Computex

Radeon AI Pro R9700: AMDs RDNA-4-Grafikkarte mit 32 GB richtet sich an AI-Profis

Jan-Frederik Timm
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Radeon AI Pro R9700: AMDs RDNA-4-Grafikkarte mit 32 GB richtet sich an AI-Profis
Bild: AMD

AMD hat zur Computex den Vorhang von der wiederholt in der Gerüchteküche genannten RDNA-4-Grafikkarte mit 32 GB VRAM gelüftet. Wie von AMD in Aussicht gestellt, handelt es sich nicht um eine Gaming-Grafikkarte der Serie Radeon RX, sondern um ein Profi-Modell mit Fokus auf AI: die Radeon AI Pro R9700. „Big Navi“ fehlt auch hier.

Premiere für Radeon AI Pro

Die neue Grafikkarte ist die erste der neuen Serie „Radeon AI Pro“, während bisherige Workstation-Grafikkarten als „Radeon Pro“ vermarktet wurden. Auch das Prefix ist neu: Statt „W“ geht der Modellnummer ein „R“ voraus. Es gibt ein Referenz-Design, gefertigt von Sapphire. Den Vertrieb übernehmen Boardpartner, eigene Designs wird es vorerst nicht geben – anders als bei der Intel Arc Pro B60.

AMD Radeon AI Pro R9700 (Bild: AMD)

Eckdaten im Überblick

Die theoretische Rechenleistung (Compute FP16) kann auf Basis der Navi-48-GPU nicht mit den Topmodellen der W7000-Serie (Navi 31) mithalten, auch bietet die W7900 mit 48 GB noch einmal 50 Prozent mehr Speicher.

In AI-Anwendungen mit INT4-Datenformat verspricht AMD mit 1.531 TFLOPS fast das Niveau der RX 9070 XT (1.557 TFLOPS) – der Takt der R9700 sollte also nur unwesentlich niedriger liegen.

Radeon AI Pro R9700 Radeon Pro W7900 Radeon Pro W7800
Architektur RDNA 4 RDNA 3
GPU Navi 48 Navi 31
Compute Units (CU) 64 96 70
Leistung Compute (FP16) 96 TFLOPS 123 TFLOPS 91 TFLOPS
Leistung AI (INT4) 1.531 TFLOPS ? ?
Speicherinterface 256 Bit 384 Bit 256 Bit
Speicher 32 GB GDDR6 (mit ECC) 48 GB GDDR6 (mit ECC) 32 GB GDDR6 (mit ECC)
TBP 300 Watt 295 Watt 260 Watt
Preis ? 3.999 USD 2.499 USD

32 GB machen mehr AI-Modelle erst möglich

Der Star der Radeon AI Pro R9700 im Vergleich zur Radeon RX 9070 XT mit dem gleichen Chip ist allerdings der doppelt so große Speicher. Er ermöglicht das lokale Ausführen populärer AI-Modelle, die auf einer 16-GB-Grafikkarte nicht nutzbar sind.

32 GByte im Einsatz helfen gegenüber 16
32 GByte im Einsatz helfen gegenüber 16

Letztendlich wird aber auch in diesem Umfeld deutlich: Eine größere RDNA-4-GPU fehlt, denn mit 32 GB Speicher wird das Niveau der alten W-Serie (max. 48 GB) nicht erreicht und Nvidia liegt mit einer RTX Pro 6000 mit 96 GB weit in Front. Das gilt natürlich auch preislich: 11.000 Euro werden für die RTX Pro 6000 aufgerufen, die Radeon Pro AI R9700 wird deutlich günstiger werden. Genannt hat AMD einen Preis allerdings noch nicht. Die Grafikkarten kommen aber auch erst zusammen mit den neuen Threadripper 9000 (Pro) im Juli auf den Markt.

Bis zu vier Radeon AI Pro R9700 im Verbund

Die Radeon AI Pro R9700 kann auch im Verbund aus vier Grafikkarten zum Einsatz kommen, was den nutzbaren Speicher in Anwendungen auf 128 GB ansteigen lässt.

Skalierbarkeit über vier GPUs und deren VRAM
Skalierbarkeit über vier GPUs und deren VRAM

Die entsprechende neue Plattform hat AMD zur Computex ebenfalls mit im Gepäck: Threadripper 9000 (Pro) mit bis zu 128 PCIe-Lanes nach Standard 5.0. Threadripper 7000 (Pro) (Test) bot das allerdings auch schon, wenngleich noch nicht zusammen mit CPUs mit Zen-5-Architektur.

Vier R9700 mit Threadripper 9000 auf der Bühne
Vier R9700 mit Threadripper 9000 auf der Bühne

Preis und Verfügbarkeit

Die neue AMD Radeon AI Pro R9700 soll ab Juli von allen großen Boardpartnern am Markt angeboten werden, einen Preis hat AMD zur Messe nicht genannt.

Verfügbarkeit ab Juli zusammen mit Threadripper 9000
Verfügbarkeit ab Juli zusammen mit Threadripper 9000

ComputerBase hat die Informationen zu diesem Artikel von AMD auf der Computex 2025 in Taipeh, Taiwan unter NDA erhalten. Eine Einflussnahme der Hersteller oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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