Gut gehamstert, dennoch teurer: Notebookhersteller sitzen auf RAM für 9 bis 12 Monate

Michael Günsch
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Gut gehamstert, dennoch teurer: Notebookhersteller sitzen auf RAM für 9 bis 12 Monate

Die Befürchtung, dass im Zuge der Speicherknappheit auch die Preise für Notebooks deutlich ansteigen könnten, soll durch Aussagen eines Intel-Managers entschärft werden, da die Lagerbestände an RAM bei den OEMs für etwa 9 bis 12 Monate reichen. Andere Berichte gehen aber schon jetzt von Preissteigerungen aus.

Noch genug RAM bei den Notebook-Partnern

Im Gespräch mit der Website Tom's Guide erklärte Nish Neelalojanan, Senior Director of Product Management bei Intel, dass viele von Intels OEM-Partnern über „Lagerbestände von etwa 9 bis 12 Monaten verfügen“. Gerade bei Laptops werde sehr lange im Voraus geplant und entsprechend für Reserven gesorgt. Daher könne die Branche die Krise voraussichtlich gut überstehen, auch ohne die Preise anzuheben, wird in dem Artikel geschlussfolgert.

Allerdings muss dabei bedacht werden, dass schon jetzt RAM für die kommenden Jahre eingekauft werden muss. Und dieser ist bekanntlich derzeit extrem teuer. Mittelfristig könnten sich diese erhöhten Kosten also doch auf die Notebookpreise auswirken oder dazu führen, dass weniger Speicher verbaut wird.

Andere Berichte sind viel pessimistischer

In dem Bericht wird zudem nicht darauf eingegangen, dass manche Hersteller bereits jetzt an der Preisschraube gedreht haben:

Allerdings muss hier wieder bedacht werden, dass Framework ein weitaus kleineres Unternehmen als etwa Dell, HP oder Lenovo ist und daher kleinere Lagerbestände und schlechtere Konditionen bei den RAM-Lieferanten besitzt.

Dennoch gibt es auch bereits Hinweise auf drastische Preissteigerungen bei den großen OEMs. Laut einer Business Insider vorliegenden Preisliste hat Dell die Preise für seine Business-Notebooks bereits im Dezember deutlich angehoben.

Ein Bericht aus Asien sprach jüngst zudem von pauschal erwarteten Preiserhöhungen von 20 Prozent für dieses Jahr erscheinende Notebooks.

Das Marktforschungsunternehmen TrendForce geht davon aus, dass auch HP und Lenovo in diesem Jahr die Preise erhöhen werden.

Bei den großen Notebook-Herstellern sind Preiserhöhungen zu erwarten
Bei den großen Notebook-Herstellern sind Preiserhöhungen zu erwarten (Bild: TrendForce)

Auf der CES 2026 haben die Hersteller tunlichst vermieden, konkrete Preisangaben für die neuen Produkte zu machen. Mancher äußerte auch, dass dies aufgrund der aktuellen Preisentwicklungen bei Speicher schwierig zu sagen sei.

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