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Im Test vor 15 Jahren: Zalmans liebloser Zalman VF-3000 kühlte gut

Robert McHardy
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Im Test vor 15 Jahren: Zalmans liebloser Zalman VF-3000 kühlte gut

Während Zalman anfangs vor allem durch ausgefallene Designs, hochwertige Materialien und ein Auge für Silent-Liebhaber die Gunst der Anwender gewann, dominierten im Jahr 2010 bereits andere Hersteller den Kühlermarkt. Der Grafikkartenkühler Zalman VF-3000 (Test) für AMD und Nvidia zeigte exemplarisch warum.

Zalman war nicht zu erkennen

Den Zalman VF-3000 gab es in zwei Ausführungen mit A- und N-Suffix für AMD und Nvidia, respektive. Die Kompatibilität war dabei weiter beschränkt als nur auf den Hersteller. Das AMD-Modell unterstützte spezifisch die ATi Radeon HD 5830, HD 5850 und HD 5870, während die Nvidia-Ausführung die GeForce GTX 260, GTX 275, GTX 280 und GTX 285 unterstützte – zum Testzeitpunkt also die vorherige Generation. Dabei machte es sich Zalman einfach, denn unterstützt wurden eigentlich viel mehr Grafikkarten, aber der Kühler war auf diese kleine Auswahl hin optimiert (also getestet). Mit einem Preis von 40 Euro war der VF-3000 für damalige Verhältnisse am oberen Ende der Grafikkartenkühler platziert.

Die Abmessungen des VF-3000 betrugen 239 × 98 × 51 mm (L × B × H) bei einem Gewicht von 430 Gramm. Der Kühlkörper bestand aus 112 Aluminiumlamellen, die in einem Abstand von 1,5 mm aufgereiht waren. Über fünf 6-mm-Heatpipes war der Kühlkörper an die Kupferbodenplatte angebunden. Für Frischluft sorgten zwei 92-mm-Lüfter. Damit entsprach der VF-3000 einem typischem Dual-Slot-Design und hatte wenig mit den markanten Zalman-Anmutungen der ersten Stunden gemein. Das zeigte sich auch bei der Materialwahl und Robustheit, die einem Kühler dieser Preisklasse nur bedingt gerecht wurden. Die Konkurrenz von Prolimatech- oder Thermalright boten hier mehr.

Weitere Kritik musste sich der VF-3000 für den Drehzahlbereich der Lüfter bieten lassen. Mit 900 bis 3.000 U/min bot der Kühler keinen Drehzahlbereich, der für Silent-Liebhaber tauglich war. Selbst die minimalen 900 U/min waren immer wahrnehmbar. Die Regulierung erfolgte manuell über die mitgelieferte Lüftersteuerung oder die eines Drittanbieters.

Die Montage des Zalman VF-3000 auf einer GeForce GTX 285 gestaltete sich prinzipiell einfach. Ein Problem fand sich beim Anbringen der zahlreichen kleinen Kühlkörper für RAM-Bausteine und andere Chips. Der Kühler für den Nvio-Chip passt nicht auf die BFG-Tech GeForce GTX 285 OC und kollidierte mit umliegenden Bauteilen. Zum Vergleich: Das Äquivalent von Scythe passte dank kompakterer Bauweise ohne Probleme.

Gute Kühlleistung

Im Test musste sich der Kühler auf einer Radeon HD 4870 und einer GeForce GTX 285 behaupten. Dafür wurde 3DMark 2006 in einer Schleife laufen gelassen, um die Grafikkarten ans thermische Limit zu bringen. Die Kühlleistung fiel mit dem Zalman ZF-3000 gut aus. Auf der GeForce GTX 285 konnte Scythes Setsugen geschlagen werden, während auf der Radeon HD 4870 eine Leistung im oberen Bereich des Testfeldes erzielt wurde. Bei den Ergebnissen auf der Radeon HD 4870 mit 2.000 U/min wurde der VF-3000 mit Maximaldrehzahl, also 3.000 U/min, betrieben aber zur Vergleichbarkeit ins gleiche Diagramm eingetragen. Trotz der generell guten Leistung, sah der VF-3000 im Vergleich zu einem Prolimatech MK-13 mit zwei 120-mm-Lüftern kein Land. Bei niedrigeren Drehzahlen fielen auch die Temperaturen der Spannungswandler sehr hoch aus.

3DMark 06
3DMark 06 – GTX 285 OC, 1.000 U/min
  • GPU-Temperatur:
    • Zalman VF-3000N [2 x 92 mm Serie]
      78
    • Scythe Setsugen [1 x 120 mm Serie]
      79
    • Nvidia Referenzkühler [Radiallüfter]
      100
      Absturz
  • Speicher-Temperatur:
    • Zalman VF-3000N [2 x 92 mm Serie]
      70
    • Scythe Setsugen [1 x 120 mm Serie]
      71
    • Nvidia Referenzkühler [Radiallüfter]
      95
      Absturz
  • VGA-Umgebung:
    • Zalman VF-3000N [2 x 92 mm Serie]
      68
    • Scythe Setsugen [1 x 120 mm Serie]
      69
    • Nvidia Referenzkühler [Radiallüfter]
      81
      Absturz
Einheit: °C

In puncto Lautstärke bot der VF-3000 deutliche Besserung gegenüber dem Referenzdesign. Verglichen mit der Konkurrenz wie einem Scythe Setsugen oder selbst einem Arctic Cooling Twinturbo Pro war die Lautstärke aber zu hoch. Bei minimaler Drehzahl bis etwa 1.600 U/min gaben die Lüfter ein Schleifgeräusch von sich, das erst bei höheren Drehzahlen von dem Geräusch des Luftstroms überdeckt wurde. In diesem Bereich war der Kühler jedoch fraglos laut.

Kühler Lüfter
(Anz. x L/B x H)
Drehzahlen
(U/min)
dB(A)
1.000
U/min
dB(A)
2.000
U/min
dB(A)
3.000
U/min
Zalman VF-3000A/N 2 × 92 mm 900 – 3.000 31,9 42,9 52,3
Nvidia GeForce GTX 285 OC 1 × 70 mm radial 1.000 - 3.200 37,2 46,9 60,6
ATi Radeon HD 5850 1 × 70 mm radial 1.000 - 4.500 37,6 48,6 61,6
Xigmatek Bifrost 2 × 100 mm 700 - 2.000 31,5 42,7
AC Twinturbo Pro 2 × 92 mm 1.000 - 2.000 30,9 38,7
Scythe Setsugen 1 × 120 mm 600 - 2.000 31,2 36,8
Scythe Musashi 2 × 100 mm 600 - 2.000 31,5 37,9

Fazit

Der VF-3000 war prinzipiell kein schlechter Kühler und bot eine gute Kühlleistung sowie eine bessere Geräuschkulisse als der Referenzkühler. Für einen Preis von 40 Euro und in Anbetracht der Erfolge Zalmans, war er eine Enttäuschung. Bei der Konkurrenz von Prolimatech oder Scythe erhielten Kunden bessere Grafikkartenkühler. Vor allem in Anbetracht der (offiziell) eingeschränkten Kompatibilität, war der VF-3000 sein Geld nicht wert.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

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