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Im Test vor 15 Jahren: Die GeForce GTX 570 war für 350 Euro fast perfekt

Robert McHardy
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Im Test vor 15 Jahren: Die GeForce GTX 570 war für 350 Euro fast perfekt

Mit der GeForce GTX 570 (Test) ließ Nvidia kurz auf die GeForce GTX 580 eine zweite Grafikkarte mit dem gelungenen GF110-Chip folgen. Für einen Preis von 350 Euro machte sie vieles richtig, musste aber Kritik für einige Details einstecken.

Ein abgespeckter GF110 für 350 Euro

Äußerlich entsprach die GeForce GTX 570 nahezu der GeForce GTX 580. Der Dual-Slot-Kühler verfügte über einen Kupfer-Kern mit integrierter Vapor-Chamber sowie einen 70 mm großen Radiallüfter, der den Kühler mit frischer Luft versorgte. Das gleiche Kühlsystem wurde auf der größeren GeForce GTX 580 verwendet und wusste dort zu gefallen. Das PCB der 27 cm langen Grafikkarte glich ebenfalls weitgehend dem der GTX 580 und unterschied sich primär in der Stromversorgung, die über zwei 6-Pin-PCIe-Stecker erfolgte.

Die GeForce GTX 570 setzte ebenso wie die GeForce GTX 580 auf den Nvidia GF110 mit drei Milliarden Transistoren. Im Falle der GTX 570 wurde der Chip von 512 auf nunmehr 480 Shader-Einheiten beschnitten. Zugleich fiel der Chiptakt von 772 auf 732 MHz ab, woraus sich eine theoretische Rechenleistung von 1.405 GFLOPS verglichen mit den 1.581 GFLOPS der GTX 580 ergab. Eine weitere Änderung fand sich beim Speicher, der von 1.536 auf 1.280 MByte GDDR5 schrumpfte. Damit einher ging eine Reduzierung der ROPs auf 40 und dementsprechend ein mit 320 Bit etwas schmaleres Speicher-Interface. Daraus ergab sich schlussendlich im Zusammenspiel mit dem niedrigeren Speichertakt eine Speicherbandbreite von 152.000 MByte/s statt der 192.384 MByte/s der GeForce GTX 580.

Radeon HD 5870 GeForce GTX 480 GeForce GTX 570 GeForce GTX 580
Chip RV870/Cypress GF100 GF110
Transistoren ca. 2,15 Mrd. ca. 3 Mrd.
Fertigung 40 nm
Chiptakt 850 MHz 700 MHz 732 MHz 772 MHz
Shadertakt 850 MHz 1.401 MHz 1.464 MHz 1.544 MHz
Shader-Einheiten
(MADD)
320 (5D) 480 (1D) 512 (1D)
FLOPS (MADD/ADD) 2.720 GFLOPS 1.345 GFLOPS 1.405 GFLOPS 1.581 GFLOPS
ROPs 32 48 40 48
Pixelfüllrate 27.200 MPix/s 21.000 MPix/s 21.960 MPix/s 24.704 MPix/s
TMUs 80 60 64
TAUs 80 60 64
Texelfüllrate 68.000 MTex/s 42.000 MTex/s 43.920 MTex/s 49.408 MTex/s
Shader-Model SM 5
effektive Windows
Stromsparfunktion
Speichermenge 1.024 MByte GDDR5 1.536 MByte GDDR5 1.280 MByte GDDR5 1.536 MByte GDDR5
Speichertakt 2.400 MHz 1.848 MHz 1.900 MHz 2.004 MHz
Speicher-Interface 256 Bit 384 Bit 320 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite 153.600 MByte/s 177.408 MByte/s 152.000 MByte/s 192.384 MByte/s

Gleichauf mit einer GeForce GTX 480

In den Benchmarks schlug sich die GeForce GTX 570 sehr gut. Über alle Auflösungen und Einstellungen lag sie etwas vor der GeForce GTX 480 und deutlich (24 bis 33 Prozent) vor ihrem direkten Vorgänger, der GeForce GTX 470. Damit war sie auch schneller als jegliche Single-GPU-Grafikkarte von AMD und wurde nur von der GeForce GTX 580 geschlagen, die 12 bis 16 Prozent schneller war.

