PC-Kühlung: Setzt ihr noch auf Luft oder schon auf Wasser?
Die Leistungsaufnahme neuer Hardware steigt immer weiter. Wie begegnet ihr der damit steigenden Abwärme bei der Kühlung des Systems? Setzt ihr noch auf Luft oder schon auf Wasser? Und wie viele Lüfter sind überhaupt verbaut? Dieses Mal seid ihr gebeten, in den Kommentaren von eurer PC-Kühlung zu berichten.
Reicht noch Luft oder muss es schon Wasser sein?
Ob der Blick auf Prozessoren oder Grafikkarten fällt, ob auf AMD Ryzen 7000 (Test) oder Intel Raptor Lake (Test), auf die Nvidia GeForce RTX 4090 (Test) oder die diese Woche vorgestellten RDNA-3-Grafikkarten, eines hat die Next-Gen-Hardware auch dieses Jahr wieder gemeinsam: Der Stromverbrauch ist gestiegen. Dem Thema, ob das überhaupt noch zeitgemäß ist, widmete sich die Sonntagsfrage bereits vor einigen Wochen. Und ob effizientere Hardware nicht eigentlich viel interessanter ist, stand letzten Sonntag im Fokus. Diesmal soll es allerdings um den Umgang mit dem Übel des hohen Verbrauchs gehen. Denn ist die Leistung einmal im System drin, will sie als thermische Verlustleistung wieder heraus. Wie helft ihr der heißen Luft dabei auf die Sprünge?
Dass die ComputerBase-Leser zunehmend auch Wasserkühlungen verbauen, geht bereits aus der jährlichen Hardwareumfrage hervor. Im Dezember 2021 gaben dabei erstmals mehr als 30 Prozent der Teilnehmer an, auch eine Wasserkühlung im Einsatz zu haben – Tendenz steigend. Der Anteil an passiv gekühlten Systemen ist wiederum bereits seit Jahren verschwindend gering.
Wie sieht es nun aus: Ist der Anteil entsprechender Lösungen dem Trend folgend weiter gestiegen? Die Leistungsaufnahme aktueller High-End-Hardware lässt es vermuten: Durch die Bank sind die entsprechenden Kennzahlen in Form von TDP, TBP, TGP, PBP, MTP und PPT gestiegen. Zuletzt war das bei den jüngsten Grafikkarten-Neuvorstellungen von Nvidia und AMD zu beobachten.
- 105 Watt TDP → 170 Watt TDP
- 142 Watt PPT → 230 Watt PPT
- 125 Watt PBT (TDP/PL1) → 150 Watt PBT (TDP/PL1)
- 241 Watt MTP (PL2) → 253 Watt MTP (PL2)
- 350 Watt TDP/TGP → 450 Watt TDP/TGP
- 300 Watt TBP → 355 Watt TBP
Wie kühlen ComputerBase-Nutzer mit Wasser?
Ist diese Entwicklung auch bei der Kühlung angekommen, also die Anzahl an Nutzern mit Wasserkühlung deutlich gestiegen? Und wie hoch ist der Anteil an Systemen, in denen nicht nur eine einzelne Komponente mit Wasser gekühlt wird?
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Mein PC kommt ohne aktive Kühlung aus.
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Ich kühle meinen PC ausschließlich mit Luftkühlern.
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Ich setze für eine Komponente auch auf eine Wasserkühlung.
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Meine Hardware kühle ich gleich in mehreren Fällen mit Wasser.
Und darüber hinaus stellt sich die Frage, auf welche Art von Wasserkühlung die ComputerBase-Leser zurückgreifen, wenn denn eine verbaut ist. Die allermeisten werden in das Thema mit sogenannten All-in-One-Wasserkühlungen einsteigen, die insbesondere für CPUs beliebt sind und eine entsprechende Kühleinheit, zumeist mit Pumpe, über zwei Schläuche fest an einen Radiator binden. Doch wie hoch ist der Anteil an Custom-Wasserkühlungen mit Soft- oder gar Hardtubes?
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Ich verwende ausschließlich AiO-Wasserkühlungen.
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Mein System wird von einer Custom-Wasserkühlung mit Schläuchen (Softtubes) gekühlt.
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Ich habe eine Custom-Wasserkühlung mit Hardtubes verbaut.
Interessant ist zudem, welche Bauteile eigentlich unter Wasser gesetzt werden. Abseits der erwähnten CPU-Kühler finden sich vermehrt auch Grafikkarten mit All-in-One-Kühlung. Monoblocks für Mainboards oder Wasserkühlungen für RAM- und SSD-Speicher sind allerdings inzwischen ebenfalls ein Thema.
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Ich vertraue für meine CPU auf eine Wasserkühlung.
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Ich habe meine Grafikkarte unter Wasser gesetzt.
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Mein Mainboard, also Chipsatz oder Spannungswandler, kommt in den Genuss einer Wasserkühlung.
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Ich kühle meinen Arbeitsspeicher mit Wasser.
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Sogar meine SSD ist wassergekühlt!
Wie viele Lüfter finden sich wo?
