eufyMake E1: Ankers UV-Drucker mit 3D-Textur-Technik bedruckt quasi alles

Frank Hüber
32 Kommentare
eufyMake E1: Ankers UV-Drucker mit 3D-Textur-Technik bedruckt quasi alles
Bild: Anker

Der eufyMake E1 ist ein Novum. Kein neuer 3D-Drucker von Anker, sondern der erste UV-Drucker für Privatkunden wurde auf dem Anker Day 2025 vorgestellt. Dieser kann so ziemlich jedes Objekt bedrucken, neben Magneten, Handyhüllen, Leinwänden und Metallplatten auch Tassen und Becher, die automatisch gedreht werden.

Für Sticker, Magneten, Tassen, Handyhüllen und vieles mehr

Der UV-Drucker kann aber nicht nur so ziemlich jedes Material wie Metall, Holz, Keramik, Glas, Stein, Papier, Leder, Kunststoff und Acryl bedrucken, sondern dem Ganzen auch eine bis zu 5 mm hohe 3D-Textur verpassen. So lassen sich einzelne Elemente eines Drucks hervorheben oder eine Art Ölbild-Effekt erzeugen.

Bedruckt mit dem eufyMake E1: Untersetzer, Magnet und Handyhülle
Bedruckt mit dem eufyMake E1: Untersetzer, Magnet und Handyhülle

Der UV-Drucker kann mit einer Auflösung von bis zu 1.400 × 720 DPI drucken, verfügt über eine Kamera, die das Druckbett aufnimmt, um dem Nutzer eine Vorschau zu bieten und das Motiv am zu bedruckenden Objekt auszurichten. Laser erfassen das zu bedruckende Objekt, um dessen Position auf dem Druckbett genau zu erfassen.

Objekte werden automatisch gedreht

Das Druckbett ist zudem modular aufgebaut und lässt sich auswechseln. Neben einem kleinen und einem großen, flachen Druckbett, das bis zu 330 × 420 mm große Drucke ermöglicht, gibt es eine optionale Rotationseinheit, die eingesetzt werden kann, um beispielsweise Tassen, Flaschen und Becher oder jedwedes zylindrisches Objekt zu bedrucken. Diese werden beim Druckvorgang automatisch gedreht, so dass der Nutzer nach dem Start des Druckvorgangs nicht mehr manuell eingreifen muss. Druckt man auf dem Flachbett, dürfen Objekte maximal 6 cm hoch sein und der Höhenunterschied zwischen den zu bedruckenden Teilen nicht größer als 2 cm sein. Darüber hinaus bietet der eufyMake E1 die Möglichkeit, Sticker mit UV-DTF-Folien herzustellen und zu laminieren.

eufyMake E1 (Bild: Anker)

App mit vielen Funktionen

Anker bietet für den eufyMake E1 eine Smartphone-App sowie Windows- und macOS-App an, mit der man das Gerät steuern und Drucke erstellen kann. Mit der Software lässt sich auch eine 2D-Vorlage in ein 3D-Bild umwandeln, um dieses mit einem Textureffekt zu drucken. Generell lässt sich jedes eigene Bild laden und auf ein beliebiges Objekt drucken, Nutzer sind nicht auf bestimmte Objekte von Anker angewiesen, die man kaufen muss. Es lassen sich also auch die eigenen Kopfhörer bedrucken, die eigene Handyhülle, die eigene Powerbank oder irgendein anderes Objekt, das in den Drucker passt. Auch der Stil eines Bildes lässt sich über die Software anpassen, beispielsweise um ein reales Bild abstrakter aussehen zu lassen.

Die Software bietet zudem rund 20.000 Designvorlagen und Elemente, mit denen man eigene Projekte ergänzen oder sich für die ersten Gehversuche Vorlagen holen kann. Bilder und Elemente lassen sich direkt in der App skalieren, drehen und zuschneiden. In der Software kann man auch auf KI-Bildgenerierung zurückgreifen, wobei dafür Guthaben erworben werden muss. Es lassen sich auch beliebig eigene Fotos nutzen, um etwa Leinwände für Bilder zu bedrucken.

