Arm stellt auf neue Namen um: Aus Cortex im Smartphone wird künftig Lumex
Arm will künftig auf ein aus Sicht des Unternehmens verständlicheres Namensschema setzen. Die neue Benennung sieht vor, dass sich anhand des Namens das designierte Einsatzgebiet erkennen lässt. Im Smartphone wird aus Cortex so zum Beispiel Lumex. Zahlen sollen die Generation angeben, dazu kommen Abstufungen wie Ultra oder Pro.
Das neue Namensschema hat niemand geringeres als der CEO Rene Haas selbst über das Nachrichtenportal von Arm verkündet. Die Zukunft von AI-Compute werde auf Technologie von Arm errichtet, erklärte der CEO. Die Industrie stehe Haas zufolge angesichts der AI-Workloads vor massiven Herausforderungen, denn es müsse stetig mehr Leistung bei unter Kontrolle gehaltenem Energieverbrauch geliefert werden.
Arm Compute Subsystems für vier Marktsegmente
Wenig überraschend hat der Arm-CEO für diese Herausforderungen die passende absolute Aussage: „There is simply no other way to design a system-on-chip.“ Damit bezieht er sich auf die Arm Compute Subsystems (CSS) für die vier Hauptmärkte des Unternehmens: Infrastruktur, Client, Automotive und Edge AI für IoT. Die CSS ist sozusagen das Gesamtkonstrukt an IP-Lösungen von Arm für das jeweilige Segment, also etwa CPU- und GPU-Kerne sowie Interconnects, aber auch Unterstützung aufseiten der Partner bei Hard- und Software, um die Blaupausen von Arm zeitnah zu echten Produkten bei Abnehmern wie MediaTek, Nvidia oder Qualcomm zu machen.
Das neue Namensschema von Arm im Überblick
Das neue Namensschema sieht nun vor, dass sich künftig anhand des Namens besser das Einsatzgebiet erkennen lässt. Aktuelle Cortex-Lösungen kommen zum Beispiel über alle Bereiche hinweg zum Einsatz und nicht nur in Mobile-Lösungen für Smartphones. Anhand des Zusatzes „AE“ kann man zwar Lösungen für kritische Bereiche wie Automotive erkennen, es bleibt aber eine Cortex-Lösung. Das gilt auch für Bereiche wie IoT oder den PC, wobei Arm hier bislang keine dedizierten Designs anbietet.
Neoverse für Infrastruktur wie Server war hingegen schon immer am eigenständigen Namen zu erkennen. Nach diesem Muster will Arm künftig auch in anderen Bereichen vorgehen. Das Portfolio wird sich folgendermaßen zusammensetzen:
- Arm Neoverse for infrastructure
- Arm Niva for PC
- Arm Lumex for mobile
- Arm Zena for automotive
- Arm Orbis for IoT
Was derzeit ein Cortex-X925 für ein Smartphone-SoC ist, wäre demnach künftig ein Lumex mit dann auch neuer Nummerierung und weiterer Bezeichnung. Zahlen sollen mit der Umbenennung die jeweilige Generation der Plattform abbilden, während die Zusätze Ultra, Premium, Pro, Nano und Pico die Leistungsklasse widerspiegeln sollen. Der Prime-Core Cortex-X925 dürfte demnach ein Lumex (Generation) Ultra werden.
Mali bleibt Mali für die GPUs von Arm
Keine Veränderungen soll es für die GPUs von Arm geben, diese werde weiterhin Mali heißen, erklärte Haas. Entsprechende IP werde man als Komponenten innerhalb der neu benannten Plattformen referenzieren. Was das für Immortalis bedeuten wird, womit bislang die stärksten GPUs mit Hardware-Raytracing bezeichnet wurden, bleibt aktuell noch offen.
Veränderungen an bereits auf dem Markt erhältlichen Lösungen hat Arm nach kurzem Blick auf die Website allerdings nicht vorgenommen, das neue Namensschema dürfte mit der nächsten Generation Einzug halten, dann potenziell auch rückwirkend.