidia GeForce GTX 480
      93
  • Last - Chiprückseite:
    • ATi Radeon HD 5850
      48
    • ATi Radeon HD 5870
      49
    • ATi Radeon HD 4890
      50
    • ATi Radeon HD 5750
      50
    • Nvidia GeForce GT 240
      51
    • ATi Radeon HD 5670
      52
    • Nvidia GeForce GTS 250
      53
    • ATi Radeon HD 4770
      54
    • ATi Radeon HD 5830
      55
    • Nvidia GeForce GTX 260
      56
    • Nvidia GeForce GTX 285
      57
    • ATi Radeon HD 5770
      58
    • Nvidia GeForce GTX 470
      61
    • MSI GeForce GTX 465
      63
    • Zotac GeForce GTX 465
      64
    • Nvidia GeForce 9800 GT
      65
    • Nvidia GeForce GTX 480
      65
    • ATi Radeon HD 5970
      66
    • Nvidia GeForce GTX 275
      67
    • Nvidia GeForce GTX 295
      67
    • ATi Radeon HD 4870
      68
Einheit: °C

Fazit

Wirklich gelungen war die GeForce GTX 465 nicht. Die Leistung war zwar generell gut, allerdings im Vergleich zu der preislich attraktiveren Konkurrenz nicht gut genug. So kam die GeForce GTX 465 mit allen Nachteilen einer Fermi-Grafikkarte, konnte aber nicht mit einem attraktiven Preis oder einer besonders herausstechenden Leistung glänzen.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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