AMD Epyc 4005 alias Grado: Neue Server-CPUs für den Sockel AM5
AMD bereichert den Sockel AM5 um weitere CPU-Modelle. Diesmal sind es keine Ryzen, sondern Epyc für den professionellen Einsatz. Die Serie Epyc 4005 tritt mit Zen-5-Architektur in die Fußstapfen der Epyc 4004 mit Zen 4. Sechs Modelle umfasst die Serie, eines davon besitzt besonders viel Cache.
Ziemlich genau vor einem Jahr brachte AMD die Epyc 4004 als Server-CPUs der Einsteiger-Klasse auf den Sockel AM5, der zuvor ausschließlich für Consumer-Produkte (Ryzen) gedacht war.
Die Nachfolger heißen Epyc 4005 alias Grado und bringen nicht mehr Kerne, dafür aber schnellere Kerne dank des Wechsels von Zen 4 auf Zen 5 mit sich.
| Epyc 4005-Serie | Kerne / Threads | L3-Cache | TDP | Basistakt | Max. Boost | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 4585PX | 16C / 32T | 128 MB | 170 W | 4,3GHz | 5,7 GHz | $699 |
| 4565P | 16C / 32T | 64 MB | 170 W | 4,3 GHz | 5,7 GHz | $589 |
| 4545P | 16C / 32T | 64 MB | 65 W | 3,0 GHz | 5,4 GHz | $549 |
| 4465P | 12C / 24T | 64 MB | 65 W | 3,4 GHz | 5,4 GHz | $399 |
| 4345P | 8C / 16T | 32 MB | 65 W | 3,8 GHz | 5,5 GHz | $329 |
| 4245P | 6C / 12T | 32 MB | 65 W | 3,9 GHz | 5,4 GHz | $239 |
Höherer Einstieg bei Kernen und Preis
Der Einstieg in die Serie wird teurer, denn AMD verzichtet nun auf ein Vier-Kern-Modell, das vor einem Jahr für 149 US-Dollar erschien. Stattdessen bildet der Epyc 4245P nun den Einstieg mit 6 Kernen bei 239 US-Dollar. Maximal werden 16 Kerne und 5,7 GHz Boost-Takt in Form des Epyc 4565P geboten. Diese Eigenschaften teilt der Epyc 4585PX, der aber zusätzlich über gestapelten L3-Cache verfügt, dafür steht das „X“, und dafür aber mit 699 US-Dollar den alten Höchstpreis einnimmt.
AMD stellt die Epyc 4005 gegen Intels Xeon 6300P und will diese in ausgewählten Workloads klar schlagen. Die als Vergleichsbasis herangezogene Test-Suite von Phoronix hatte aber schon die Vorgänger in Führung gesehen.
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AMD Epyc 4005 gegen Intel 6300P in der Phoronix-Test-Suite (Bild: The Register)
Mit mehr Kernen, mehr Cache, mehr RAM und mehr PCIe herrscht aber ohnehin kaum Zweifel, dass AMDs Einsteiger-Server-Plattform mit Xeon 6300P leichtes Spiel hat.