Huawei MateBook Fold und Pro: Faltbares Notebook setzt auf eigene CPU ohne Windows
Huawei hat für den chinesischen Markt mit dem MateBook Fold mit faltbarem OLED und MateBook Pro zwei neue Notebooks vorgestellt, die das Ende von „Wintel“ bei dem Unternehmen einläuten. Anstelle von Intel mit Windows setzen die Neuvorstellungen auf eigene Arm-Prozessoren und das eigens entwickelte Betriebssystem HarmonyOS 5.
Die Neuvorstellungen zeigen, dass Huawei auch im Notebook nicht mehr abhängig von US-amerikanischen Entwicklungen sein will. Intel-Prozessoren oder Windows findet man für beide Geräte nicht mehr im Datenblatt, stattdessen lässt der Hersteller Angaben zum verbauten SoC komplett unter den Tisch fallen und legt den Fokus bei der Software auf HarmonyOS. Wenn Huawei nicht über die verbauten Prozessoren reden will, dann ist das in letzter Zeit quasi immer als Bestätigung für die eigenen Kirin-Chips zu werten. So macht es Huawei nämlich auch bei den Smartphones und Tablets. Gerüchten zufolge sei es diesmal der Kirin X90 ausschließlich mit Performance-Kernen.
Faltbarer OLED-Bildschirm mit 18 Zoll
Wie eingangs erwähnt, sind die Neuvorstellungen nicht für außerhalb Chinas vorgesehen, technisch interessant sind sie dennoch, vor allem das MateBook Fold. Das faltbare Notebook ist mehr ein riesiges Tablet, das sich vertikal und horizontal nutzen lässt, und kommt in 13 Zoll respektive 18 Zoll, wenn es aufgeklappt wird. Das flexible OLED-Panel bietet je nach Zustand 2.472 × 1.648 oder 3.296 × 2.472 Pixel und soll bis zu 1.600 cd/m² hell werden. Auf einer Bildschirmhälfte lässt sich wahlweise eine virtuelle Tastatur anzeigen, Huawei bietet aber auch eine echte Tastatur an, die sich auf oder vor das Notebook legen und für unterwegs magnetisch an der Rückseite befestigen lässt. Huawei hat außerdem einen Kickstand in das MateBook Fold integriert.
MateBook Fold kostet 3.000 Euro
Huawei bietet das MateBook Fold stets mit 32 GB RAM und mit 1 TB oder 2 TB Storage an. Das Notebook bietet zwei USB-C-Anschlüsse und einen 74,7 Wh großen Akku. Das MateBook Fold ist in China ab umgerechnet knapp 3.000 Euro zu bekommen.
MateBook Pro ebenfalls ohne Wintel
Deutlich günstiger fällt mit umgerechnet ab rund 1.000 Euro das neue MateBook Pro in klassischer Clamshell-Bauweise aus. Hier sind mindestens 24 GB RAM und 1 TB Storage gesetzt, optional sind 32 GB/1 TB und 32 GB/2 TB erhältlich. Erneut kommt die Eigenentwicklung HarmonyOS 5 mit vollwertiger Desktop-Benutzeroberfläche, Taskleiste und Fensterverwaltung ähnlich zu Windows 11 zum Einsatz.
Das neue MateBook Pro weist deutliche Parallelen zum MateBook X Pro (Test) auf, das mit Intel-CPU und Windows letztes Jahr auch in Deutschland erschienen ist, ist mit 970 Gramm aber sogar noch etwas leichter.
Das MateBook Pro ist ebenfalls mit einem OLED-Bildschirm bestückt, hier misst er aber 14,2 Zoll und kommt auf 3.120 × 2.080 Pixel. Damit setzt Huawei das für den Hersteller bekannte 3:2-Seitenverhältnis im Notebook fort. Der Bildschirm soll in der Spitze bis zu 1.000 cd/m² hell werden. Die Anschlüsse fallen mit zweimal USB-C 3.2 Gen 1 identisch zum MateBook Fold aus. Die Batterie misst bei dieser Variante noch 70 Wh.