Zum Druck setzt der UV-Drucker auf Tinte. Ein „JetClean“ genanntes Selbstreinigungssystem reinigt die Düsen des Druckers, um Verstopfungen zu verhindern.

Erste Testdrucke von ComputerBase

ComputerBase liegt bereits ein Testmuster des eufyMake E1 vor. Erste Drucke, die mit ihm erstellt wurden, finden sich in der nachfolgenden Bildergalerie.

Eine selbst bedruckte Handyhülle mit ComputerBase-Logo
Eine selbst bedruckte Handyhülle mit ComputerBase-Logo
Bedruckt mit dem eufyMake E1: Magnet mit leichter 3D-Struktur
Bedruckt mit dem eufyMake E1: Magnet mit leichter 3D-Struktur
Der obligatorische Testdruck eines Magneten mit 3D-Struktur der Freiheitsstatue
Der obligatorische Testdruck eines Magneten mit 3D-Struktur der Freiheitsstatue
Die Anker-Powerbank vor dem Bedrucken mit dem eufyMake E1
Die Anker-Powerbank vor dem Bedrucken mit dem eufyMake E1
Die Anker-Powerbank nach dem Bedrucken mit dem eufyMake E1
Die Anker-Powerbank nach dem Bedrucken mit dem eufyMake E1
Die Anker-Powerbank nach dem Bedrucken mit dem eufyMake E1
Die Anker-Powerbank nach dem Bedrucken mit dem eufyMake E1

Die Handhabung ist tatsächlich sehr einfach, da die App-geführte Ersteinrichtung und die beiliegende Kurzanleitung alle wichtigen Schritte erklärt. Im ersten Schritt setzt man alle sechs Tintenpatronen an der Oberseite des Geräts und die Reinigungseinheit an der rechten Seite ein. Vorne wird hinter einer Abdeckung ein Luftfilter eingesetzt. Die Netzwerkverbindung erfolgt wahlweise über WLAN oder kabelgebundenes LAN. Das externe Netzteil weist eine Leistung von maximal 66 Watt auf.

Der Zusammenbau und die erste Inbetriebnahme des Geräts, die auch einen Testdruck umfasst, dauern 30 bis 60 Minuten. Danach kann man seinen Ideen freien Lauf lassen, und die ersten Druckergebnisse sind durchaus beeindruckend.

Preise, Rabatte und Start Kickstarter

Anker startet mit dem eufyMake E1 zunächst auf Kickstarter. Die Kampagne läuft von Ende April bis Anfang Juni. Der Versand der über Kickstarter erworbenen Geräte soll ab Juli starten. Die UVP für den eufyMake E1 liegt bei 2.029 Euro. Es wird aber auch verschiedene Bundles und zum Start Rabatte auf den UVP geben.

Preise und Rabatt-Struktur für den Anker eufyMake E1
Preise und Rabatt-Struktur für den Anker eufyMake E1 (Bild: Anker)

Ab sofort lässt er sich auf der Webseite von eufyMake vorbestellen. Wer sich bis zum 28. April für eine Anzahlung von 45 Euro entschließt, sichert sich Rabatte von bis zu 560 Euro und eine bevorzugte Auslieferung in diesem Sommer. Einen Tag später, am 29. April, startet eufyMake eine Kickstarter-Crowdfunding-Kampagne mit Early-Bird-Preisen.

AnkerMake wird zu eufyMake

Unter eufyMake firmieren künftig alle Produkte des Herstellers aus der Maker-Szene, die vorher als AnkerMake liefen. So auch der AnkerMake M5 3D-Drucker (Test).

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Anker unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

📊 Intel, AMD oder Nvidia? Mach' jetzt noch mit bei unserer großen Jahresumfrage!