Topaz Video AI 6: Benchmarks der Video-AI-Software mit TensorRT für Blackwell
ComputerBase testet neue Grafikkarten nicht nur mit Spielen, sondern auch mit einigen AI-Tools, darunter Topaz Video AI, mit dessen Hilfe sich die Qualität von Videos verbessern lässt. Die Version Topaz Video AI 6 unterstützt erstmals Nvidias neue Blackwell-Grafikkarten, weswegen ComputerBase neue Benchmarks angefertigt hat.
Bis jetzt hat ComputerBase die Tests mit Video Topaz AI 5.3 durchgeführt, was im November 2024 und damit zur Erstellung des aktuellen Grafikkarten-Testparcours (Übersicht) die aktuelle Version gewesen ist. Zwischenzeitlich sind dann mehrere weitere Versionen erschienen, wobei zwei auch einen Effekt auf die Benchmarks haben. Topaz Video AI 5.4 hat zum Beispiel neue AI-Modelle in den Benchmark-Prozess aufgenommen. Die Redaktion hat diese für die Benchmarks ignoriert (für jedes AI-Model wird ein separates Ergebnis angezeigt), sodass dies für die Tests keinen Unterschied ausgemacht hat.
Die wichtigere Änderung hat dann mit dem kürzlich erschienenen Topaz Video AI 6.2 stattgefunden. Ab dieser Version wird TensorRT für Nvidias Blackwell-GPU unterstützt, sodass die neuen RTX-5000-Karten nun offiziell mit dem Tool umgehen und auch von Hardware-Verbesserungen profitieren können. Bis jetzt liefen die neuen RTX-5000-Ableger zwar auch älteren Versionen des Tools einwandfrei, waren aber nicht schneller als die Vorgänger-Generation.
Blackwell läuft nun schneller, RDNA 4 bleibt aber vorn
Der TRT-Support für Blackwell in Kombination mit den zusätzlichen KI-Modellen führt natürlich zu unterschiedlichen Ergebnissen, allen voran bei den GeForce-RTX-5000-Modellen. Während in Topaz Video AI 5 die GeForce RTX 5090 nur 1 Prozent schneller als die GeForce RTX 4090 gewesen ist, beträgt der Vorsprung in Topaz Video AI 6 nun 17 Prozent. Entsprechend rückt die GeForce RTX 5080 näher an die GeForce RTX 4090 heran und unterliegt nur noch mit 10 Prozent Rückstand, nicht mehr mit 20 Prozent. Auch die kleineren Modellen bis inklusive der GeForce RTX 5060 Ti legen deutlich zu.
Zulegen hin, zulegen her, AMDs neue RDNA-4-Ableger sind auch in Topaz Video AI 6 pfeilschnell und den konkurrierenden Nvidia-Karten auch nach der Blackwell-Anpassung überlegen. Die Radeon RX 9070 XT verliert gegenüber der GeForce RTX 5070 Ti an Vorsprung, bleibt schlussendlich aber 14 Prozent vorne und ist damit vergleichbar schnell wie die GeForce RTX 5080. Auch die Radeon RX 9070 ist noch 4 Prozent schneller als die GeForce RTX 5070 Ti. Ob Topaz Video AI 5 oder Topaz Video AI 6 macht für die neuen AMD-Grafikkarten keinen Unterschied, in beiden arbeiten sie vergleichbar schnell.
Auch RDNA 3 legt ein gutes Stück zu
Ganz anders dagegen die älteren Ableger auf Basis von RDNA 3, die überraschend deutlich schneller mit der neuen Version arbeiten – aus welchen Gründen auch immer. Während die Radeon RX 7900 XTX in der fünften Programmversion 24 Prozent langsamer als die GeForce RTX 4080 Super gewesen ist, sind es in der neuen nur noch 9 Prozent. Der Rückstand zur hauseigenen Radeon RX 9070 XT reduziert sich derweil von 31 auf 15 Prozent. Auch die kleineren Modelle legen klar zu, sodass die Radeon RX 7800 XT jetzt nur noch 4 Prozent weniger Leistung als die GeForce RTX 4070 bietet. Die Leistungsverbesserungen gelten aber nur für RDNA 3, RDNA 2 legt dagegen nicht zu. Die Radeon RX 6700 XT liefert dieselbe Leistung wie davor.
Auch bei den Grafikkarten der Generation Ada Lovelace und damit der RTX-4000-Serie gibt es keine nennenswerten Unterschiede zwischen den beiden Programmversionen. Intels Arc-GPU kommen mit der neuen Software dagegen ein gutes Stück besser zurecht, die Arc A770, allen voran aber die Arc B580 legen ordentlich zu – bei der Arc B580 hat vorher jedoch ganz offensichtlich etwas noch nicht korrekt funktioniert. Arc A770 und Arc B580 arbeiten in Topaz Video AI 6 gleich schnell, einen Vorteil kann sich kein Modell erkaufen. Die Performance liegt damit knapp über der GeForce RTX 4060 und rund 20 Prozent vor der Radeon RX 7600.