Intel Core Ultra 9 285K: Gaming-Benchmarks vs. 14900K, Ryzen 9000 & Specs geleakt
Am kommenden Donnerstag wird Intel die Arrow-Lake-S-Architektur final vorstellen. Den Anfang machen die K-CPUs Core Ultra 9 285K, Ultra 7 265K und Ultra 5 265K, die neue Mainboards mit Z890-Chipsatz mit neuem Sockel LGA 1851 im Schlepptau haben. Geleakte Folien von Intel verraten vorab weitere Details samt Gaming-Benchmarks.
Hinweis vom 24. Oktober 2024: Inzwischen sind die neuen K-CPUs verfügbar und ComputerBase hatte Intel Core Ultra 9 285K, Ultra 7 265K & Ultra 5 245K im Test.
Die Folien, die auf X kursieren, stammen der verwendeten Sprache zufolge aus Asien. Möglicherweise hat Intel dort im Vorfeld der öffentlichen Präsentation bereits die Presse informiert.
9 und 32 Prozent IPC-Zugewinn
Eine Folie hat X-Nutzer HXL veröffentlicht. Sie fasst Arrow Lake-S in wesentlichen Stichpunkten zusammen und nennt auch konkrete Zahlen zu den IPC-Zugewinnen der P- und E-Cores. Die Kerne nutzen dieselbe Architektur wie die Varianten in Lunar Lake (Core Ultra 200V), wobei die P-Cores (Lion Cove) mehr L2-Cache erhalten haben und über einen Ringbus miteinander kommunizieren – bei Lunar Lake mit maximal 4+4 Kernen kommunizieren die Kerne direkt über das Fabric.
Intel nennt für Arrow Lake als IPC-Gewinn von Raptor Cove (P-Cores der 13. und 14. Gen Core) zu Lion Cove neun Prozent. Für die neuen E-Cores (Skymont) nennt Intel 32 Prozent IPC-Zuwachs gegenüber den Gracemont-Vorgängern.
ARL-S IPC (vs 13/14th)
— HXL (@9550pro) October 8, 2024
P Core +9%
E Core +32% pic.twitter.com/B0EjnIEWBU
In Spielen auf Augenhöhe mit dem 14900K?
Weitere Folien sind auf dem X-Account vom @wxnod zu sehen, sie zeigen Benchmarks von Intel zur Spiele-Leistung im Vergleich zum Core i9-14900K und AMD Ryzen 9000.
Für Intel wird Effizienz zum Thema
Den Folien zufolge legt Intel den Fokus in Spielen in Zukunft auch auf die Energieeffizienz, die gegenüber den bisherigen CPUs deutlich gestiegen sein soll. Die Leistung, so legen zumindest die geleakten Folien nahe, liegt hingegen „nur“ auf dem Niveau eines Core i9-14900K. Ein Ryzen 7 7800X3D dürfte nach der Vorstellung von Arrow Lake und der für den 24. Oktober erwarteten Markteinführung also schneller bleiben.
— Алексей (@wxnod) October 8, 2024
Core Ultra 9 285K vs. Ryzen 9000
Auch im Vergleich zum Ryzen 9 9950X sieht sich Intel mit dem Core Ultra 9 285K nicht immer in Führung. Im zuletzt in den Gaming-Benchmarks zu Ryzen 9 9950X und Ryzen 9 9900X (noch ohne den Performance-Patch) genutzten Spiele-Parcours der Redaktion gab es mit Counter-Strike 2 nur ein Spiel, in dem ein Core i9-14900K nicht (deutlich) vor dem Ryzen 9 9950X lag.
— Алексей (@wxnod) October 8, 2024
Damit deutet sich an, dass sich Arrow Lake-S mit den neuen Kernen und der neuen Architektur je nach Spiel anders verhalten dürfte, als das zuletzt von Intels 12., 13. und 14. Generation gewohnt gewesen ist.
Vorsicht bei Hersteller-Benchmarks
Wie immer sind Hersteller-Benchmarks mit Vorsicht zu genießen, zumal in diesem Fall noch keine Folien mit den oftmals entscheidenden Fußnoten veröffentlicht worden sind. So ist beispielweise nicht bekannt, mit welchen RAM-Settings die CPUs liefen, oder ob auf den Ryzen der Windows-Performance-Patch installiert war.
Korrektur der ursprünglichen Meldung
In der ursprünglichen Fassung der Meldung hatte es geheißen, Intel habe für die Lion-Cove-Kerne in Lunar Lake 14 Prozent IPC-Zuwachs gegenüber Raptor Cove (P-Cores der 13. und 14. Gen Core) genannt, während für Lion Cove in Arrow Lake jetzt neun Prozent Wachstum gegenüber Raptor Cove genannt wurden. Das war nicht korrekt, wie die Community zurecht angemerkt hat. Die News wurde entsprechend angepasst.
Richtig ist: Bei Lunar Lake hatte sich Intel mit Redwood Cove verglichen. Redwood Cove sind die P-Cores in Meteor Lake (Core Ultra 100), die einer Weiterentwicklung von Raptor Cove entsprechen sollten, zu denen Intel aber nie eine IPC-Aussage getroffen hatte. Den jetzt genannten Zahlen zufolge war Redwood Cove bei der IPC allem Anschein nach ein Rückschritt, denn es ist nicht davon auszugehen, dass Lion Cove in Arrow Lake gegenüber Lunar Lake weniger IPC aufweist, obwohl der Cache größer ausfällt.
Die kompletten Eckdaten der neuen K-CPUs
Eine weitere geleakte Folie aus dem asiatischen Pressdeck von Intel nennt derweil alle Spezifikationen der ersten drei respektive fünf K-CPUs (inklusive F-Modelle mit inaktiver iGPU). Die Taktraten und Processor Base Power (PBP, vormals TDP, 125 Watt) waren bereits bekannt. Neu sind 250 Watt Maximum Turbo Power (MTP) für die Core Ultra und Core Ultra 7 respektive 159 Watt für die Core Ultra 5. Bei der 13. und 14. Gen lagen die Werte bei 253 respektive 181 Watt. Beim RAM wird Arrow Lake ab Werk mit DDR5-6400 (vormals DDR5-5600) laufen.
— HXL (@9550pro) October 8, 2024
Ebenfalls noch nicht bekannt war, wie stark die NPU von Arrow Lake wird. Mit 13 TOPS erfüllt sie nicht Microsofts Anforderung an Copilot+-PCs und basiert demzufolge eher auf dem Meteor-Lake- als dem Lunar-Lake-Design. Dasselbe trifft allem Anschein nach auf die (im Desktop selten relevante iGPU) zu, die noch auf Xe (Alchemist) statt Xe2 (Battlemage) basiert.