Eine Frage, die wiederum nicht nur Besitzer von PC-Systemen mit Wasserkühlung betrifft, ist die nach der Anzahl der verbauten Gehäuselüfter. Dass insbesondere Grafikkarten mit einer Leistungsaufnahme von weit über 300 Watt auf einen kräftigen Luftstrom im Gehäuse angewiesen sind, um die erzeugte Abwärme außer Reichweite des GPU-Kühlkörpers zu bringen, hat ComputerBase in einem eigenen Test thematisiert.
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Keine.
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Einen.
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Zwei.
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Drei.
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Vier.
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Fünf.
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Sechs.
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Sieben.
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Acht.
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Neun.
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Zehn.
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Elf.
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Zwölf.
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Mehr als Zwölf.
Nicht mitgezählt sind dabei Lüfter, die sich beispielsweise auf dem Kühlkörper einer Grafikkarte befinden. Im High-End-Segment und dem steigenden Stromverbrauch geschuldet sind inzwischen auch in der Mittelklasse drei Lüfter auf einer Grafikkarte Standard. Für Einsteigerkarten oder ältere Lösungen gilt das aber mitnichten. Daher lautet die nächste Frage: Auf wie viele Lüfter kommt eure Grafikkarte?
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Keinen – meine Grafikkarte wird passiv gekühlt.
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Bloß einen.
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Zwei.
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Sogar drei!
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Ich habe einen Exoten mit vier oder mehr Lüftern.
Interessant ist die gleiche Fragestellung bezogen auf das Mainboard. Aktive Chipsatzkühler waren lange Zeit die Ausnahme, bis AMDs X570-Platinen den kleinen PCH-Lüfter wieder salonfähig machten. Wie sieht es bei eurem Mainboard aus?
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Nein, mein Mainboard kommt mit passiver Kühlung aus.
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Ja, mein Mainboard verfügt über einen Lüfter für den Chipsatz.
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Ja, bei mir werden Chipsatz und/oder Spannungsversorgung der CPU aktiv gekühlt.
Recht eindeutig sollte die Lage beim Netzteil sein, sind besonders effiziente Modelle mit 80Plus Platinum oder gar 80Plus Titanium doch noch immer nicht die Regel. Und passiv gekühlte Modelle wie beispielsweise das Seasonic Prime Fanless sind erst recht die Ausnahme.
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Bei mir wird das Netzteil permanent von einem Lüfter gekühlt.
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Mein Netzteil hat einen Lüfter, der bei niedriger Last stehen bleibt.
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Ich habe ein passiv gekühltes Netzteil verbaut.
Muss eure Kühlung leise sein und seid ihr damit zufrieden?
Ein Aspekt, der beim Thema PC-Kühlung keinesfalls fehlen darf, ist die Lautstärke. Einigen Nutzern sind die Geräuschemissionen ihres Systems beim Spielen mit geschlossenem Headset herzlich egal, andere hingegen schwören auf Silent-PCs. Wie wichtig ist ComputerBase-Lesern eine möglichst lautlose Kühlung? Seid ihr sogar dazu bereit, Kompromisse bei Temperatur oder gar Leistung einzugehen und habt ihr eurer Grafikkarte dementsprechend enge Fesseln bei Takt und Power-Limit angelegt? Ausführliche Kommentare dazu sind wie immer erwünscht.
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Die Lautstärke ist mir egal – Leistung und niedrige Temperaturen stehen im Fokus.
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Ich bin da eher unempfindlich, kaufe aber dennoch vorzugsweise leise Hardware.
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Ich mag es gerne etwas leiser und zu diesem Zweck darf es mit höherem Temperaturziel auch heißer werden.
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Eine niedrige Lautstärke ist für mich das wichtigste – ich habe alles zu diesem Zweck optimiert und nehme auch Einbußen bei der Leistung hin.
Abschließend ist von Interesse, ob ihr euch mit der Kühlung eures primären PCs gut aufgestellt seht. Habt ihr bereits neue Hardware angeschafft oder plant ihr einen Kauf und braucht deswegen mehr Kühlleistung? Oder ist ein Upgrade vielleicht bereits in den letzten Monaten vollzogen worden? Wer sich bezüglich einer geplanten Aufrüstung noch unsicher ist, findet Antworten inklusive Kaufberatung in den entsprechenden Unterforen zu Luftkühlung und Wasserkühlung.
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Ja, meine Kühlung wurde oder wird für die höhere thermische Verlustleistung der neuen Hardware des Jahres 2022 aufgestockt.
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Ja, ich plane zu diesem Zweck sogar den Schritt von Luft zu Wasser.
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Nein, ich bin mit meiner Kühlung zufrieden.
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Nein, ich gehe vom Wasser einen Schritt zurück zur Luftkühlung.
Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht
Die Redaktion würde sich sehr über fundierte und ausführliche Begründungen zu euren Entscheidungen in den Kommentaren zur aktuellen Sonntagsfrage freuen. Wenn ihr ganz andere Favoriten habt, schreibt es bitte in die Kommentare.
Leser, die sich noch nicht an den letzten Sonntagsfragen beteiligt haben, können dies gerne nachholen. Insbesondere zu den letzten Umfragen laufen nach wie vor spannende Diskussionen im ComputerBase-Forum.
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