Odyssey OLED G6 mit 500 Hz: Samsung setzt sich die Hertz-Krone auf
Zur CES 2025 wurden erstmals QD-OLED Monitore mit 500 Hz Bildwiederholrate angekündigt, so zum Beispiel von Gigabyte, Asus oder MSI. Deren Panelzulieferer Samsung ist nun allerdings der erste Hersteller, der mit dem Odyssey OLED G6 G60SF ein entsprechendes Modell auf den Markt bringt – vorerst allerdings nur in Asien.
Samsung setzt sich im High-Refresh-Rennen an die Spitze
Sehr hohe Bildwiederholraten von beispielsweise 240 Hz sind bei Gaming-Monitoren mit OLED-Panel gewissermaßen Standard. Letztes Jahr begann allerdings auch das Rennen um immer höhere Refresh-Rates: LG Display hat letztes Jahr mit den 4K/1080p Dual-Mode-Monitoren vorgelegt, welche ihre Auflösung von 4K auf nur noch 1080p reduzieren, dafür aber gleichzeitig die Bildwiederholrate von 240 Hz auf 480 Hz verdoppeln. Zur Gamescom reichte der Hersteller ein weiteres 480 Hz schnelles WOLED-Panel in WQHD-Auflösung, das neben einem eigenen Monitor aus der UltraGear-Serie auch bei Asus und Sony zum Einsatz kommt.
Samsung als zweiter großer Panelhersteller konnte mit seinen QD-OLED-Panelen bis dato in dieser Hinsicht nicht mithalten, bei 360 Hz war Schluss. Doch bereits zur CES 2025 wurden zahlreiche Monitore von diversen Herstellern, die alle auf Samsung als Zulieferer setzen, angekündigt, welche sich die Krone in puncto Bildwiederholrate aufsetzen möchten. Asus, MSI, Gigabyte und zu guter Letzt auch Samsung als Panelhersteller stellten Modelle mit nochmals schnelleren 500 Hz in Aussicht. Am Ende bringt nun Samsung das erste entsprechende Produkt auf den Markt, schlägt die Konkurrenz aus dem Hause LG schlussendlich um 20 Hz und kann sich somit auf die Fahnen schreiben, den schnellsten OLED-Monitor der Welt anzubieten.
Abseits der Refresh‑Rate wenig neues
Wenn die extrem hohe Bildwiederholrate nicht ausgenutzt wird, dann ist der Samsung Odyssey OLED G6 unterm Strich ein vergleichsweise „normaler“ Monitor, der viel altbekanntes bietet. Die WQHD-Auflösung auf knapp 27 Zoll ist schon seit der ersten Stunde von OLED-Monitoren etabliert, die extrem schnellen Schaltzeiten von 0,03 Sekunden sind (technologiebedingt) quasi allen Geräten gemein. Die HDR-Zertifizierung fällt mit VESA DisplayHDR True Black 500 etwas besser aus als bei den meisten anderen OLED-Monitoren dieser Größenklasse, bisher war True Black 400 geläufig. VRR wird via FreeSync Premium Pro realisiert, der Monitor ist weiterhin als G-Sync Compatible zertifiziert.
Relativ neu hingegen die Anti-Glare Beschichtung des Displays, welches Reflexionen minimieren soll. Samsung setzte für seine QD-OLED-Panele lange auf ein semi-glossy-finish, welches für brillantere Farben sorgen soll, bei Lichteinfall jedoch Probleme mit sich bringt. Erst dieses Jahr begann der Hersteller mit der 3. Generation von QD-OLED die Displays zu entspiegeln und nähert sich somit etwas an LG mit seiner WOLED-Technologie an, welche von vornherein auf eine derartige Beschichtung setzt.
Auf Seiten der Anschlüsse kommen beim Odyssey OLED G6 ein DisplayPort 1.4 und ein HDMI 2.1 Eingang zum Einsatz. Außerdem verfügt der Monitor über zwei USB-Ports vom Typ A mit USB 3.2 Gen 1. Der Standfuß des in silber gehaltenen Monitors verfügt über eine Pivot-Funktion, so dass der Monitor bei Bedarf um 90 Grad gedreht werden kann. Alternativ kann über eine Vesa 100x100 Montage auch ein Standfuß oder Monitorarm eines Drittherstellers genutzt werden.
Marktstart erst in Asien, Europa folgt später
Auch wenn Samsung in der Pressemitteilung den Marktstart verkündet, müssen sich etwaige Interessenten hierzulande zunächst noch gedulden. Zunächst ist der Monitor nämlich nur in Singapur, Thailand, Vietnam und Malaysia erhältlich, alle anderen Märkte werden erst zu einem späteren Zeitpunkt bedient – ein konkretes Datum für Europa bleibt der Hersteller aktuell noch schuldig.
Auch Preise in Euro bleiben abzuwarten. Für Singapur ist der Monitor aktuell auf der Webseite von Samsung mit einem Vorbestellerrabatt zu einem Preis von 1.488 Singapur-Dollar inklusive Mehrwehrsteuer gelistet, was umgerechnet etwas mehr als 1.025 Euro entspricht. Regulär soll der Monitor dort jedoch 1.688 Dollar kosten, in Euro umgerechnet sind das in etwa 1.165 Euro. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass einerseits in Singapur eine geringe Mehrwertsteuer fällig wird (9 Prozent), andererseits Samsung ohnehin auch andere Preise für andere Märkte aufrufen kann.