Eigenes Modem fast fertig: Apple plant MacBooks und Vision Pro mit 5G
Dass Apple an einem eigenen Modem arbeitet, ist schon länger bekannt. Jetzt sind erste Pläne ans Licht gekommen, nach denen Apple viele Geräte bis 2027 auf eigene 5G-Modems umstellen möchte und auch mehr Modelle mit Mobilfunk plant. Das MacBook und die Vision Pro sollen mit dem hauseigenen Chip erstmals ans Netz gehen können.
Apple verbaut Modems bisher nur im iPhone, iPad und der Apple Watch. Das MacBook oder die neue Vision Pro benötigen so entweder einen Router oder ein Smartphone oder Tablet in der Nähe, um eine Verbindung zu Internet-Diensten aufzubauen.
MacBook und Vision Pro bald mit 5G-Chip?
Wie Bloomberg erstmals aus dem Inneren des Konzerns gehört hat, deutet sich hier eine Zeitenwende an: Der Konzern bereitet für die kommenden Jahre erstmals auch Mac-Modelle mit 5G-Chip vor. Diese werden jedoch nicht vor 2026 erwartet, wie Gurman in seinem Artikel darlegt. Doch auch bei der MR-Brille Vision Pro überlegt der Konzern wohl in Zukunft auf Mobilfunk-Unterstützung zu setzen. Für die Luxus-VR-Brille hat Gurman jedoch noch keinen Zeitraum herausfinden können, hier überlegt man wohl noch.
Eigenes Modem ab nächstem Jahr
Die neuen Modelle sollen durch Fortschritte bei Apples Modementwicklung möglich gemacht werden. Wie Bloomberg weiter berichtet, plant der Konzern bereits ab dem kommenden Jahr eine gestaffelte Einführung von hauseigenen 5G-Modems, um die bisher von Qualcomm genutzten zu ersetzen. Die erste Generation „Sinope“ soll bisher nicht mit dem von Qualcomm mithalten können und daher vorerst nur im neuen iPhone SE 2025, einigen iPads und dem neuen iPhone „Air“ zum Einsatz kommen. Erst ab dem Jahr 2026 geht Apple davon aus, gleichziehen zu können, dann sollen auch alle neuen iPhones den hauseigenen 5G-Chip bekommen. Ab 2027 sollen Qualcomms Modems mit „Prometheus“ sogar übertroffen werden.
Apple-Modem soll viele Vorteile bringen
Der Konzern hofft, mit einem eigenen Modem nicht nur unabhängig von Qualcomm zu werden, (Produktions-)Kosten zu sparen, sondern durch die tiefere Integration mit den SoCs auch den Energie-Verbrauch zu senken. Auch die SAR-Werte sollen dadurch geringer ausfallen, zudem erlaubt die Kontrolle über die Hardware dem Konzern, iPhones noch dünner zu designen, so soll auch das neue iPhone „Air“ ermöglicht werden, das auf rund 6,25 Millimeter Tiefe komprimiert werden soll. Gefertigt werden soll das Modem bei TSMC, entwickelt wird es jedoch in München und Cupertino.
| Modem-Codename | Jahr | Produkte |
|---|---|---|
| „Sinope“ | 2025 | iPhone SE 2025, iPhone „Air“, Einsteiger-iPads |
| „Ganymede“ | 2026 | iPhone 18 (Pro), mehr iPads, MacBooks |
| „Prometheus“ | 2027 | ? |
Lange Entwicklung trägt bald erste Früchte
Apple arbeitet bereits seit 2018 an eigenen Mobilfunk-Modems, hat zuletzt aber bis einschließlich 2026 den Lizenz-Vertrag mit Qualcomm verlängert. Das wurde nötig, weil das Milliarden-Projekt bisher nicht bereit für die große Bühne war, ursprünglich war das Jahr 2021, also vermutlich das iPhone 13, als Ziellinie gedacht. Mittlerweile ist die Modementwicklung immer mehr zu einem Prestige-Projekt geworden. Bloomberg schreibt, Apple habe die Hürden nun überwunden: Apple sei intern „zuversichtlich“, dass die neue Roadmap eingehalten werden kann.