Zwei Radeons im Lesertest: Die PowerColor 9070 XT gegen die Sapphire 7900 XT
Im Lesertest des CB-Lesers Maxysch muss sich die komplett weiße Hellhound Spectral 9070 XT gegen die Vorgänger-Generation in Form der Nitro+ RX 7900XT stellen. Lohnt sich der Umstieg und wie White-Build-tauglich ist die neue PowerColor?
Die Hellhound im Detail
Bei der 9070 XT hat sich PowerColor entschieden, auch den Kühlkörper komplett in Weiß zu lackieren – bei zum Beispiel der kleineren RX 6600 XT war dieser noch in Silber gehalten. Optisch bedeutet dies eine starke Aufwertung der Karte, da selbst die Stromanschlüsse in dieser Farbe gehalten sind.
Leistung im Vergleich
Keine Überraschung gab es in den Benchmarks, da da 7900 XT und 9070 XT relativ oft nah beieinander liegen. Unter dem Einsatz von Raytracing kann die modernere Architektur meistens etwas punkten, aber nie so weit, dass sich eine Aufrüstung von der 7900 XT auf die 9070 XT wirklich lohnen würde.
Nur in Black Myth Wukong, inklusive Raytracing, kann sich die neue Karte mit 71 Prozent Vorsprung stark absetzen, bleibt mit 36 FPS aber immer noch unter den Erwartungen. In Shadow of the Tomb Raider legt die RDNA4-Technik, ohne Raytracing, noch mal richtig zu und zeigt der alten RDNA3 Karte die Rücklichter.
Was Maxysch aufgefallen ist, ist das die Karten ihren VRAM gut ausnutzen und in Monster Hunter Wilds bei der 9070 nahezu 90 % und bei der 7900 82 % vom VRAM belegt sind. Es wird zwar davon gesprochen, dass Nvidia ein besseres RAM-Management besitzt, auf dem privaten Laptop mit RTX 4070 und 8 GB ist dem Autor dieser Zeilen jedoch aufgefallen, dass auch bei einer Belegung von unter 6 GB, Texturen in Control extrem matschig sind. Dies lässt sich nur beheben, sobald der Laptop vom Lenovo-eigenen Energieprofil Ausbalanciert oder Power auf Silent umgestellt wird.
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Monster hunter Wilds (RX 7900 XT) (Bild: Maxysch)
Temperaturen, Lautstärke, Leistungsaufnahme
Und wie schaut es auf technischer Seite aus? Kann eine der Karten hier einen Pluspunkt erzielen?
Während die neue Karte, auch dank höher drehender Lüfter, die kühlere Karte bleibt, hinterlässt es bei Community-Mitglied Maxysch Bauchschmerzen, dass die 9070 im Peak eine wesentlich höhere Leistungsaufnahme besitzt, als die 7900.
Da dies aber nicht den Dauerzustand darstellt, lässt es sich mit entsprechendem Netzteil verschmerzen und die Karte überzeugt sowohl im Idle als auch unter Last mit einer stark gesunkenen Leistungsaufnahme. Im Idle, mit zwei Monitoren bei 165 Hz steht es dann 30 Watt zu 65 Watt und unter Last sind es 281 Watt zu 342 Watt. Also ein klarer Vorteil für die neue Architektur. Bei der Lautstärke gibt es keinen Nachteil, trotz höher drehender Lüfter.
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Temperaturen im Vergleich (Bild: Maxysch)
Undervolting
Auf Drängen der Leserschaft hat sich Maxysch auch noch mal mit Undervolting beschäftigt und kam so zum folgenden Ergebnis:
Maxysch
- Persönlich habe ich mich für ein Power Target von -5% entschieden.
- Diese Einstellung hält den Energieverbrauch bei ca. 300 Watt unter Volllast.
- Trotz des geringeren Verbrauchs bleibt die Karte schneller als mit den Stock-Einstellungen.
- Eine vernünftige Lösung für den Alltag stellt ein Power Target von -15% dar. Dabei bleibt der Verbrauch unter 270 Watt, und die Leistung entspricht dennoch den Standard-Einstellungen.
Feedback und Hinweise ausdrücklich erwünscht
Rückfragen, Anregungen sowie Lob und Kritik zum Leserartikel sind in den Kommentaren zu dieser Meldung sowie in dem entsprechenden Thread wie immer ausdrücklich erwünscht. Auch Hinweise zu weiteren Leserprojekten oder Erfahrungsberichten werden gerne entgegengenommen.
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