Rating
Rating – 1680x1050
    • ATi Radeon HD 5970
      115,2
    • Nvidia GeForce GTX 580
      112,0
    • Nvidia GeForce GTX 570
      100,0
    • Nvidia GeForce GTX 480
      98,2
    • ATi Radeon HD 5870
      85,1
    • Nvidia GeForce GTX 470
      80,8
    • AMD Radeon HD 6870
      80,0
    • ATi Radeon HD 5850
      74,1
    • AMD Radeon HD 6850
      68,6
    • Nvidia GeForce GTX 465
      65,6
    • Nvidia GeForce GTX 460
      63,4
    • ATi Radeon HD 5830
      62,2
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      60,9
    • ATi Radeon HD 5770
      52,2
    • ATi Radeon HD 5750
      44,7
    • Nvidia GeForce GTS 450
      43,0
    • ATi Radeon HD 5670
      32,4
Einheit: Prozent, Arithmetisches Mittel

Etwas weniger rosig sah es abseits der Leistung aus. In puncto Lautstärke unter Last schnitt die GeForce GTX 570 etwas schlechter ab als die GTX 580. Besonders störend war, dass die Lüftersteuerung zu oft eingriff und die Drehzahl so stark schwankte. Dennoch war der Schalldruckpegel der GeForce GTX 570 deutlich angenehmer als bei der GeForce GTX 480 und 470. Die Temperaturen bewegten sich im grünen Bereich und ließen etwas Spielraum für Übertaktungsversuche. Der Leistung entsprechend fiel die Leistungsaufnahme unter Last recht hoch aus. Wen das nicht störte, der konnte im Gegenzug für höhere Temperaturen, Lautstärke und Leistungsaufnahme weitere fünf bis sieben Prozent Leistung durch das Anheben der Taktraten erreichen.

Diagramme
Lautstärke
  • Idle – Windows:
    • Nvidia GeForce GTS 450
      40,5
    • AMD Radeon HD 6850
      41,0
    • AMD Radeon HD 6870
      41,0
    • ATi Radeon HD 5850
      41,5
    • ATi Radeon HD 4870
      42,0
    • ATi Radeon HD 5870
      42,0
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      42,0
    • Nvidia GeForce GTX 460
      42,0
    • Nvidia GeForce GTX 570
      42,0
    • Nvidia GeForce GTX 470
      43,0
    • Nvidia GeForce GTX 580
      43,0
    • ATi Radeon HD 5830
      43,5
    • ATi Radeon HD 5970
      43,5
    • Nvidia GeForce GTX 465
      44,0
    • Nvidia GeForce GTX 480
      44,0
    • ATi Radeon HD 5670
      45,5
    • ATi Radeon HD 5750
      45,5
    • ATi Radeon HD 5770
      46,0
    • Nvidia GeForce GTX 260
      47,5
  • Last:
    • Nvidia GeForce GTS 450
      41,5
    • Nvidia GeForce GTX 460 768
      48,5
    • Nvidia GeForce GTX 460
      48,5
    • ATi Radeon HD 5750
      50,5
    • ATi Radeon HD 5670
      51,5
    • ATi Radeon HD 5770
      52,0
    • AMD Radeon HD 6850
      52,0
    • ATi Radeon HD 5830
      52,5
    • ATi Radeon HD 4870
      53,0
    • Nvidia GeForce GTX 260
      54,0
    • ATi Radeon HD 5870
      55,0
    • AMD Radeon HD 6870
      55,5
    • Nvidia GeForce GTX 580
      55,5
    • ATi Radeon HD 5850
      56,0
    • Nvidia GeForce GTX 570
      57,0
    • Nvidia GeForce GTX 465
      57,5
    • ATi Radeon HD 5970
      59,5
    • Nvidia GeForce GTX 470
      63,0
    • Nvidia GeForce GTX 480
      68,5
Einheit: dB(A)

Fazit

Mit einem Preis von 350 Euro war die GeForce GTX 570 ein gutes Stück günstiger als die 499 Euro teure GeForce GTX 580. Dafür erhielten Anwender eine sehr schnelle und generell gute Grafikkarte. Das größte Problem des Referenzdesigns war die etwas zu hohe und irreguläre Lautstärke. Gegenüber dem direkten Vorgänger war die GTX 570 eine deutliche Verbesserung in allen Belangen, während AMD zum Erscheinungszeitpunkt kein Konkurrenzprodukt besaß.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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