Refresh gestoppt: Nvidia soll GeForce RTX 50 Super vorerst gestrichen haben

Fabian Vecellio del Monego
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Refresh gestoppt: Nvidia soll GeForce RTX 50 Super vorerst gestrichen haben

Ursprünglich sollten ausgewählte Grafikkarten der GeForce-RTX-50-Generation zur CES 2026 ein Super-Refresh mit mehr Speicher erfahren, so Gerüchte im Frühjahr 2025. Im vergangenen Herbst wurde der Termin angeblich in das zweite Halbjahr 2026 verschoben. Jetzt werden Berichte laut, Nvidia habe die Super-Karten ganz gestrichen.

GeForce RTX 50 Super auf Eis gelegt

Die Gerüchte entstammen aus Kreisen der Boardpartner in Asien, wo aktuell Boardchannels und GAZ:Log von einer unbefristeten Verschiebung der RTX-50-Super-Grafikkarten berichten. Demnach habe Nvidia die Hersteller der Custom-Designs unlängst davon unterrichtet, dass die Pläne für die drei zuvor durchgestochenen Super-Modelle vorerst auf Eis liegen. Auch der noch im November kolportierte Marktstart im dritten Quartal 2026 sei damit vom Tisch.

Mutmaßlich wird es erst mit der nächsten vollwertigen GeForce-Generation, sprich RTX 60, neue Gaming-Grafikkarten von Nvidia geben. Jüngste Gerüchte deuten hier auf eine Veröffentlichung im zweiten Halbjahr 2027 hin – die Durststrecke für Spieler könnte also länger andauern.

Mehr Speicher sei zu teuer

Eigentlich hatte es bislang geheißen, dass Nvidia die Zeit bis zur neuen Generation abermals mit aufgebohrten Mittelklasse-Modellen überbrücken wolle. Gerüchte sprachen explizit von einer GeForce RTX 5070 Super, einer RTX 5070 Ti Super und einer RTX 5080 Super, wobei bei allen drei Modellen insbesondere ein um 50 Prozent gesteigerter VRAM-Ausbau für Verkäufe hätte sorgen sollen. Möglich gewesen wäre das an unveränderten Speicher-Interfaces mit 3 GB statt wie bislang üblich lediglich 2 GB großen GDDR7-Speichermodule, wie sie etwa bereits bei der GeForce RTX 5090 im Notebook oder dem Profi-Modell RTX Pro 6000 Blackwell zum Einsatz kommen.

Nvidia GeForce RTX 50 – Spezifikationen
RTX 5090 RTX 5080
Super
RTX 5080 RTX 5070 Ti
Super
RTX 5070 Ti RTX 5070
Super
RTX 5070 RTX 5060 Ti RTX 5060
Architektur Blackwell
GPU GB202 GB203 GB205 GB206
Fertigung TSMC 4N
Transistoren 92,2 Mrd. 45,6 Mrd. 31,1 Mrd. 21,9 Mrd.
Chipgröße 750 mm² 378 mm² 263 mm² 181 mm²
SM 170 84 70 50 48 36 30
FP32-ALUs 21.760 10.752 8.960 6.400 6.144 4.608 3.840
Speicher 32 GB GDDR7 24 GB GDDR7 16 GB GDDR7 24 GB GDDR7 16 GB GDDR7 18 GB GDDR7 12 GB GDDR7 8/16 GB GDDR7 8 GB GDDR7
 -durchsatz 28 Gbps 32 Gbps 30 Gbps 28 Gbps
 -interface 512 Bit 256 Bit 192 Bit 128 Bit
 -bandbreite 1.792 GB/s 1.024 GB/s 960 GB/s 896 GB/s 672 GB/s 448 GB/s
Slot-Anbindung PCIe 5.0 ×16 PCIe 5.0 ×8
Video-Engine 3 × NVENC (9th Gen)
2 × NVDEC (6th Gen)
2 × NVENC (9th Gen)
2 × NVDEC (6th Gen)
2 × NVENC (9th Gen)
1 × NVDEC (6th Gen)
1 × NVENC (9th Gen)
1 × NVDEC (6th Gen)
1 × NVENC (9th Gen)
1 × NVDEC (6th Gen)
TDP 575 Watt 415 Watt 360 Watt 350 Watt 300 Watt 275 Watt 250 Watt 180 Watt 145 Watt

Zu teuer und nicht notwendig

Die Gründe für das mögliche Aus des Super-Refresh sind nun dieselben, die vor einigen Wochen zunächst für die vermeintliche Verschiebung zitiert wurden. Einerseits überschatten derzeit Nachfrage und Gewinnmargen für professionelle Produkte im Bereich Rechenzentren und KI das Gaming-Geschäft, das bei Nvidia von Quartal zu Quartal einen im Verhältnis zum B2B-Bereich immer kleiner werdenden Anteil am Umsatz ausmacht. GeForce-Grafikkarten haben eine niedrigere Priorität.

Verschärft wird diese Entwicklung jetzt zusätzlich durch die anhaltende Speicherkrise, die im Laufe des Quartals allmählich auch Grafikkarten erfassen soll. Das Letzte, was aus betrieblicher Perspektive angesichts des immer teurer werdenden DRAMs und des nach wie vor florierenden KI-Geschäfts mit schier gigantischen Margen Sinn ergibt, sind vergleichsweise günstige Gaming-Grafikkarten mit mehr VRAM.

Keine neuen Gaming-Grafikkarten bis 2027?

Außerdem nennen die asiatischen Quellen eine schlicht und ergreifend fehlende Notwendigkeit für stärkere respektive beim Speicher üppiger bestückte GeForce-Modelle: Auch von AMD wird es nach aktuellem Kenntnisstand im laufenden Jahr 2026 keine neuen Gaming-Grafikkarten geben, während Nvidia die aktuellen Konkurrenzprodukte mit dem bestehenden RTX-50-Aufgebot weitestgehend in Schach halten kann – im Zweifelsfall über den Preis. Denn mehr Speicher bietet AMD auch nicht an, wohingegen die Leistungskrone ohnehin fest in Nvidias Hand ist.

Zumindest im High-End-Segment und der (oberen) Mittelklasse ist es insofern inzwischen als wahrscheinlich anzusehen, dass neue Grafikkarten erst in eineinhalb Jahren erscheinen werden – und damit rund zweieinhalb Jahre nach den nach wie vor aktuellen Produkten.

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