Computex

Netzteile mit bis zu 3,3 kW: Hersteller im Wettkampf um die Leistungskrone

Nico Schleippmann
109 Kommentare
Netzteile mit bis zu 3,3 kW: Hersteller im Wettkampf um die Leistungskrone

Auf der Computex 2025 loten Hersteller die Grenze des Machbaren mit Netzteilen mit bis zu 3,3 kW Ausgangsleistung aus. So viel soll nämlich das Super Flower Leadex Platinum dauerhaft abgeben können – allerdings nur bei Betrieb im 230-V-Netz. Im Handel soll es auch erst 2026 ankommen.

Super Flower Leadex Platinum SF-3300F14HP 3.1
Super Flower Leadex Platinum SF-3300F14HP 3.1
Super Flower Leadex Platinum SF-3300F14HP 3.1
Super Flower Leadex Platinum SF-3300F14HP 3.1
Super Flower Combat II FP 3000W
Super Flower Combat II FP 3000W

Während das Topmodell der Leadex-Platinum-Serie für den Einsatz in AI-Supercomputern ausgerichtet ist, zielt Super Flower mit dem Combat II FP 3000W auf die Gaming-Sparte, wobei die hohe Leistung hier eher unnötig erscheint. Für beide Netzteile ist eine Cybenetics-Platinum-Zertifizierung angegeben.

XPG-Netzteil von Jensen Huang signiert

XPG geht demgegenüber an die Spitze des Machbaren im SFX-Format und stattet das Pymcore Platinum 1000W mit gleich drei 12V-2x6-Anschlüssen aus und bekommt dafür die Unterschrift von Jensen Huang für das Ausstellungs-Muster auf der Computex. Nach unten wird die Serie mit einem 750- und 850-Watt-Exemplar abgerundet, die nach 80Plus Gold anstatt 80Plus Platinum zertifiziert sind.

XPG Pymcore (Bild: Techpowerup)

Enermax gibt mit dem Platimax II einen Nachfolger der altbekannten Serie nach 80Plus Platinum bekannt. Diese wird angeführt vom Platimax II 2400DF, das sich mit seinen vier 12V-2x6-Anschlüssen bestens für AI-Workstations eignen soll. Dessen 140-mm-Doppelkugellager­lüfter soll sich bei Teillast abschalten und das Netzteil mit dem bekannten Dust-Free-Modus von Staub befreien können.

Enermax Platimax II (Bild: Techpowerup)

Das Platimax II 1600DF verfügt über nur noch zwei 12V-2x6-Stecker, aber teilt sich das gleiche Gehäuse mit einer Tiefe von nur 18 cm. Darunter soll es auch noch Varianten mit 850, 1.000 und 1.200 Watt geben, die nur noch 15 cm in der Tiefe messen.

FSP Mega PM
FSP Mega PM (Bild: Techpowerup)
FSP Mega GM
FSP Mega GM (Bild: techpowerup.com)

Nach dem Debüt der High-End-Serie Mega Ti schickt FSP mit „Mega PM“ und „Mega GM“ weitere Oberklasse-Netzteile ins Rennen, wobei die Benennung nach der Zertifizierung nach 80Plus Platinum beziehungsweise Gold erfolgt. Die Mega PM erscheinen mit 1.650 und 1.350 W und zwei 12V-2x6-Anschlüssen. Die Mega GM weisen nur noch einen dieser auf und werden in 1.200, 1.000 und 850 W erhältlich sein.

Digitales Flaggschiff von Lian Li

Das Flaggschiff von Lian Li heißt künftig DWS1600P und bietet eine digitale Schnittstelle zur Echtzeit­überwachung zum Auslesen der Leistungsaufnahme, Temperatur und Systemlast. Der Wirkungsgrad ist nach Platinum-Standard. Darunter angesiedelt sind mit 1.000 und 1.200 W zwei Modelle der RS-Serie mit Gold-Effizienz, die ähnlich wie das Edge Gold einen abnehmbaren Hub haben sollen und deren 24-Pin-Stecker vom Seitenteil zugänglich ist.

Lian Li
Lian Li (Bild: Lian Li)

Mit dem SP1000P und SP850P gibt es zwei neue kompakte SFX-Netzteile, die dem Standard-Layout folgen und einen 12V-2x6-Anschluss bereitstellen. Auch mit der Einstiegsserie RB sieht Lian Li ebendiesen Stecker nativ vor, allerdings nur in den Abstufungen 750 und 650 W – das 550-Watt-Modell muss ohne diesen auskommen. Bei den SP-Serie-Netzteilen verspricht sich der Hersteller mit einem gewinkelten 24-Pin-Stecker Luftstromoptimierungen in Kompaktsystemen.

📊 Intel, AMD oder Nvidia? Mach' jetzt noch mit bei unserer großen Jahresumfrage!
Computex 2025 (20.–23. Mai 2025): ComputerBase war vor Ort!
  • HAVN BF 360: Neues High-Airflow-Gehäuse mit 180×40‑mm Lüftern
  • Blackwell Low Profile: Zotacs winzige GeForce RTX 5060 erscheint im August
  • CAMM2-Formfaktor: Im Desktop-PC ist der neue RAM bisher ein Fehlschlag
  • +94 weitere News