Samsung Display UT One: Bei diesem OLED-Display geht es um möglichst wenig Hertz
Bei dieser Neuvorstellung von Samsung stehen nicht besonders hohe Bildwiederholraten, sondern besonders niedrige im Fokus. Das UT One getaufte OLED-Panel lässt sich im Minimum mit nur 1 Hz betreiben, um bis zu 30 Prozent Strom zu sparen. Ferner ist es durch sein Design besonders dünn und leicht.
Samsung „UT One“ OLED-Displays
„UT“ steht dabei für Ultra-Thin, während „One“ für „One Hertz“ respektive „One glass Layer“ steht. Damit sind zwei wesentliche Merkmale des OLED-Panels beschrieben. Der Einsatz der sogenannten Oxid-TFT-Technik ermöglicht laut Samsung erstmals bei einem IT-OLED-Display die Senkung der minimalen Bildwiederholrate bis hinab auf 1 Hertz. So können etwa statische Inhalte mit der geringen Frequenz dargestellt werden, was Energie spart. Ähnlich wie bei LTPO-Displays für Smartphones wird die Bildwiederholrate dynamisch (VRR) im Bereich von 1 Hz bis 120 Hz gesteuert.
Während es sonst bei Bildwiederholraten unter 10 Hz zu einem sichtbaren Flimmern kommen kann, da die Leckströme zu hoch sind, sollen letztere durch die hohe Elektronenbeweglichkeit der Oxid-TFTs wesentlich niedriger ausfallen. „UT One überwindet diese Einschränkung durch seine fortschrittliche Oxid-basierte Architektur und ermöglicht eine gleichmäßigere Niederfrequenzleistung“, heißt es in der Pressemitteilung. Eine Fertigungslinie mit Gen-8.6-Substraten soll für den Oxid-TFT-Prozess vorbereitet werden, sodass die Serienproduktion im Jahr 2026 beginnen könne.
Das „One“ steht aber auch dafür, dass diese Art von OLED-Display nur eine einzelne Schicht aus Glas besitzt, statt üblicherweise deren zwei. Während das untere Glassubstrat erhalten bleibt, wird das obere durch „ultradünne organische und anorganische Dünnschichten“ ersetzt, schreibt Samsung. Dadurch falle das Panel sowohl 30 Prozent dünner als auch 30 Prozent leichter als herkömmliche OLED-Panels mit zwei Glasscheiben aus. Die Einsparung bei der Leistungsaufnahme wird ebenfalls mit 30 Prozent angegeben. Vorgeführt werden auf der Computex UT-One-Displays im Notebookformat. Doch betont Samsung auch, dass sich Oxid-TFTs besonders für großflächige und hochauflösende Displays eignen.
Weitere Techniken für sparsamere OLED-Displays
Um den Energiebedarf von OLED-Displays zu senken, gibt es weitere Ansätze. Samsung erwähnt die Intelligent Color Technology (ICT), die durch Erhöhung der Pixelsättigung bei Reduzierung der Leuchtdichte Energie spare, ohne dass der Anwender die reduzierte Helligkeit wahrnehme, so das Versprechen. Das Edge Luminance Profile (ELP) sorge wiederum für eine Reduzierung der Helligkeit in den schlecht sichtbaren Randbereichen, was ebenfalls Energie spart.
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