Schenker/XMG: Panther Lake ist fast kein Thema wegen großem LPDDR5X

Michael Günsch
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Schenker/XMG: Panther Lake ist fast kein Thema wegen großem LPDDR5X
Bild: Schenker

Beim Notebook-Hersteller Schenker, der auch unter der Marke XMG agiert, spielt Intel Panther Lake nach Angaben eines Support-Mitarbeiters vorerst keine große Rolle. Nur einzelne Modelle kämen in Frage, ein breiter Einsatz sei aber nicht geplant. Der Grund dafür sei der große On-Board-RAM in Zeiten der DRAM-Knappheit.

Das erklärte Schenker über den offiziellen Support-Account von XMG/Schenker im ComputerBase-Forum, angeregt durch Fragen aus der Community. „Wir prüfen Panther Lake aktuell nur für einzelne neue Modelle (1-2 Ultrabooks, ggf. auch ein einzelner Gaming-Laptop mit RTX 50). Ein breiter Einsatz ist nicht geplant - die meisten Modelle bleiben vorerst auf den bekannten Plattformen“, heißt es dort.

Kein Modell mit Intels stärkster GPU

In der Reihe XMG Evo sei aktuell gar kein Modell mit Intel Panther Lake geplant. Generell bestehe auch keine Absicht, überhaupt Modelle mit der „12Xe“-Variante der neuen CPU-Familie herauszubringen. Gemeint sind Modelle mit der stärksten Grafikeinheit Arc B390 (Test), die über 12 Xe-Kerne verfügen. Diese Core Ultra X gibt es ausschließlich mit verlötetem LPDDR5X-Speicher, der einen hohen Durchsatz für die iGPU leistet.

Doch genau das ist augenscheinlich das Problem, denn wie der Support-Mitarbeiter ausführt, erschwere der aktuell herrschende Engpass bei DRAM die Einführung neuer Modelle mit großem On-Board-Speicher. Die DRAM-Variante LPDDR5X wird aber sowohl für die besagten Core Ultra X wie auch AMDs APU-Serie Strix Halo zwingend vorausgesetzt.

Panther Lake gibt es aber auch mit DDR5-Modulen

Das erklärt allerdings nicht, warum Schenker allgemein kaum Intel Panther Lake anbieten will. Neben den drei Core Ultra X mit Arc B390 und immer LPDDR5X gibt es ja noch zehn Modelle, die auch mit DDR5-Modulen arbeiten, was zugleich Flexibilität bei der Speichermenge schafft. Hier könnten also Speicherriegel aus dem Vorrat zum Einsatz kommen und müssten nicht zu aktuell horrenden Preisen zugekauft werden.

Modell Kerne
Threads
(P+E+LPE)
Turbo-Takt L3-Cache NPU GPU
(Xe-Cores)
GPU
(max. Takt)
Speicher Base Power (W) Max Turbo Power (W)
Core Ultra X9 388H 16 (4+8+4) 5,1 GHz 18 MB 50 Arc (Pro) B390 (12) 2,50 GHz LPDDR5X-9600 25 65-80
Core Ultra 9 386H 16 (4+8+4) 4,9 GHz 18 MB 50 Intel Graphics (4) 2,50 GHz LPDDR5X-8533
DDR5-7200
25 65-80
Core Ultra X7 368H 16 (4+8+4) 5,0 GHz 18 MB 50 Arc (Pro) B390 (12) 2,50 GHz LPDDR5X-9600 25 65-80
Core Ultra 7 366H 16 (4+8+4) 4,8 GHz 18 MB 50 Intel Graphics (4) 2,50 GHz LPDDR5X-8533
DDR5-7200
25 65-80
Core Ultra 7 365 8 (4+0+4) 4,8 GHz 12 MB 49 Intel Graphics (4) 2,50 GHz LPDDR5X-6800
DDR5-6400
25 55
Core Ultra X7 358H 16 (4+8+4) 4,8 GHz 18 MB 50 Arc B390 (12) 2,50 GHz LPDDR5X-9600 25 65-80
Core Ultra 7 356H 16 (4+8+4) 4,7 GHz 18 MB 50 Intel Graphics (4) 2,45 GHz LPDDR5X-8533
DDR5-7200
25 65-80
Core Ultra 7 355 8 (4+0+4) 4,7 GHz 12 MB 49 Intel Graphics (4) 2,50 GHz LPDDR5X-6800
DDR5-6400
25 55
Core Ultra 5 338H 12 (4+4+4) 4,7 GHz 18 MB 47 Arc (Pro) B370 (10) 2,40 GHz LPDDR5X-8533 25 65-80
Core Ultra 5 336H 12 (4+4+4) 4,6 GHz 18 MB 47 Intel Graphics (4) 2,30 GHz LPDDR5X-8533
DDR5-7200
25 65-80
Core Ultra 5 335 8 (4+0+4) 4,6 GHz 12 MB 47 Intel Graphics (4) 2,45 GHz LPDDR5X-6800
DDR5-6400
25 55
Core Ultra 5 325 8 (4+0+4) 4,5 GHz 12 MB 47 Intel Graphics (4) 2,45 GHz LPDDR5X-6800
DDR5-6400
25 55
Core Ultra 5 332 6 (2+0+4) 4,4 GHz 12 MB 46 Intel Graphics (2) 2,30 GHz LPDDR5X-6800
DDR5-6400
25 55
Core Ultra 5 322 6 (2+0+4) 4,4 GHz 12 MB 46 Intel Graphics (2) 2,30 GHz LPDDR5X-6800
DDR5-6400
25 55

Allerdings wird Panther Lake im besten Fall mit DDR5 7.200 MT/s kombiniert. Diese schnellen Module sind vielleicht dann doch noch nicht so verbreitet auf Lager wie die langsameren Chips mit 6.400 MT/s, die der Vorgänger maximal unterstützt. Für Panther Lake mit maximal 55 Watt Turbo Power gilt aber weiterhin DDR5-6400 als Maximum, sodass auch dieses Argument gegen die neue Plattform nicht vollumfänglich zählt.

Erste Listungen im Handel

Bereits einige der im Rahmen der CES angekündigten Panther-Lake-Notebooks werden im Preisvergleich aufgeführt. Darunter sind Modelle der Hersteller Acer, Asus, Lenovo und MSI. Bei diesen sind die LPDDR5X-Versionen aber ganz klar in der Überzahl mit derzeit 13 von insgesamt 15 Modellen.

Ab Ende Januar wird die allgemeine Verfügbarkeit erwartet, sodass sich im Februar ein genaueres Bild abzeichnen dürfte.

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